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26. April 2009 7 26 /04 /April /2009 23:50

 

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* Erklärung: *

Dieser Blog mit seinen Fotos ist   nach bestem
Wissen und Gewissen  erstellt.
Größtenteils wurden eigene Fotos verwendet,
ein paar sind aus dem Internet.
Sollte ich wider besseren Wissens bei
irgendeinem Foto das Copyright verletzt haben,
so bitte ich höflichst um Mitteilung,
ich werde dann das Foto umgehend entfernen.
Renate Michel

beste von allen

 
 

So fing alles an
Eine Heimeinweisung war dringend erforderlich.
 


Ich wurde 1940 als drittes Kind meiner Eltern geboren.
Es war Krieg, unser Vater war eingezogen,
und die Mutter vergnügte sich des öfteren mit
Wehrmachtssoldaten, so stand es in meiner Heimakte in
einem amtlichen Bericht. Fliegeralarm....Sirenen heulten,
Leute rannten in die Bunker, wir drei Kinder schrien in
unseren Betten. Nachbarn haben uns völlig
verwahrlosten und verdreckten Kinder aus den Betten geholt,
angezogen und sind mit uns in den sicheren Luftschutzkeller
gerannt. Das Jugendamt wurde eingeschaltet
und machte einen Kontrollbesuch.
Meine beiden Brüder sind mit mir am gleichen Tage
von zu Hause weg nach Schweicheln gekommen.

Friedhelm-Willi.jpg

 

  Der ältere Friedhelm (links, geb. 29.01.37)ist am 20.12.1940

in eine Pflegefamilie in Lübbecke  gekommen und

am  23.08.1941 gestorben (tödlich verunglückt)

Der jüngere Wilhelm Gustav (geb. 28.05.1938) ist am

19.12.1940 in eine Pflegefamilie nach   

   Bad-Oenhausen gekommen und am

13.04.1942 gestorben

er hatte eine Bauchfellentzündung,

wie meine Mutter mir malerzählte.

Ich kam von Schweicheln noch am gleichen Tag unseres

Ankommens dort weg ins Kinderkrankenhaus Sarepta in Bethel,

wo ich bis Juli 1941 blieb.



Diagnosebericht01091.jpg
Das war der Entlassungsbericht, der im Juli 1941 ausgestellt wurde.
Ich kam im Dezember 1941 in eine Pflegefamilie nahe Bielefeld.
Die Pflegemutter bedauerte, daß ich noch nicht laufen konnte,
war aber zuversichtlich, daß ich es sicher bald lernen würde.

Renate kann laufen und macht uns viel Freude.
 

Ich hatte wohl viel nachzuholen, denn ich begann sehr bald,

die Nachbarschaft zu erkunden. Ständig lief ich weg. Warum?

Konnte mich meine Pflegemutter nicht fesseln?Ich meine jetzt

nicht, daß sie mich am Tisch festbinden sollte; aber irgendwie

verstand sie es offenbar nicht, mich durch Spiel

und Beschäftigung zu fesseln.

Wohin ich lief und wo man mich dann letztendlich wieder gefunden

hat, stand in keinem der Halbjahresberichte, die schon da anfingen,

mein weiteres Leben bis zur Heirat mit 20 Jahren zu begleiten.

Ich wußte das nur nicht, das habe ich jetzt erst erfahren und diese

Berichte gelesen. Zu meinem Weglaufen kam dann bald noch

"Trotz und schlechtes Gehorchen"  hinzu. Und bald

hatte meine Pflegemutter von mir die Nase voll

und gab mich  4 jährig an den

Absender zurück, an den Eickhof in Schweicheln.


  6 glückliche Kinderjahre begannen.

Meine-Tante-Friede.jpg.jpg
Von der Zeit an beginnt auch mein Erinnerungsvermögen. Ganz vage kann ich mich an davor erinnern, daß ich mit Kindern auf einem Balkon war und eine Frau putzte Schuhe. Mir war kalt und ich wollte ins Haus, durfte aber nicht und weinte. Bei meiner "Mutti" wurde ich dann häuslicher und lief nicht mehr weg, "Das Gehorchen fällt Renate aber schwer und oft kommt richtig ein Trotzkopf zum Vorschein" , stand dafür im nächsten Bericht. Und ich würde "quasseln wie ein Wasserfall", die Schnute stände nicht still. Heute würde man schreiben: "Sie ist ein lebhaftes Kind" Im Frühjahr 1946 kam ich in die Schule, machte beim Lernen gute Fortschritte, mußte aber nach Meinung der Berichtschreiberin "eine strenge Hand" haben. Meine "Mutti" fand aber Gott sei Dank ein gutes Mittelmaß und hat es mit sehr viel Liebe hinbekommen, daß ich eine unbeschwerte Kinderzeit bei ihr verbringen durfte.Renate.jpg


