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8. Januar 2010 5 08 /01 /Januar /2010 13:37

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Beim Schreiben kommen immer mehr Erinnerungen

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Man sagt, der Mensch erinnert sich ab etwa 4 Jahren an seine Kindheit zurück.
Ich begebe mich jetzt mal auf die Suche nach mir selbst.


Meine erste Kindheitserinnerung führt mich auf einen Balkon, wo ich mit mehreren Kindern war und wo eine Frau Schuhe putzte. Ich weiß, daß ich fror und rein wollte.
Vermutlich war das in Schweicheln, denn dort war ich öfter mal zwischendurch, wenn dieses "Paketchen Renate" wieder irgendwo anders hingeschickt wurde.
Wenn das mit dem Erinnerungsvermögen ab 4 Jhren stimmt,
kam ich bald an die beste Adresse, die ich im Leben hatte.

Zu meiner "Mutti" nach Bünde/Habighorst

Meine-Tante-Friede.jpg.jpgSie war der liebste Mensch, den ich im Leben kennen lernen durfte.


1Ich erinnere mich ganz schwach, daß mich 2 Frauen von irgendwo mit dem Fahrrad abholten. Sie erzählten so nett und ich hatte Zutrauen zu ihnen. Es war meine "Mutti" Elfriede und ihre Schwester Hanna, für mich dann Tante Hanna. Tante Hanna hatte blonde Haare und einen Aquamarinring am Finger. Sie nannte mich Jahre später immer Butterfresser, weil ich einmal in großer Hitze ein Päckchen Butter vom Tante-Emma-Laden (die Frau hieß wirklich Emma und der Mann hieß August) holte, die mir dann in der Hand zu fließen begann, und leckte das immer fleißig ab. So war ich dann der   Butterfresser, was ich gar nicht so lustig fand.
Bevor ich zu meiner Mutti kam, lebte ich bei einer Familie in Bielefeld-Gadderbaum.
Dort bin ich immer weg gelaufen und zur Strafe haben sie mich in den Ziegenstall gesperrt. Das weiß ich zwar nicht mehr; aber meine Mutti hat mir mal erzählt, daß ich das anfänglich bei ihr immer ganz vorwufsvoll beklagte.
Ziegen hatte Mutti nicht; aber Kaninchen, die hießen alle Muckelchen.
Schwein1KaninchenUnd dann das Schwein, was immer Hansi hieß.  Hansi mußte im Winter sein Leben lassen, damit wir immer Fleisch und Wurst und Schinken zu essen hatten, was zu der Zeit um 1944 ja nicht so selbstverständlich war. Hansi lebte im Keller, und man konnte es schon am feinen Duft erkennen, wenn man ins Haus kam.

Noch einen anderen Duft hatten in der Zeit fast alle Häuser der Nachbarschaft:
Hier wurden in Heimarbeit Zigarren gefertigt, meine Mutti stellte die auch her.
So ähnlich sah auch Muttis Klavier aus.

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Zur Veranschaulichung gebe ich hier einen Artikel über die Zigarrenstadt Bünde rein.
Das wunderschöne Bild vermittelt einen Eindruck vom Zigarrenmachen in den Familien.


Das Klavier
Das war ein "Klavier für 4 Hände"
Der Arbeitsplatz der Zigarrenmacher wurde Klavier genannt.

Bünde - Zigarrenmetropole in Ostwestfalen


Als man Zigarre noch mit C schrieb, entwickelte sich die kleine ostwestfälische Stadt Bünde zur Metropole der deutschen Tabakverarbeitung. 1880 gab es dort 18 Zigarrenfabriken und vier große Herstellungsbetriebe für hölzerne Zigarrenkistchen. Neben den vielen festen Beschäftigten in den Betrieben standen auch noch jede Menge Heimarbeiter in Lohn und Brot der Tabakindustrie, die zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Kleinstadt wurde. Auch heute ist Bünde noch eine Top-Adresse in Sachen Zigarre.

 

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Von meiner Zeit in Habighorst weiß ich eigentlich noch recht viel, im Gegensatz zu späteren Aufenthalten.

 

Tante Friedes Haus 2


Dieses Haus war während fast 6 glücklicher Kinderjahre mein Zuhause.


