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25. März 2010 4 25 /03 /März /2010 14:29



Trennlinien 22


Nach 55 Jahren
Ein Besuch in der Gotteshütte
,
die heute ganz einfach "Hütte" genannt wird






Das Wichernhaus


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Kurzer Rückblick


Ich war gerade 12 Jahre alt geworden, als ich in die Gotteshütte kam,
in dieses Heim aus roten Backsteinen.


  



An diese Zeit kann ich mich komischerweise am wenigsten erinnern. Ich weiß nur, ich war im Wichernhaus, unten war der Aufenthaltraum, nach oben ging es in den Schlafsaal mit den 21 Betten, und an das Bettenbauen kann ich mich noch sehr gut erinnern. Überhaupt war Sauberkeit und Ornung ein ganz furchtbar wichtiges Erziehungsziel. Wir sollten ja brauchbare Mitglieder der Gesellschaft und in dieser gute Hausfrauen werden. Das Fräulein Hanke war ein rechter Putzteufel, und die Möbel des Aufenthaltsraumes standen öfter auf der Terrasse als im Aufenthaltsraum, weil da mal wieder geschrubbt werden mußte. Ich dachte aber wohl noch gar nicht dran, irgendwann Hausfrau zu sein, und so trödelte ich gerne herum und quasselte lieber mit den Mädchen, was mir dann den Spitznamen "Trödel" einbrachte, außerdem einen nicht sehr wohlwollenden Eintrag im nächsten Bericht.




Sinn und Unsinn dieser Berichte

Berichte sind Bewertungen über die gute oder weniger gute Führung, praktisch ein Führungszeugnis. Sie können das weitere Leben positiv oder negativ beeinflussen. Mein erster Bericht sagte aus, daß ich herzig und lieb bin; aber dauernd weg laufe, und es käme Trotz durch. Im nächsten stand wieder, ich liefe dauernd weg. Weitere Berichte bescheinigten mir, daß ich eine straffe Hand brauche, daß mein Mund nicht still stände. Ich wäre ein unruhiger Geist, wäre aber anhänglich und ansonsten folgsam. Den niederschmetternsten Bericht schrieb dann Schwester I.,weiter oben ist er abgebildet. Und weil es so schön vorgegeben war, der Lehrer K. gleich noch hinterher. Im nächsten Bericht wurde noch einmal alles zusammengefaßt. Ich wäre halt immer ein schwieriges Kind gewesen und hätte der straffen Führung bedurft. In meinem Blog habe ich diese Berichte abgebildet.http://www.aus-dem-leben-eines-heimkindes.de/ Dieses Muster wurde immer weiter so übernommen. Die Gotteshütte hat noch ein paar Korrekturen dazu getan, z.B. ich sei bei meinen Arbeiten trödelig (Spitzname "Trödel") und unzuverlässig, hätte einen vorlauten Mund. Die schulischen Leistungen waren zufriedenstellend. Ich wäre musisch veranlagt, spiele recht gut die F-Flöte, könne meinen Fähigkeiten nach zu urteilen mehr leisten, als ich eben leiste. Also großer Mund, faul, antriebslos, unzuverlässig......bis zum Lügen und Stehlen nur ein kleiner Schritt, das kam dann später bei den Berichten meiner Arbeitgeber noch hinzu. mal mehr, mal weniger kraß. (Wer unzuverlässig und faul ist, lügt und stiehlt ja auch bestimmt). So wurden dann diese Berichte immer "vollständiger", das Bild rundete sich ab. Der Zögling Renate Müer war abgestempelt.
 




Ein Tagesablauf, wie ich ihn erinnern kann.


Wenn 20 Mädchen gleichzeitig aufstehen, stellt man sich ein Gedrängel und Geschubse vor. Bei uns war das alles schön gesittet und ordentlich. Die Betten mußten pennibel genau gemacht werden, möglichst ohne Falten. Vor dem Bett stand ein Hocker, auf den die Wäsche abends zusammengefaltet gelegt wurde. Betten fertig? Dann runter in den Aufenthaltraum, es gab Milchsuppe und Marmeladenbrot. Immer.
In der Regel ging es dann auch nach dem Frühstück rüber in die Schule.
Die Gotteshütte hatte eine eigene Lutherschule. Wir hatten also gar keinen Kontakt zu den Schülern aus dem Dorf Kleinenbremen, wo die Gotteshütte liegt.
Dann Mittagessen und Schulaufgaben. Der Nachmittag verlief unterschiedlich. Ich wurde oft zum Kartoffelschälen eingeteilt. Da saßen dann etwa 10 Mädchen im Keller neben der Küche und schälten Kartoffeln.
In der Erntezeit mußten wir aber auch oft mit aufs Feld des heimeigenen Bauernhofes, zum Beispiel Kartoffeln aufsuchen.