Ich wußte gar nicht, daß sie nicht meine Mutter war - bis zu dem Tag im Juni 1946, als sie mir sagte, daß meine leibliche Mutter mich besuchen würde. Ich war zunächst arglos, doch als Mutti anfing zu weinen, habe ich dann auch geweint. Meine Mutter kam dann irgendwann zu Besuch, ich nannte sie Tante. Sie versprach mir allerhand Kram, den sie mir schicken wolle, wenn sie wieder in Arnsberg wäre. Das Paket kam nie an und ich habe angeblich gesagt, daß sie lügt, sie hätte es versprochen. Zwischen dem Jungendamt, Landesjugendamt Münster  und Schweicheln gingen in der Folgezeit unzählige Schreiben hin und her. Meine Mutter wollte mich nach Hause haben.
Meine leibliche Mutter, die uns 3 Kinder damals bei Fliegeralarm allein in den Betten ließ, die uns Kinder verkommen ließ, die uns in unglaublichem Schmutz hausen ließ, SIE hat immer und immer wieder herum geprockelt, bis sie ihren Willen hatte.
In der  damaligen Schwester I. der inneren Mission hatte SIE eine ungeheuer starke Mitstreiterin, die es dann endlich schaffte, IHR zu ihrem eingeforderten Mutterrecht zu verhelfen. Die Behörden reagierten zunächst entsetzt. Jugenamt, Landesjugendamt und Schweicheln, der Vormund und alle möglichen Institutionen rieten dringend ab, weil ich in einer vorzüglichen Pflegestelle untergebracht wäre. Schwester I. hat alle Register gezogen und schließlich hatte sie sie alle weich gekocht. (Was sie alle nicht wußten: SIE hatte nicht einmal eine eigene Wohnung. Wir haben monatelang alle zusammen bei meinen Großeltern gewohnt.) Und dann passierte das Unglaubliche: Meine liebe Pflegemutti bekam einen Brief vom Jugendamt, in dem ihr geschrieben wurde, daß ich, falls ich mich weigern würde, mit IHR mitzugehen, ich da bleiben dürfe. Man muß sich das Ungeheurliche mal vorstellen: Man hat mir, einer noch nicht 10 jährigen, quasi die Verantwortung für mein weiteres Leben aufgebrummt.
Ich hätte also einmal in meinem Leben wirklich ungezogen und trotzig sein müssen, Zeter und Mordio schreien, und ich wäre gerettet gewesen. Aber ich war brav, und meine geliebte Pflegemutti mußte ohnmächtig mit ansehen, wie SIE mich zu sich nach Hause holen durfte. In ein zu Hause, was dann, wie sich noch herausstellen sollte, für mich alles andere als der liebevolle Hort war, den ich gewohnt war. Meine glückliche Kinderzeit war vorbei. Dies war nicht mehr mein Zu Hause.
 

Tante Friedes Haus 2
















Ein paar Tage später schrieb meine "Mutti"
einen sehr traurigen Brief an Schweicheln.


Brief.jpg



Ich war also in Arnsberg,

Renate mit 10 Jahren
lernte meinen jüngeren Bruder Walter kennen, der mich immer Minna nannte und wohl auch eifersüchtig war, weil er das Reich nicht mehr allein hatte.
Die ersten Tage war Mutter ja noch ganz lieb zu mir, sie hatte schließlich ihr lang erkämpftes Spielzeug wieder bekommen. Doch das zusätzliche Kind wollte auch essen und mußte Schulbücher haben und und und... so viel Geld hatte Muttern natürlich nicht. Aber wofür hat man denn die Bekanntschaften mit Männern? Sie bekam immer irgendwoher was, damit sie rauchen konnte. Hefte waren ihr zu kostbar. Ein Füller? So was war  für SIE zu teuer.

Gelbe-Schule.jpg.jpgWir mußten jeden Morgen eine 3/4 Stunde laufen, um zur Schule zu kommen. Ich weiß noch, daß ich anfangs im Unterricht an meine
Pflegemutti Briefe schrieb und die dann auf dem Nachhauseweg unfrankiert in den Briefkasten warf. Die Arnsberger Schule war für mich eine totale Umstellung. Ich wurde nicht gemocht. Das spürte ich deutlich, und das zeigte sich auch noch durch Lehrer Korn,
denn er hat später einen haarsträubenden  Bericht über mich geschrieben.  Zusammen mit einem Bericht von Schwester I. ergab das ein unglaublich bösartiges und geradezu selbsherrliches Geschreibe, gerichtet gegen den liebsten Menschen, den ich hatte, meine Pflegemutti. Und natürlich gegen mich. Eine Hetzcampagne ohnegleichen.