Nebenan wohnte Tante Lene (die Nachbarn  hießen damals alle Tante und Onkel, das war zu der Zeit so.) Tante Lene hatte den furchtbaren Günter, der noch mit 4 Jahren in die Hosen machte und oft genug von uns anderen Kindern nach Hause geschickt wurde, weil er möffelte. Und einen schrecklichen Giftzwockel von Hahn hatte sie auch. Wenn wir Kinder ihr auf dem Hof zu laut wurden, ließ sie den kurzerhand aus dem Stall, und weg waren wir. Auf dem schönen langen Hof hatten wir uns dann mal eine Schlinderbahn

(Rutschbahn auf Eis)gemacht.  Herrlich, in einem Zug die ganze Strecke lang zu kommen. Am nächsten Morgen war dann unsere schöne Schlinderbahn zur Aschenbahn geworden, Tante Lenes Rache. Rundherum wohnten Kinder, und weil die Eltern Zigarren machten,

spielten die Kinder meistens draußen auf dem Hof, mal bei dem, mal bei dem.


puppen 44

Liebend gern ging ich zu den beiden Mädchen ein paar Häuser weiter.

Sie hatte so wunderschöne große Puppen mit einem richtigen Puppenwagen.Aber als sie meiner Bitte, diese Puppen mal auf den Arm nehmen zu dürfen, nicht nachkamen, waren es "diese blöden Ziegen mit ihren blöden Puppen". So ähnlich sahen die Puppen aus.

Schöne große Käthe Kruse, das Echtheitsschild machten ihre Mütter nie ab,

denn es sollte ja jeder sehen, daß die Puppen gut und teuer waren.

 

 

Der Ernst des Lebens begann


Irgendwann war die "nur-Spielen-Zeit" vorbei und ich wurde eingeschult. Ich war wohl ein schrecklich unruhiger Geist und war äußerst mitteilungsbedürftig. Das störte natürlich, denn in der Klasse wurden alle Schuljahre gleichzeitig unterrichtet. Immer eine Klasse, die anderen mußten sich beschäftigen mit Schreiben oder Rechenaufgaben machen. Es wurde also ernsthaft gearbeitet, Und wer ein bißchen clever war, konnte schon etliches aufschnappen, was bei den Größeren gerade dran genommen wurde.

Ich war ja während des Krieges bei meiner Mutti. Es gab nichts, und schon gar nicht Leder-Schuhe, nicht mal für Geld und gute Worte. Wir Kinder trugen Klotschen, auch zur Schule. Mutti hatte einmal für mich braune Schnürschuhe ergattern können, und ich sehe es noch, als wäre es gestern gewesen: Die Kostbarkeiten paßten nicht

und Mutti brach in Tränen aus.

 

Dies war unsere Schule, 1 Klassenraum für alle

 

Meine-Schule.jpg      H schuh Klein Das waren die Klotschen, die im Klassenraum einen höllischen Lärm verursachten.

Es war angesagt, dicke Socken da drin zu tragen. Diese strickte Oma Meyer, die Mutter meiner Mutti. Oma Meyer trug den seltenen Namen Ilsabein, und ich konnte mich vor Lachen  nicht wieder einkriegen, als ich ihn das erste Mal hörte. Bei Meyers wurden keine Zigarren gedreht, denn Meyers hatten einen kleinen Bauerhof. Bauerhof und schlechte Zeit? Ja richtig, auch dieser Hof sorgte mit für meine Verpflegung.


Es war nicht so sehr weit von Mutti zu Oma Meyer. Und in den Ferien war ich oft tagelang dort, nur zum Schlafen wollte ich ums Verrecken nicht da bleiben.

Auch während der Schulzeit hatten wir Kinder immer noch genug Zeit zum Spielen. Wenn die "blöden Ziegen" keine Lust hatten, ging ich oberhalb unseres Hauses zu Ilsemarie, deren Vater Apotheker mit eigener Apotheke in Bünde war. Wir bauten uns Hütten im nahen Wald, suchten uns Konservendosen und rührten aus Möttke einen Teig. Möttke nannte man die Lehmerde, und Wasser hatten wir aus einem Bach, der praktischerweise dort am Rande durch floß. Das zusammen verrührt war dann Möttke, und wir waren stolz, wenn unsere Möttke richtig schön glatt war. Illa und ich stritten wirklich sehr selten. Wenn es doch mal vorkam, daß ich beleidigt nach Hause ging, dauerte es nicht lange, bis der Ruf ertönte: "Renaaaaaaaaate, kommste spielen?"