Ich war musisch veranlagt, und darum war es für mich ein Segen, als eine Schwester Gerda kam, die in der Gotteshütte einen ganz hervorragenden Blockflötenchor ins Leben rief. Sie brachte auch einen Teil von uns Hüttenkindern in den Kirchenchor in Kleinenbremen. Die Kirche war uns gut bekannt, denn wir marschierten jeden Sonntag in wohlgeordneten Zweierreihen dort hin. Ich fand das in die Kirche gehen gut. Nicht, daß ich jetzt unheimlich fromm gewesen wäre; aber ich liebte das Spiel der wunderschönen Kirchenorgel, und ich schwärmte für den Organisten. Wir lernten in der Gotteshütte das halbe Gesangbuch auswendig, konnten ein paar Psalmen und Bibelstellen aufsagen. Ich wurde mit 14 Jahren konfirmiert. Eine Woche vor dem großen Tag sollte die Prüfung sein. Leider hatte ich mal wieder eine Mandelentzündug mit hohem Fieber und konnte nicht mit, um meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Katastrophe! Ich lag im Bett und heulte. Natürlich wurde ich trotzdem konfirmiert, denn man wußte, daß wir Heimkinder gut gelernt hatten. (mußten)


  



Die Schulzeit war nun also vorbei und der sogenannte Ernst des Lebens sollte beginnen. Ich wurde verlegt in das Fliednerhaus, wo die schulentlassenen Mädchen untergebracht waren. Dort sollten wir auf das Leben "draußen" vorbereitet werden. Und dort herrschte Schwester Erika mit strenger Hand; aber gerecht war sie. Wir schliefen in kleineren Gruppen, etwa mit 4 Mädchen in einem Zimmer. Ein Jahr war ich im Fliednerhaus. Während der Zeit war ich in der Nähstube, der Waschküche und in der Küche tätig. Hier ist ein Foto, wie sie heute aussieht, sie ist nicht mehr in Betrieb, weil die heutigen Gruppen sich autonom versorgen.
 


 


Vorne waren noch 2 riesigeDampfkessel, in denen die morgendliche Milchsuppe gekocht wurde. Und darin wurde auch diese furchtbar gräßliche Graupensuppe fabriziert, die ich so abgrundtief haßte, daß ich bis vor Kurzem keine mehr gegessen habe. Die war nämlich so dick, daß der Löffel drin stecken blieb, wenn sie mal kalt wurde. Igittegitt......!..... "Küchenchef" war eine Diakonisse. Sie war der Meinung, man müsse zum Kochen Mut haben, weil oft etwas so heiß würde, und man müsse dann trotzdem zupacken. Oh ja, das bekam ich irgendwann zu spüren. Ich sollte eine Emaille-Kaffeekanne für mindestens 20 Personen zu den Bauarbeitern bringen, die oben den Hof bearbeiteten. Anstatt mir einen Topflappen zu nehmen, faßte ich mit bloßen Händen zu - und klatsch lag die Kanne zu meinen Füßen und der Kaffee hatte mir den einen Fuß total verbrannt. Folge: 14 Tage Fliednerhaus-Bett.




Nachdem ich dann nach der Schulentlassung noch ein Jahr lang in der Gotteshütte in Nähstube, Küche und Waschküche gearbeitet hatte, war man wohl der Ansicht, daß ich jetzt aufs Leben vorbereitet sei und vermittelte mich in eine Haushaltslehre außerhalb des Heims, aber im Dorf Kleinenbremen. Ich hatte ganz andere Berufswünsche, wollte gern Säuglingsschwester werden, oder ins Büro oder Musik studieren. Das waren natürlich "Flausen", die man mir schnell ausredete. "Solche Sachen" wurden nicht gefördert, es reichte immer nur zur Putzfrau.