Sr.-Ida.jpg
Ich habe jetzt in den Akten einen Brief des Direktors von Schweicheln an das Landesjugendamt Münster gefunden, in dem er schreibt, dieser besagte Bericht wäre mal wieder eine Bestätigung des Sprichwortes: Undank ist der Welt Lohn. Ich hätte eine gute Pflegestelle gehabt und so würde das jetzt gedankt.
Undank-ist-der-Welt-Lohn.jpg

Was ich damals nicht wußte: Der Schuldirektor war auch der Vormund von uns Kindern. Er war der Klassenlehrer meines Bruders. Und als wir uns mal  gegenseitig die Hausaufgaben machten, weil er besser rechnen und ich besser schreiben konnte, mußten wir alle beide antreten und bekamen eine Tracht Prügel mit dem Rohrstock. Ich hatte Heimweh, durfte aber nichts  sagen. In der Schule wurde ich gehänselt, weil wir zu Hause "ja so arm wären, daß uns die Mäuse das Klopapier reichen würden". Wir waren ins "Alte Feld," ein Barackenlager gezogen, und das war in Arnsberg als "Arme-Leute-Viertel" bekannt. Dort lernte meine Mutter dann auch wieder einen Mann kennen, der sie mehr interessierte als wir Kinder. Und so kam, was irgendwann schon vorausgesagt war. Ich wurde von genau der überaus eifrigen Fürsorgeschwester Ida, die mich unbedingt aus meiner sehr guten Pflegestelle raus reißen mußte, wieder weg geschafft; aber nicht etwa zu meiner Pflegemutti zurück, nein, diesmal zum Eickhof in Schweicheln . 120 Kilometer  mit dem Motorroller, und es war Ende Oktober 1951. Meine Mutter zeige beim Abschied wieder mal ihre wahre "Größe", nämlich die Größe im Lügen.Sie sagte, ich käme zu meiner Tante nach Koblenz und ich solle schön lieb sein. Schön lieb hätte SIE mal lieber sein sollen, dann wäre vieles anders gewesen. Ich kam am 05. Februar 1952 in das Erziehungsheim Gotteshütte in Kleinenbremen.

AbgangAn diese Zeit kann ich mich komischerweise am wenigsten erinnern. Ich weiß nur, ich war im  Wichernhaus, unten war der Aufenthaltraum, nach oben ging es in den Schlafsaal mit den 21 Betten, und an das Bettenbauen kann ich mich noch sehr gut erinnern. Überhaupt war Sauberkeit und Ornung ein ganz furchtbar wichtiges Erziehungsziel. Wir sollten ja brauchbare Mitglieder der Gesellschaft und in dieser gute Hausfrauen werden. Ich dachte aber wohl noch gar nicht dran, irgendwann Hausfrau zu  sein, und so trödelte ich gerne herum und quasselte lieber mit den Mädchen, was mir dann den Spitznamen "Trödel"  einbrachte, außerdem einen nicht sehr wohlwollenden Eintrag im nächsten Bericht.
 
Stempel.jpg
Sinn und Unsinn dieser Berichte

Berichte sind Bewertungen über die gute oder weniger gute Führung, praktisch ein Führungszeugnis. Sie können das weitere Leben positiv oder negativ beeinflussen. Mein erster Bericht sagte aus, daß ich herzig und lieb bin; aber dauernd weg laufe, und es käme Trotz durch. Im nächsten stand wieder, ich liefe dauernd weg. Weitere Berichte bescheinigten mir, daß ich eine straffe Hand brauche, daß mein Mund nicht still stände. Ich wäre ein unruhiger Geist, wäre aber anhänglich und ansonsten folgsam. Den niederschmetternsten Bericht schrieb dann Schwester I.,weiter oben ist er abgebildet. Und weil es so schön vorgegeben war, der Lehrer K. gleich noch hinterher. Im nächsten Bericht wurde noch einmal alles zusammengefaßt. Ich wäre halt immer ein schwieriges Kind gewesen und hätte der straffen Führung bedurft. Dieses Muster wurde immer weiter so übernommen. Die Gotteshütte hat noch ein paar Korrekturen dazu getan, z.B. ich sei bei meinen Arbeiten trödelig (Spitzname "Trödel") und unzuverlässig, hätte einen vorlauten Mund. Die schulischen Leistungen waren zufriedenstellend. Ich wäre musisch veranlagt, spiele recht gut die F-Flöte, könne meinen Fähigkeiten nach zu urteilen mehr leisten, als ich eben leiste. Also großer Mund, faul, antriebslos, unzuverlässig......bis zum Lügen und Stehlen  nur ein kleiner Schritt, das kam dann später bei den Berichten meiner Arbeitgeber noch hinzu. mal mehr, mal weniger kraß. (Wer unzuverlässig und faul ist, lügt und stiehlt ja auch bestimmt). So wurden dann diese Berichte immer "vollständiger", das Bild rundete sich ab. Der Zögling Renate Müer war abgestempelt.
Doch zurück zur Erzählung:

Im  Handarbeitsunterricht lernten wir Strümpfe stricken und sangen dabei. Herrlich fand ich das, viel besser als  das verhaßte kaputte Strümpfe  stopfen, was wir aber auch mußten.