Illa-Lindenbergs-Haus.JPG


In diesem Haus habe ich so manche schöne Stunde verbracht. So manches Mal habe ich dort mit essen dürfen, denn das war schon was Besonderes. Illa war meine beste Freundin, und sie hat mir von den Nachbarskindern auch am meisten gefehlt, als ich mit fast 10 Jahren aus Habighorst weg mußte.



18891-gbpicseu.gif



Gegenüber von Illa wohnten -- ich nenne sie mal Krügers.

Frau Krüger war Schneiderin, sie hat glaube ich für das ganze Dorf schon Kleider genäht. Wenn Tante Krüger kam, nistete sie sich für etwa eine Woche bei uns ein. Muttis Nähmaschine wurde in die Mitte des Zimmers gestellt und dann wurde der Kleiderschrenk durchsucht nach Kleidern, die nicht mehr so gut waren. Von 2 Mutti-Kleidern nähte Tante Krüger dann 1 Renate-Kleid. Sie war äußerst geschickt, die Kleider waren wirklich sehr schön, und so hatte ich dann auch mal was, was die "blöden Ziegen" nicht hatten.

Tante Krügers Mann war Heilpraktiker und hatte das erste Auto in Habighorst, einen 

schwarzen DKW mit roten Türen, soweit ich mich erinnere.    

 


N-maschine.jpg

So eine Nähmaschine stand in Muttis Wohnzimmer.


 

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An Regentagen war ich natürlich meistens im Haus bei Mutti. Wenn sie auch Zigarren drehen mußte; aber sie war da und konnte sich um mich kümmern.

Sie sang mit Vorliebe beim Zigarren drehen diese alten Küchenlieder,

so ist mir dieses am meisten in Erinnerung, was ich jetzt im Internet wieder fand:

 

1. Ein Kind von sieben Jahr,
Das eine Waise war,
Das Kind, es war so klug,
Nach seiner Mutter frug.


Ach lieber Vater mein,
Wo ist mein Mütterlein? -
Dein Mütterlein schläft fest,
Sich nimmer wecken läßt.


Da lief das arme Kind
Zum Friedhof hin geschwind
Und grub mit den Fingern ein Loch,

Ach Mutter, schläfst Du noch?


Ach liebe Mutter mein,
Ach könnt ich bei dir sein,
Die andre schlägt mich so sehr,
Vergönnt mir das Leben nicht mehr.

 

Ach gutes Kind, kehr heim,

eine andere Mutter ist dein.

Eine andere Mutter hab ich,

aber ach, sie liebet mich nicht.


Und gibt sie mir das Brot,
So wünscht sie mir den Tod;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Gabst Butter und Honig dazu.


Und kämmt sie mir das Haar,
So blutets immerdar;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Gabst bunte Schleifen dazu.


Und wäscht sie mir das Hemd,
So nimmt das Fluchen kein End;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Sangst schöne Lieder dazu.


Und bringt sie mich zur Ruh,
Schlägt sie die Türe zu;
Doch du, liebs Mütterlein, ja du
Gabst mir den Segen dazu.


Am nächsten Morgenrot
Da war das Kind auch schon tot;
Am nächsten Morgenrot, ja Rot
Da war das Kind auch schon tot;


Am Abend weht der Wind
Übers Grab von Mutter und Kind
Am Abend weht der Wind, ja Wind
Übers Grab von Mutter und Kind



Ich habe mir dieses arme kleine Mädchen dann immer vorgestellt und eines Tages weinte ich dann bitterlich. Mutti lachte nur und sagte:

"Es ist doch nur ein Lied."

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Und hier gleich noch eines:





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Winter = Schnee


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Und Winter ist Schlittenfahren, naß gewordene Wollstrümpfe

und so mancher blauer Fleck.