 


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Der Besuch der Hütte






Wie kommt man dazu, nach 55 Jahren das Heim zu besuchen?
Das Internet hat es geschafft.
In einer Seite war ein Bericht von Porta Westfalica, der ganz gut aufgemacht war.
Ich kam an die Stelle, welche Gemeinden zu Porta Wastfalica gehörten, und las Kleinenbremen. Da war meine Neugierde geweckt. Ich habe dann einfach mal Gotteshütte eingegeben und fand die Homepage der Hütte, wie sie heute liebevoll genannt wird. Ein Gästebuch dort brachte mir dann Mailverbindung mit ein paar Ehemaligen Heimkindern. Die waren aber alle viel jünger und kannten die Gotteshütte so nicht, wie sie zu unserer Zeit war.
Klaus K. schickte mir dann die ersten Fotos von der Hütte, und ich muß sagen, es kam mir alles bekannt vor, eben der alte Kern der Gotteshütte.




Ich schrieb dann auch die Verwaltung der Hütte an und wurde sehr freundlich an den Heimleiter weiter geleitet. Er kümmert sich sehr um Ehemalige, und so kam dann auch eine Einladung zum Besuch zustande.
Vor dem Bescuh war noch etwas Sensationelles für mich: Ich bekam meine Heim-Akte. Ich hielt mein Leben in Händen, zusammengefaßt auf einen zerschlissenen und vergilbten Ordner, rosa war er ursprünglich.
Endlich fügten sich die fehlenden Mosaiksteinchen ein, ich bekam meine lückenlose
Biografie, die mich dann erst mal tagelang und sogar wochenlang beschäftigte.



 


Meine Tochter Anja und ich waren mit dem Zug bis Minden gefahren,
und von dort holte

uns der jetzige Heimleiter Herr D....mit dem Auto ab.
Ich war aufgeregt, voller Spannung.
Ich wußte ja von Bildern, wie die Hütte jetzt aussieht.
Aber alles auf Fotos sehen und in echt erleben sind doch 2 Paar Schuhe.
Die Überlegung kam mir, daß es doch merkwürdig war, jetzt unbedingt in die Hütte zu wollen, und damals sind wir Mädchen dort abgehauen. So merkwürdig war
es aber sicher auch nicht, denn ich wußte ja, daß wir hier wieder raus konnten,
wann immer wir es wollten.
Langsam fuhren wir oberhalb der Hütte die Waldstraße lang und kamen
direkt auf das riesig anmutende Fröbelh
aus zu.

 


Weiter ging es den Weg runter und dann rauf auf den Hof.
Natürlich war ich neugierig auf die Gotteshütte, ich wollte ja alles mal wieder sehen.
Da stand nun dieser Backstein-Komplex, unser Lied schoß mir durch den Kopf: Und hinter Kerkermauern, müssen wir die Zeit versauern" oder so ähnlich war eine Zeile.






Ach du liebe Güte, was ist mit der dicken Linde passiert?
Ihr Äste ragten reichlich ramponiert in die Luft.
Wenn ich mich so umsah, war der Kern dieses Heimes noch so wie vor 55 Jahren.
Die Fenster waren neu, fiel mir sofort auf, und Türen waren teilweise neu.
Leider hat es an dem Tag geregnet, und ich konnte nicht viel Fotos machen,
darum sind hier teilweise auch welche von anderen ehemaligen Hüttenkindern,
die schon zu Besuch da waren.






Die Linde in ihrer ganzen Pracht - das "zerrupfte Gestell", was da jetzt auf dem Hof stand, sorgte während des Besuchs immer wieder für Erheiterungen. Ich konnte es mir eben nicht verkneifen, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, welche schöner Baum die Linde früher war. Es war aus Sicherheitsgründen leider nötig geworden, die Äste drastisch zu stutzen, da war wohl viel morsches Geäst dran.
Aber sie ist doch wirklich ein Prachtstück, wie sie da so steht, nicht wahr?






Die heimeigene Luther - Schule, oben rechts die beiden Fenster gehörten zu unserem Klassentraum. Unten links neben der Tür war damals die Nähstube.
Links von der Linde fing das Fröbelhaus an, da waren die Jungens bis etwa 10 Jahren untergebracht, dann kamen sie in ein anderes Heim.Ich bin nie in diesem Fröbelhaus gewesen, ich hatte da nie was zu tun. Wir wsaren auch jetzt nicht dort, obwohl man einen ganz tollen Blick über den Hof auf die anderen Gebäude hat.
Wir haben überhaupt keine Kinder gesehen, und erfuhren dann, daß die Hütte,
eben dieser alte Kern überwiegend nur Schule ist.