Kleinenbremen-Kirche.jpg.jpgIch war musisch veranlagt, und darum war es für mich ein Segen, als eine Schwester Gerda kam, die in der Gotteshütte einen ganz hervorragenden Blockflötenchor ins Leben rief. Sie brachte auch einen Teil von uns Hüttenkindern in den Kirchenchor in Kleinenbremen. Die Kirche war uns gut bekannt, denn wir marschierten jeden Sonntag in wohlgeordneten Zweierreihen dort hin. Ich fand das in die Kirche gehen gut. Nicht, daß ich jetzt unheimlich fromm gewesen wäre; aber ich liebte das Spiel der wunderschönen Kirchenorgel, und ich schwärmte für den Organisten. Wir lernten in der Gotteshütte das halbe Gesangbuch auswendig, konnten ein paar Psalmen und Bibelstellen aufsagen. Ich wurde mit 14 Jahren konfirmiert. Eine Woche vor dem großen Tag sollte die Prüfung sein. Leider hatte ich mal wieder eine Mandelentzündug mit hohem Fieber und konnte nicht mit, um meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Katastrophe! Ich lag im Bett und heulte. Natürlich wurde ich trotzdem konfirmiert, denn man wußte, daß wir Heimkinder gut gelernt hatten. (mußten)

Die Schulzeit war nun also vorbei
 
und der sogenannte Ernst des Lebens sollte beginnen. Ich wurde verlegt in das Fliednerhaus, wo die schulentlassenen Mädchen untergebracht waren. Dort sollten wir auf das Leben "draußen" vorbereitet werden. Und dort herrschte Schwester Erika mit strenger Hand; aber gerecht war sie. Wir schliefen in kleineren Gruppen, etwa mit 4 Mädchen in einem Zimmer. Ein Jahr war ich im Fliednerhaus. Während der Zeit war ich in der Nähstube, der Waschküche und in
  Kueche.jpg.jpg
der Küche tätig. Hier ist ein Foto, wie sie heute aussieht, sie ist nicht mehr in Betrieb, weil die heutigen Gruppen sich autonom versorgen. Vorne waren noch 2 riesigeDampfkessel, in denen die morgendliche Milchsuppe gekocht wurde. Und darin wurde auch diese furchtbar gräßliche Graupensuppe fabriziert, die ich so abgrundtief haßte, daß ich bis vor Kurzem keine mehr gegessen habe. Die war nämlich so dick, daß der Löffel drin stecken blieb, wenn sie mal kalt wurde. Igittegitt......!..... "Küchenchef" war eine Diakonisse. Sie war der Meinung, man müsse zum Kochen Mut haben, weil oft etwas so heiß würde, und man müsse dann trotzdem zupacken. Oh ja, das bekam ich irgendwann zu spüren. Ich sollte eine Emaille-Kaffeekanne für mindestens 20 Personen zu den Bauarbeitern bringen, die oben den Hof bearbeiteten. Anstatt mir einen Topflappen zu nehmen, faßte ich mit bloßen Händen zu - und klatsch lag die Kanne zu meinen Füßen und der Kaffee hatte mir den einen Fuß total verbrannt. Folge: 14 Tage Fliednerhaus-Bett.

Fliednerhaus.jpg.jpg

So allmählich war ich dann genügend vorbereitet auf das Leben draußen, und bald ging es dann los
mit "richtiger" Arbeit.Ich hatte mal einen Lebenslauf mit Berufswunsch geschrieben.Ich wollte mehr als alles andere Säuglingsschwester werden. Nix da, bei meiner Führung laut Bewertungen in der Vergangenheit ging das gar nicht. Da kam natürlich nur eines in Frage: Eine "vernünftige" Lehre als Hauswirtschafterin. Es wurde in Kleinenbremen eine Lehrstelle gefunden bei einer Familie mit 3 Kindern. Mit diesen 3 liebenswerten kleinen Monstern durfte ich dann auch noch in einem Zimmer schlafen. Was waren meine Aufgaben? PUTZEN! Na, das kannte ich ja von der Gotteshütte her gut. Mehr schlecht als recht erledigte ich meine Arbeit, durfte einmal in der Woche nach Minden zur Berufsschule. Der Hausherr war Studienrat in Bünde. Habighorst liegtbei Bünde, in Habighorst wohnte meine "Mutti". Es wurde oft von Bünde gesprochen. Mein Interesse war mehr als wach geworden. Und als dann irgendwann im Sommer von der Kirchengemeinde Kleinenbremen eine Fahrt zum Bünder Missionsfest angekündigt wurde, habe ich unseren Pastor gefragt, ob ich mit kann. Ich wolle aber nicht zum Missionsfest, sondern meine Pflegemutter besuchen, die etwas außerhalb wohne. Das war für ihn kein Problem, ich solle nur um 18 Uhr wieder am Bus sein, dann wäre Abfahrt. Von da an hatte in meinem armen Hirnkastel nichts anderes  mehr Platz als Habighorst. Ich würde bald meine "Mutti" wieder sehen, und ich konnte es kaum abwarten. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel, sagt man. Und der Himmel hat gelacht an diesem Tag. Ich machte mich auf den Weg nach Habighorst.
  Meine-Schule.jpgWeg.jpg