 

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Man kann es sich kaum vorstellen, wie wir damals nach dem Krieg angezogen waren.

Da gab es keine Strumpfhosen, schön weich und warm.

Es gab auch noch nicht diese tollen Thermo-Hosen, die unsere Kinder heute tragen.

Mich graust noch heute, wenn ich an die kratzigen Wollstrümpfe denke, überhaupt,

wenn sie frisch gewachen waren. 

Die Biester kratzten und wir waren andauernd beschäftigt, uns wiederum zu kratzen.

Mutti gab den Tip, die Strümpfe mit ins Bett zu nehmen, wo sie bei Körpertemperatur

weicher wurden und nicht mehr so kratzten. Sie wurden auch dann gerieben wie beim Waschen ohne Wasser.

Ich überlege gerade, wo denn in Muttis Klavierzimmer der Ofen stand, an dem ich mich

nach dem Schnee-Vergnügen aufwärmen konnte. Vor allen Dingen mußten die Klamotten wieder trocknen.

Ja, auch die vermaledeiten Strümpfe, die dann an die Stange gehängt wurden, die rund um den Herd herum lief.

Ob Oma Meyer die Wollenen auch gestrickt hatte? Ich kann mich nicht mehr dran erinnern.

 

 

 

 18891-gbpicseu.gif

 


Der Sommer war und ist unvergleichlich schöner

 

 

 

Zinkbadewanne2.JPG


SOMMER, das war Barfußlaufen, Erfrischung in der Zinkwanne, in der es auch das

samstägliche Badevergnügen gab. Diese Wanne wurde morgens draußen in die Sonne gestellt, und bis nachmittags war das Wasser zum Plantschen warm genug.


 

2aiofx5.jpg


Ich könnte hier jetzt ein ganzes Erinnerungs-Buch schreiben.

Es sind unzählige Begebenheiten, die ich erzählen könnte.

Ich glaube aber, daß diese reichen, um zu erkennen, daß ich während dieser Jahre eine unbeschwerte Kindheit verbringen durfte. Ich war eingebettet in Liebe und Verstehen.

Ich hatte Vertrauen in meine Mutti und ihre ganze große Familie.

Ich war geborgen. Ich bekam so viel Liebe, daß es für mein Leben gereicht hat

und ich konnte viel davon weitergeben und bekomme sie noch immer tausendfach zurück.

Danke Mutti.

 


 

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Aus dieser Geborgenheit wurde ich dann jäh heraus gerissen, weil meine leibliche Mutter

alles dran gesetzt hat, mich nach Hause zu ihr zu bekommen. Sie, die uns Kinder bei Fliegeralarm allein in den Betten gelassen hat, um sich herum zu treiben, hat ihr Mutterrecht geltend gemacht und sie hat es durchgesetzt.

Sie hat damit einen nicht wieder gut zu machenden Schaden angerichtet.

Wäre sie nicht so verbohrt gewesen, hätte mein Leben ganz sicher einen anderen Verlauf genommen. Es wären ganz andere Vorraussetzungen da gewesen.

Hätte und Wenn und Aber nützt mir jetzt nichts, es ist anders gekommen.

Ich habe Mutti dann ja etwa 5 Jahre später "wieder gefunden", wie man hier im Blog an anderer Stelle lesen kann. Wir wohnten in Bünde, als wir geheiratet hatten. Samstags waren wir immer in Habighorst, das gehörte zu unserem Leben.

 

Mutti ist seit 1981 tot.

Sie war noch Gast bei der Konfirmation meiner Tochter Anja,

hat sich zu Hause ins Bett gelegt und ist friedlich eingeschlafen.

Meine Mutti, Tante Friede....

"wo sie war, war Fiede"

hat der Pastor bei ihrer Beerdigung gesagt.


 

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Published by Renate.M. - in Rückblicke
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Kommentare

Anja-Kind 03/27/2010 19:48


Ja, ich erinnere mich an meine Konfirmation und den Tag danach, als wir von Friedes Tod erfuhren... Ich kann ihr auch nur noch im nachhinein für das danken, was sie für mein über alles geliebtes
Mütterlein früher getan hat!!