Neue Wohnhäuser waren daneben gebaut, wir sind mal da her gefahren, damit wir uns ein Bild machen konnten.Ich habe die Bilder aus dem Netzt und bin von dieser super Einrichtung richtig begeistert.Sieht doch echt gemütlich aus.
Unsere Räume dagegen....nicht so toll.


Der Schlafsaal
Im Lindeneck




Das Wichernhaus, in dem ich untergebracht war.
Herr D, ging mit uns ins Haus. Du liebe Zeit, das war überhaupt nicht mehr "mein Wichernhaus", denn hier war nur Werkstatt. Wir kletterten in den ersten Stock, wo der Schlafsaal war,
alles umgebaut, es war nichts mehr zu erkennen. Über der weißen Tür die beiden Fenster gehörten zum Zimmer Fräulein Hankens.Ich weiß noch, daß ich damals mächtig stolz war, das putzen zu dürfen.






Das Wichernhaus, vom Verwaltungsgebäude aus gesehen.
Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, daß da hinten eine Tür und große Fenster waren, wir sind immer nur durch diese jetzt weiße Tür gegangen.Der Aufenthaltsraum unten war abgeschlossen, da konnte man nicht rein. War mir auch egal. Es hat mich irgendwie auch nicht interessiert. Das war alles so fremd, so unwirklich. Nichts hat mehr erinnert an die Zeit früher. Erinnerungen kamen keine, auch keine Emotionen, oder was man vielleicht erwartet hätte. Es war, als hätte ich einen Film gesehen. Ich war gar nicht wirklich dabei.





Der Besuch des Fliednerhauses, in dem ich ja auch untergebracht war, brachte auch keine Erinnerungen. Obwohl das klein und übersichtlich ist, konnte ich da nicht mal mehr das Zimmer finden, in dem wir geschlafen haben.
Ich habe offenbar alles abgehakt in meinem Kopf. Aus den Augen, aus dem Sinn, könnte man sagen. Ich war damals froh, da weg zu kommen, war nicht mehr so eingesperrt. Und ich kam eben "raus" aus dem Heim. Mein Hirnkastel hat wohl registriert: Fertig, hier gibt es nichts mehr zu bedenken.
Ich hatte ja bis zu meiner Heirat immer wieder mal mit der Gotteshütte zu tun, denn das Jugendamt hatte sein Hände
quasi während meiner ersten 20 Lebensjahre über mir.
Ich schließe auch dieses Kapitel nun ab. Es kann sein, daß wir die Hütte noch mal besuchen, mit dem neuen Heimleiter haben wir ein herzliches Verhältnis, so ein Heimleiter wäre damals gut gewesen.
Er wollte uns ja auch noch die Krippe zeigen, die früher in der Hütte im großen Saal stand. Heute hat sie ihren Platz
in der Dorf-Kirche in Kleinenbremen.
Wir sind auch da mal vorbei gefahren, konnten aber nicht rein, weil ein Handwerker den Schlüssel hatte, der ein eingeworfenes Fenster reparieren mußte. Im nahen Bückeburg waren wir auch, ebenso in Rinteln, was genau so nah dabei liegt.
Der Hüttenbesuch war ganz interessant, Erinnerungen braucht man wohl doch auch. Wir sind  sehr gut aufgenommen und bewirtet worden, und Herr D. hat sich sehr viel Zeit genommen für uns.    Dieses Kapitel meines Lebens kann ich nun aber getrost abschließen.

Vor Kurzem bekam ich dieses alte Foto der Gotteshütte,
es war etwa so 1940 aufgenommen worden,stand auf der Karte.





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Published by Renate.M. - in Tagebuch
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Kommentare

Anja-Kind 04/26/2010 01:16


Mein Mütterlein!


Der Besuch, bei dem ich Dich begleitete,in der Gotteshütte war wirklich ein Tag, der Eindruck machte...

Ja, die Linde... hihihihihiiiii!!

Das alles ist wirklich schön und anschaulich geschrieben. Durch diese Deine Fähigkeit zu schreiben lebt Dein Blog für mich in erster Linie.

An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum ersten Jahrestag Deines Blogs!!


Ganz liebe Grüße,


Dein Anja-Kind


Renate.M. 04/27/2010 11:23



Liebes Anjakind, Danke für die lieben Worte. Ja,, der Blog ist gewachsen gegenüber vor einem Jahr, lach.Er macht mir Freude und auch Arbeit. Ich werde immer weiter machen, bis er irgendwann voll
ist. Ich weiß gar nicht, wie viel da rein paßt.