Vorbei an der Schule, in die ich damals eingeschult wurde, den langen Weg bis oben zur Kurve -
und dann sah ich das Ziel meiner Träume. Je näher ich kam, desto schneller ging ich. Da, das Haus, die Treppe rauf und schellen.....Mir schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis die
ann zu einem Bauern im Lippischen verbannh kann mich erinnern, daß es mir dort gut gefiel.Man behandelte mich freundlich, und ich tat meine Arbeit auch gern. Nun war ich ja auch in einem Alter, in dem Mädchen sich für Jungen interessieren, ganz normal. Ich muß da wohl einen erwischt haben, der meinen Bauersleuten nicht gefiel, mir aber sehr wohl. Ich habe mich trotz Verbot immer wieder mit ihm getroffen, kam vom Ausgang zu spät heim, was immer wieder neuen Ärger nach sich zog.

Brand-Gotteshuette.jpg
Es wurde Bericht ans Heim erstattet. Und dort war man schließlich der Meinung, ich müsse da weg, um größerem Unglück vorzubeugen. Meine "Mutti" bekam einenBericht, wie schlecht ich doch wäre, und sie war natürlich entsetzt. In der Hütte war man derweil nicht faul und hatte schon eine neue Stelle für mich, und die Bauersfrau sollte mich wieder zurück bringen. Der tat die Renate leid; aber sie sei "unverbesserlich",
schrieb sie.

TanteElfriedeschreibta.Sr.Klara.jpgUnd so landete ich erst mal wieder in der Gotteshütte. Meine Berichte hatten nun noch einen Zusatz bekommen: "Renate ist unpünktlich und trifft sich häufig mit Jungen, wobei sie mit der Auswahl nicht wählerisch ist" war nun bekannt.
Meine "Mutti" schrieb einen Brief an  Schwester K. Sie hatte mich beim Bauern mal besucht, fand die ganze Gegend ungeheuer abgelegen, wie sie mir später mal erzählte. Die Bauersleute fand sie aber sehr nett. Ich wurde dann bald zu dem Pastor in Löhne-Ostscheid gebracht. Von dort konnte ich alle 2 Wochenenden, immer wenn ich Freizeit  hatte, nach Habighorst fahren, die Verbindung wurde also wieder enger, Gott sei Dank. Die Wochenenden bei ihr waren herrlich. Die Zeit bei Pastors weniger, aber man mußte nach Muttis Meinung immer schön den untersten Weg gehen. Wenn ich Montags Morgens wieder kam, mußte ich in den Keller und für die ganze Familie die Schuhe putzen.

media_2465.jpg.jpgDa habe ich dann so still vor mich hin geweint, ohne daß es einer merkte. Die Pastors und ich mochten uns offensichtlich wohl gegenseitig nicht, es ging nicht gut,  und in der Hütte war man dann der Ansicht, ich solle besser in einer ebenfalls nicht sehr weit  von meiner lieben Mutti entfernt gelegenen  Gastwirtschaft arbeiten. Ich bin in meinem Leben echt schon was umgezogen...Die Gastwirtschaft sollte dann meine letzte Stelle sein, bevor ich dann endgültig nach Habighorst ziehen durfte. Meine Heimzeit war damit aber noch nicht vorbei, denn die Hütte und das Landesjugendamt Münster hatte immer noch ihre Hand über mir und all meinem Tun.Immerhin konnte ich mir dann meine nächste Dienststelle selber aussuchen, ich fand sehr schnell bei der Firma Dörffler in Bünde Arbeit. Mit scheinbar übersinnlichen Wahrnehmungen wußte man in der Hütte noch schneller als der Blitz Bescheid und mir wurde an Herz gelegt, nur ja und unter gar keinen Umständen diese Arbeit zu kündigen, ohne die gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten. Nun, ich wollte ja auch gar nicht kündigen. Ich freute mich jeden Morgen auf meine Arbeit, denn ich hatte einen Arbeitskollegen kennen und schätzen gelernt. Wir steckten ständig zusammen, so oft es unsere Freizeit erlaubte.
RastmitDunkelbier.jpg.jpgWir kamen uns näher, fuhren mit seinem Motorrad aus. Er besuchte mich in Habighorst und auch meine "Tante Friede und Onkel Willi" fanden den jungen Mann in Ordnung. Ich war glücklich und wollte nun so schnell wie möglich heiraten, um eine eigene Familie zu haben, und endlich tun, was ich will. Wir haben uns dann heimlich verlobt, in einem Zelt an einem 17. Juni, richtig mit Verlobungsring und Verlobungskuß, wie sich das gehört. Mein damaliger Verlobter war schon 29 Jahre alt; aber ich war noch nicht volljährig, also mußte ich an die Hütte schreiben und bitte bitte sagen.
Heiraten.jpg