Renate.M. 03/27/2010 19:54


Danke, mein liebes Anjakind, ja, der Dank bleibt ihr ewig.


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Das Leben

Das Leben

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Immer wieder treten

Menschen
in dein Leben,
die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,
einige nehmen einen kleinen Teil
deines Herzens mit,
andere verschwinden so schnell
wie sie gekommen sind,

und noch andere hinterlassen

Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Laufe der Zeit,
die Narben verblassen und

verschwinden,
dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen,die

in dein Leben treten,
die dich ein Stück begleiten,
vielleicht sogar für den Rest

deines Lebens.
Aber Narben erinnern dich

immer daran,
das die Vergangenheit

einmal Realität war

 

Quelle unbekannt

Wunderschöner Regenbogen

Ein wunderschöner

Regenbogen

 

regenbogen.gif 

 


Ein wunderschöner Regenbogen,
dem grauem Wolkenmeer

entsprungen,
war grad am Himmel aufgezogen,

als mit den Tränen ich gerungen.


Er strahlte heiter durch den Tag
mit seinem bunten Farbenkleid,
der alle Tränen trocknen mag -
ein Leuchtturm in der
Dunkelheit.

Sein Farbspiel hielt soviel bereit:
Blau, wie der Meere kühles Naß;
Grün, wie der Pflanzen

Blätterkleid;
Gelb, wie ein volles
Honigfaß.

Und Rot, der ew'gen Liebe

Zeichen,
die schönste Farbe ohne Frage -
wird stets direkt mein Herz

erreichen
und lindern Kummer, Schmerz

und Plage.

Für einen kurzen Augenblick,
den man kaum beschreiben kann,
enpfand ich allerhöchstes Glück,
hielt
staunend meinen Atem an.

Als er schon längst

entschwunden war,
dacht' ich noch voller

Dankbarkeit
an den Regenbogen klar
und sein buntes

Farbenkleid...

 

  Blog


 

Balsam für deine Seele

Ein liebes Wort ist wie ein Licht
das in den Alltag scheint,
es ist wie Balsam für das Herz,
das manchmal heimlich weint


Ein liebes Wort zur rechten Zeit,
ist Trost und Kraft zu gleich,
es ist des Herzen Dialog
und macht uns froh und reich

Ein liebes Wort
ist schnell gesagt,
doch fällt es oft so schwer,
es scheint als ob die Ignoranz
in uns einfacher wär


Ein liebes Wort verändert,
bringt Friede in die Welt,
es ist ein Regenbogenlicht
das in deine Seele fällt.

 

Copyright Monika Schudel, Schweiz, http://www.mschudel.ch

Originaltitel: Ein liebes Wort

 

  Blog

Ich weiß
.dass ich nicht ernst genommen werde,
weil meine Einstellung zum Leben
anders ist, als die,
der allermeisten Menschen.


Ich weiß
...dass ich ausgelacht werde,
weil ich Menschen und Tieren helfe
und viele sagen,
ich sei ein Typ zum

"ausnützen".

Ich weiß
...dass schlecht über mich

geredet wird,
weil ich mich für

Gerechtigkeit
und die Schwachen einsetze
und das Viele nicht verstehen.


Ich weiß,
dass sie über mich lachen,
weil ich behaupte,
dass jedes Lebewesen,
unseren Schutz und Respekt

verdient.

Ich weiß...
...dass ich als altmodisch

gelte,
weil die Familie für mich
als Urzelle der Gesellschaft
einen sehr hohen Stellenwert

einnimmt.

Ich weiß...

dass ich angegriffen werde,
weil Liebe, für mich etwas

anderes bedeutet,
als in Film, Fernsehen und

Medien
dargestellt wird.


Ich weiß

dass ich als unrealistisch

hingestellt werde,
weil ich trotz allem

an das Gute glaube.

Ich weiß
...aber auch,
dass ich das alles

verkraften kann,
weil mich EINER schützt

und trägt
und mir die Kraft dazu

verleiht.

...und außerdem weiß ich,
dass ich keine Marionette
der Gesellschaft sein will,
sondern –


MIR SELBST TREU BLEIBEN !


 

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