Schön, in Dir so eine treue Leserin zu haben.


Also aufs nächste Jahr.


Liebe Grüße vom Mütterlein.



Anja-Kind 03/27/2010 19:57


Wer weiß, warum Du Dich nicht erinnerst...

Das hast Du alles so schön und anschaulich geschrieben!


Renate.M. 03/27/2010 20:02


Tja, das Bewußtsein und das Unterbewußtsein sind komplizierte Mechanismen.


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Das Leben

Das Leben

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Immer wieder treten

Menschen
in dein Leben,
die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,
einige nehmen einen kleinen Teil
deines Herzens mit,
andere verschwinden so schnell
wie sie gekommen sind,

und noch andere hinterlassen

Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Laufe der Zeit,
die Narben verblassen und

verschwinden,
dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen,die

in dein Leben treten,
die dich ein Stück begleiten,
vielleicht sogar für den Rest

deines Lebens.
Aber Narben erinnern dich

immer daran,
das die Vergangenheit

einmal Realität war

 

Quelle unbekannt

Wunderschöner Regenbogen

Ein wunderschöner

Regenbogen

 

regenbogen.gif 

 


Ein wunderschöner Regenbogen,
dem grauem Wolkenmeer

entsprungen,
war grad am Himmel aufgezogen,

als mit den Tränen ich gerungen.


Er strahlte heiter durch den Tag
mit seinem bunten Farbenkleid,
der alle Tränen trocknen mag -
ein Leuchtturm in der
Dunkelheit.

Sein Farbspiel hielt soviel bereit:
Blau, wie der Meere kühles Naß;
Grün, wie der Pflanzen

Blätterkleid;
Gelb, wie ein volles
Honigfaß.

Und Rot, der ew'gen Liebe

Zeichen,
die schönste Farbe ohne Frage -
wird stets direkt mein Herz

erreichen
und lindern Kummer, Schmerz

und Plage.

Für einen kurzen Augenblick,
den man kaum beschreiben kann,
enpfand ich allerhöchstes Glück,
hielt
staunend meinen Atem an.

Als er schon längst

entschwunden war,
dacht' ich noch voller

Dankbarkeit
an den Regenbogen klar
und sein buntes

Farbenkleid...

 

  Blog


 

Balsam für deine Seele

Ein liebes Wort ist wie ein Licht
das in den Alltag scheint,
es ist wie Balsam für das Herz,
das manchmal heimlich weint


Ein liebes Wort zur rechten Zeit,
ist Trost und Kraft zu gleich,
es ist des Herzen Dialog
und macht uns froh und reich

Ein liebes Wort
ist schnell gesagt,
doch fällt es oft so schwer,
es scheint als ob die Ignoranz
in uns einfacher wär


Ein liebes Wort verändert,
bringt Friede in die Welt,
es ist ein Regenbogenlicht
das in deine Seele fällt.

 

Copyright Monika Schudel, Schweiz, http://www.mschudel.ch

Originaltitel: Ein liebes Wort

 

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Ich weiß
.dass ich nicht ernst genommen werde,
weil meine Einstellung zum Leben
anders ist, als die,
der allermeisten Menschen.


Ich weiß
...dass ich ausgelacht werde,
weil ich Menschen und Tieren helfe
und viele sagen,
ich sei ein Typ zum

"ausnützen".

Ich weiß
...dass schlecht über mich

geredet wird,
weil ich mich für

Gerechtigkeit
und die Schwachen einsetze
und das Viele nicht verstehen.


Ich weiß,
dass sie über mich lachen,
weil ich behaupte,
dass jedes Lebewesen,
unseren Schutz und Respekt

verdient.

Ich weiß...
...dass ich als altmodisch

gelte,
weil die Familie für mich
als Urzelle der Gesellschaft
einen sehr hohen Stellenwert

einnimmt.

Ich weiß...

dass ich angegriffen werde,
weil Liebe, für mich etwas

anderes bedeutet,
als in Film, Fernsehen und

Medien
dargestellt wird.


Ich weiß

dass ich als unrealistisch

hingestellt werde,
weil ich trotz allem

an das Gute glaube.

Ich weiß
...aber auch,
dass ich das alles

verkraften kann,
weil mich EINER schützt

und trägt
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dass ich keine Marionette
der Gesellschaft sein will,
sondern –


MIR SELBST TREU BLEIBEN !


 

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