Schwester Klara schrieb an das Landesjugendamt.

Ich bekam die Erlaubnis zum Heiraten, am 07. November 1959 war die Trauung beim Standesamt in Bünde. Ich bekam dann bei einem gemeinsamen Besuch mit meinem Mann in der Hütte mein Sparbuch mit 960,00 Mark, mußte aber dem Herrn Thümmel, der inzwischen Heimleiter war, einen genauen Bericht abliefern, was mit dem Geld gekauft wurde. Den hat er auch bekommen. Und ich -
bekam praktisch meinen Entlassungsschein! Auch das habe ich jetzt aus der Heimakte erfahren. Das heißt, den Schein bekam der Rektor Ohlenburger,
der ja unser Vormund war. Hier ist er.



Entlassung.jpg

Der Schein in die "Freiheit", dachte ich. Nun sollte endlich alles besser werden, endlich sollte ich tun dürfen, was ich wollte. Doch auch mein zukünftiger Mann bekam einen "Bericht" und die Empfehlung, eine straffe Hand walten zu lassen.Daran hat er sich gehalten, und so waren meine nächsten 17 Jahre praktisch die Forsetzung meiner Dienststellen, nur daß ich  vom Gatten  auch noch Schläge bekam.

Noch ein kleiner Nachtrag
  
Am 07. November 1959 heiratete ich meinen Andreas.
Wir suchten eine Wohnung und mußten Möbel haben.
Mein Sparguthaben war noch im Heim,
ich mußte also wieder Bitte Bitte sagen.


Fohe Weihnachten an alle i.d. Gotteshütte

Aktenvermerk d. Herrn Thümmel, Heimleiter
Schlußabrechnung über Gekauftes vom Sparguthaben.

Und damit konnten wir dann unser "Nest" bauen.



beste von allen

 


Rückblickend 

kann ich sagen, daß meine Zeit in der "Gotteshütte" von Lieblosigkeit geprägt war. Es war niemand da, der mich mal in den Arm genommen hat und mir sagte, daß ich wichtig bin, daß ich nützlich bin, daß ich geliebt werde. Nein, ich kann nur immer wieder sagen, daß mir ständig suggeriert wurde, nichts zu taugen, unzuverlässig, trödelig, vorlaut, und der straffen Hand bedürfend zu sein, sogar als arrogant wurde ich eingestuft.
Mit diesem "Zeugnis" wurde ich dann in meine diversen Arbeitsstellen entlassen. Ich war überall von vorne herein die, die man beaufsichtigen mußte, weil sie sonst faul war. Diesem "Heimkind" konnte man doch nicht trauen, es lügt, es stiehlt wahrscheinlich auch noch, man sollte die Zügel so stramm wie möglich halten. Es soll mir bitte niemand sagen, diese Bewertungen seien nicht so ernst zu nehmen, denn das stimmt ganz einfach nicht. Sie waren für mein späteres Leben der Freifahrtschein, der Ungerechtigkeiten und Erniedrigungen mir gegenüber rechtfertigte, die meine Arbeitgeber begangen.

Ich bin nie geschlagen worden, wurde körperlich nie mißhandelt, mein Lohn für die Arbeit wurde auf ein Konto für mich gelegt, ich habe die Berufsschule besuchen können und hatte, wenn auch wenig, aber immerhin auch Freizeit. Ich bekam ausreichend zu essen und Kleidung. Das alles war korrekt. Ich wurde nur an einer sehr sehr kurzen Leine gehalten und hatte so gar keine Chance, mich normal und meinem Alter gerecht werdend, zu entwickeln. Es waren immer nur Verbote und Regeln, die mein Leben bestimmten. Meine Psyche hat Schaden genommen, der nie ganz wieder gut zu machen ist. Die Prägungen bleiben.


Ich war also Fürsorgezögling
bis quasi zu meinem 20. Lebensjahr.


Ich hatte im Heim und bei meinen späteren Arbeitgebern kein Selbsbewußtsein gelernt. Im Gegenteil, durch die ewigen schlechten Bewertungen wurde mir ja ständig vermittelt, nichts wert zu sein.
Ich hatte es gewagt, meine Haushalts-Lehre abzubrechen, man war mir böse und steckte mich dann auch zu einem Bauern so ziemlich am Ende der Welt. Eine neue Chance bekam ich nicht, man war nicht geneigt, mich zu fördern, wie Schwester Klara sich ausdrückte. Mir wurde Intelligenz bescheinigt, mir wurden "ganz andere Fähigkeiten" zugesprochen; aber man gab mir keine Gelegenheit, diese Fähigkeiten auch zu leben, etwas zu lernen, was diesen Fähigkeiten entsprach. Nein, ich blieb immer die
Hausgehilfin, die in diversen Stellen arbeiten durfte, die sich schikanieren lassen durfte, ganz wie es den Herrschaften gefiel, wo sie gerade war.
Der Fürsorgezögling Renate Müer war offenbar zur Putzfrau geboren.  
Ich hatte aber genug von den ständigen Bevormundungen und Repressalien,
Ungerechtigkeiten und Demütigungen, wollte endlich mal das tun, was ich mir wie nichts auf der Welt wünschte: Frei sein, endlich FREI! Endlich
selber bestimmen, wo ich was und wie mache.
Weltfremd und unerfahren wie ich war, wollte ich heiraten, meine eigene
Familie gründen, etwas haben, was ich versorgen und lieb haben konnte.
Ich, die bis dahin noch nicht viel von der Welt gesehen hatte, wollte sofort
heiraten, was ja auch klappte. Mein Mann war von Schwester Klara in der Gotteshütte dazu angehalten worden, die Zügel straff zu halten.

Und mein Mann hat sich dran gehalten.
Es kam die Fortsetzung meiner Fürsorgezeit,

nur kamen noch Schläge hinzu.


beste von allen

Durch meine Akteneinsicht wurde ich noch einmal heftig mit meiner unter Fürsorge stehenden Zeit konfrontiert. Meine Biografie ist nun vollständig, was mir schon sehr wichtig war und ist. Ich weiß jetzt, wo ich überall gewesen bin.
Langsam kehrt wieder Ruhe  in meine ziemlich in Aufruhr geratene Seele ein.


   Meine persönliche Heim - Geschichte endet hier.

Die Artikel "Meine Erinnerungen an Habighorst"
und Mein Besuch in der "Gotteshütte" sind noch Bestandteil meiner Heim - Geschichte.


beste von allen
   




















 



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Published by Renate.M. - in Rückblicke
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Kommentare

Andreea 05/19/2010 23:46


Das ist sehr lieblich!


Renate.M. 05/19/2010 23:49



Danke Andrea, ich freu mich, daß es Dir gefällt.



Andreea 05/06/2010 19:14


schön finde ich das...


Renate.M. 05/06/2010 19:16



Danke fürs Löbchen.....



Anja-Kind 03/16/2010 13:06


Den Text "Ich weiß" finde ich mehr als ansprechend, der hat es in sich! Ja, Selbsttreue...


Renate.M. 03/16/2010 13:31



Danke mein Anjakind, ich freu mich, daß es Dir gefällt. Ich hätte aber drauf schwören können, daß gerade der Text Dir zusagt. Laß Dich umarmen vom Mütterlein.



Anja 02/19/2010 18:04


Ich frage mich immer wieder, welch eine Sorte wir Menschen eigentlich sind, daß wir- der eine mehr, der andere weniger, ist klar- zu Dingen fähig sind wie denen, die hier so beschrieben werden...
da kann einem nur schlecht werden. Und ganz besonders wird es mir das, denke ich daran, wie der für mich liebste Mensch, meine Mutter Renate Michel, ins Leben starten durfte, so daß ihr Leben bis
heute nicht unbedingt auf Rosen gebettet ist, es nie war... WA - RUM ??!!!

Ich kann nur meine Bewunderung dafür aussprechen, wie mein liebes Mütterlein sich trotz allem entwickelt, was sie auf menschlicher Ebene erreicht hat. Sie ist so kostbar, so wertvoll!!!

Denen, die bis heute das Gefühl haben, nichts wert zu sein, hilft es hoffentlich mindestens(!!) ein bißchen, wenn sie sich mal vor Augen halten, wer angesichts all der wahrhaft netten Geschichten
wirklich der letzte Dreck ist. Wobei mir bewußt ist, der VERSTAND weiß es...


Renate.M. 02/19/2010 18:16



Liebstes Anjakind, ich danke Dir für Deinen super Kommentar.
Du sprichst aus, was viele denken und das ist gut so.
Ich bin dankbar, daß wir es jetzt so gut haben in dem Sinne,
daß wir uns gemütlich und ohne irrgendwelchen Druck
zusammen setzen können.
Das iost so kostbar und wir können es hoffentlich noch lange.
Laß Dich drücken vom Mütterlein.



Mack Sonja 01/09/2010 22:29


Hallo Renate,

Ich bin jetzt neugierieg. Kann es sein dass ich mal eine Reportage über dich im Fernsehen gesehen habe, über diese Geschichte?

Liebe Gruesse aus Luxemburg,

Sonja


Renate.M. 01/10/2010 01:15


nein, im TV war ich noch nie, ich schreibe das nur für mich, was ich erlebt habe.
Es gibt viele solcher Lebensläufe, das ist sicher.
Danke für Dein Interesse.
Liebe Grüße
Renate.


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  • : Dieser Blog beschreibt meine ersten 20 Lebensjahre, während der ich unter der Aufsicht des Landesjugendamtes Münster stand.
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Zünd eine Kerze an

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Das Leben

Das Leben

22-copy-1.gif

Immer wieder treten

Menschen
in dein Leben,
die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,
einige nehmen einen kleinen Teil
deines Herzens mit,
andere verschwinden so schnell
wie sie gekommen sind,

und noch andere hinterlassen

Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Laufe der Zeit,
die Narben verblassen und

verschwinden,
dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen,die

in dein Leben treten,
die dich ein Stück begleiten,
vielleicht sogar für den Rest

deines Lebens.
Aber Narben erinnern dich

immer daran,
das die Vergangenheit

einmal Realität war

 

Quelle unbekannt

Wunderschöner Regenbogen

Ein wunderschöner

Regenbogen

 

regenbogen.gif 

 


Ein wunderschöner Regenbogen,
dem grauem Wolkenmeer

entsprungen,
war grad am Himmel aufgezogen,

als mit den Tränen ich gerungen.


Er strahlte heiter durch den Tag
mit seinem bunten Farbenkleid,
der alle Tränen trocknen mag -
ein Leuchtturm in der
Dunkelheit.

Sein Farbspiel hielt soviel bereit:
Blau, wie der Meere kühles Naß;
Grün, wie der Pflanzen

Blätterkleid;
Gelb, wie ein volles
Honigfaß.

Und Rot, der ew'gen Liebe

Zeichen,
die schönste Farbe ohne Frage -
wird stets direkt mein Herz

erreichen
und lindern Kummer, Schmerz

und Plage.

Für einen kurzen Augenblick,
den man kaum beschreiben kann,
enpfand ich allerhöchstes Glück,
hielt
staunend meinen Atem an.

Als er schon längst

entschwunden war,
dacht' ich noch voller

Dankbarkeit
an den Regenbogen klar
und sein buntes

Farbenkleid...

 

  Blog


 

Balsam für deine Seele

Ein liebes Wort ist wie ein Licht
das in den Alltag scheint,
es ist wie Balsam für das Herz,
das manchmal heimlich weint


Ein liebes Wort zur rechten Zeit,
ist Trost und Kraft zu gleich,
es ist des Herzen Dialog
und macht uns froh und reich

Ein liebes Wort
ist schnell gesagt,
doch fällt es oft so schwer,
es scheint als ob die Ignoranz
in uns einfacher wär


Ein liebes Wort verändert,
bringt Friede in die Welt,
es ist ein Regenbogenlicht
das in deine Seele fällt.

 

Copyright Monika Schudel, Schweiz, http://www.mschudel.ch

Originaltitel: Ein liebes Wort

 

  Blog

Ich weiß
.dass ich nicht ernst genommen werde,
weil meine Einstellung zum Leben
anders ist, als die,
der allermeisten Menschen.


Ich weiß
...dass ich ausgelacht werde,
weil ich Menschen und Tieren helfe
und viele sagen,
ich sei ein Typ zum

"ausnützen".

Ich weiß
...dass schlecht über mich

geredet wird,
weil ich mich für

Gerechtigkeit
und die Schwachen einsetze
und das Viele nicht verstehen.


Ich weiß,
dass sie über mich lachen,
weil ich behaupte,
dass jedes Lebewesen,
unseren Schutz und Respekt

verdient.

Ich weiß...
...dass ich als altmodisch

gelte,
weil die Familie für mich
als Urzelle der Gesellschaft
einen sehr hohen Stellenwert

einnimmt.

Ich weiß...

dass ich angegriffen werde,
weil Liebe, für mich etwas

anderes bedeutet,
als in Film, Fernsehen und

Medien
dargestellt wird.


Ich weiß

dass ich als unrealistisch

hingestellt werde,
weil ich trotz allem

an das Gute glaube.

Ich weiß
...aber auch,
dass ich das alles

verkraften kann,
weil mich EINER schützt

und trägt
und mir die Kraft dazu

verleiht.

...und außerdem weiß ich,
dass ich keine Marionette
der Gesellschaft sein will,
sondern –


MIR SELBST TREU BLEIBEN !


 

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