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3. Mai 2010 1 03 /05 /Mai /2010 10:13


zeitung-austragen


Ich bin ein ehemaliges Heimkind und aus dem Grunde erkläre ich mich solidarisch mit den

ehemaligen Heimkindern.

Ich trage hier für interessierte Leser zum besseren Verstehen Medienberichte zusammen.


Ich möchte betonen, daß ich mich

von den Inhalten fremder Links distanziere.

Ich bin nicht immer der Meinug

 der jeweiligen Berichterstatter.

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15.4.2010
Entschuldigungen und Entschädigungen
Ehemalige Heimkinder demonstrieren in Berlin

Frühere Heimkinder haben in Berlin gegen gewalttätige Erziehungspraktiken und sexuellen Missbrauch demonstriert. Der Verein ehemaliger Heimkinder verlangt Entschädigungen. Dem Runden Tisch Heimerziehung, der am Nachmittag zusammenkam, wird „Verharmlosung“ vorgelaufen.

* Demonstrationen und Debatten - Der "Runde Tisch Heimerziehung" tagt zum siebten Mal (15.4.2010)

Sie verlangte von Politik und Kirchen, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an Eliteschulen mit der Heimkinder-Problematik zu verbinden. Den Kirchen warf sie vor, sie versuchten, Entschädigungszahlungen zu umgehen.

Mehr zum Thema:


http://www.domradio.de/aktuell/63215/entschuldigungen-und-entschaedigungen.html

 


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15. April 2010

Prügel, Zwangsarbeit, sexuelle und psychische Gewalt

Während die Kirche noch mit sich selber ringt, wenn es darum geht, die Missbrauchsfälle an einem Runden Tisch - auch unter Teilnahme von Opfern - zu besprechen, ist man im Falle von missbrauchten oder misshandelten ehemaligen Heimkindern einen Schritt weiter. Zumindest äusserlich. Denn immerhin gab es zur Aufarbeitung dieser Fälle bereits sechs "Runde-Tisch-Treffen". Doch die Opfer und deren Vertreter sind mit den bisherigen Ergebnissen alles andere als zufrieden. In Berlin sind am Nachmittag hunderte ehemalige Heimkinder für ihre Belange auf die Strasse gegangen. Unser Reporter Kolja Kandziora hat eine Demonstrantin begleitet.

Näheres hier:

http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-journal/NAV__20100330/3163282.html


 

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Nachrichten - Kinder@Heim_D
Geschrieben von pethens
Sonntag, 18. April 2010

Die Kirche im Köln-Sülzer Kinderheim ist der "Heiligen Familie" geweiht. Sie wurde den Kindern als Vorbild hingestellt. Die Familie sei ein Gut, das auch sie später anstreben und verwirklichen sollen. Der Widerspruch, der zwischen diesem christlichen Ideal und der Existenz von kirchlichen Heimen und
Internaten besteht, ist jedoch kaum zu übersehen. Offenbar fährt die Kirche hier eine Doppelstrategie, denn die kirchlichen Heime und Internate rechtfertigen sich schlicht durch die Tatsache, daß die Bibel die "Familie" nicht kennt. Die "Heilige Familie" als faßbare Größe taucht erst zur Zeit des Barocks auf und gewinnt im Bereich der Christentums dadurch größere
Bedeutung, daß Papst Leo XIII. ihren Kult entsprechend förderte.
weiter:
http://www.top-medien-berlin.de/content/view/726/1/

 


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Geschrieben von pethens
Sonntag, 18. April 2010


Zu den umstrittenen Äußerungen des Runden Tisches Heimerziehung in den 50ziger und 60ziger Jahren gehörte auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Zwischenberichts am 22. Januar 2010 die Sprachregelung, daß es zwar ein
"System Heimerziehung" gab, von "systematischem Unrecht" jedoch nicht oder noch nicht gesprochen werden könne. Da Erziehung und Bildung ein systematisches Handlungskonglomerat ist - einerlei, ob ihm ein Konzept
zugrundeliegt oder es sich in der Praxis erst herausbildet -, ist ein "System Heimerziehung" ohne "systematische Handlungen" nicht denkbar.
Deshalb kommt auch der Zwischenbericht nicht umhin, nicht nur systematische Handlungen anzuerkennen, sondern auch "systematisches Unrecht" ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu benennen, wenn es etwa im Zwischenbericht heißt: "Auch die systematische Kontaktsperre zu der Herkunftsfamilie wurde von ihm im Nachhinein als ein Fehler erkannt" oder "Positive Beziehungen zum Erziehungspersonal und anderen Kindern wurden oft systematisch unterbunden" oder "Die systematische Demütigung von Bettnässern in Heimen ist nicht vergleichbar mit einer morgendlichen Rüge durch die Mutter". Die Summe
solchen "systematischen Unrechts" erlaubt erst die Schlußfolgerung: "In vielen Einrichtungen hatte der lieblose und ordnungsbetonte Umgang mit den Kindern und Jugendlichen Systemcharakter".
weiter unter:

http://www.top-medien-berlin.de/content/view/724/1/


 

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Ex-Heimbewohner schildert seine vor 50 Jahren gemachten Erfahrungen
VON DIRK HAUNHORST

Porta Westfalica (mt). Berichte über Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen in staatlichen und kirchlichen Schulen und Heimen erschüttern seit Wochen die Öffentlichkeit. Auch in der Kleinenbremer "Gotteshütte" wurde offensichtlich bis in die sechziger Jahre hinein Gewalt gegen Schutzbefohlene ausgeübt.

Näheres hier:

http://www.mt-online.de/lokales/porta_westfalica/3503248_Leiden_in_der_Gotteshuette.html


 

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Bundesregierung
Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch tagt erstmals
erstellt 22.04.10, 16:16h
Berlin/dpa. Der von der Bundesregierung eingesetzte Runde Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch kommt an diesem Freitag erstmals in Berlin zusammen. Die 61 Teilnehmer - Politiker, Juristen, Mediziner, Psychologen sowie Vertreter von Kirchen, Internaten, Sportvereinen und Lehrerorganisationen - sollen sowohl über Hilfen für die Opfer beraten als auch Konzepte zur Vorbeugung diskutieren. Der Runde Tisch wird von den drei Ministerinnen Kristina Schröder (CDU, Familie), Annette Schavan (CDU, Bildung) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP, Justiz) geleitet.

Näheres hier:

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1271943137940&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370


 

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Schläge, Demütigungen, Zwangsarbeit: 35 Jahre haben sie darüber geschwiegen was sie in Glückstadt erlitten.
Nun brechen ehemalige Insassen ihr Schweigen. VON HEIKE HAARHOFF Näheres hier:

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/das-leiden-von-glueckstadt/?src=ST&cHash=6ab4ae1350


 

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Opfer-Berichte vom Missbrauch im Essener Franz Sales Haus




Essen."Der liebe Gott hat uns vergessen" - Opfer berichten, was sie als Kinder im katholischen Franz Sales Haus in Essen erleiden mussten. Die Details sind erschütternd: Ein Junge wurde monatelang in eine kleine Speicherzelle gesperrt. Ein Mädchen trank aus der Toilettenschüssel Wasser.
Näheres hier:

http://mobil.derwesten.de/dw/nachrichten/im-westen/Opfer-Berichte-vom-Missbrauch-im-Essener-Franz-Sales-Haus-id2631859.html?service=mobile


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Immer mehr Missbrauchsopfer erzählen ihre Geschichte



Essen. In der Diskussion um Misshandlungen in kirchlichen Heimen in den 50er- und 60er-Jahren melden sich immer mehr Opfer zu Wort. Viele Betroffene meldeten sich in den vergangenen Tagen bei der NRZ, erzählten von grausamen Praktiken und haftähnlichen Zuständen.
Näheres hier:

http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Immer-mehr-Missbrauchsopfer-erzaehlen-ihre-Geschichte-id2642715.html


 

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Tiefe Wunden der Erinnerung

Waisenstift Ehemalige treffen sich zum ersten Mal – Wagner entschuldigt sich


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Bilder aus der eigenen Vergangenheit: Ehemaliger Heimkinder des Vareler Waisenstifts betrachten am Freitag die Ausstellung von Fotografien aus den 50er Jahren.

  

Tränen fließen, als Waltraud Jörg erzählt, was sie erlebt hat. „Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden“, stockt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner.
von Frank jungbluth
varel - Für die meisten derer, die an diesem Freitag vorsichtig die Schwelle vom Innenhof in den großen Dielenraum des Vareler Waisenstifts überschreiten, ist es ein Schritt, der unendlich schwer fällt. „Ich habe das nie vergessen. Das hat sich tief eingebrannt“, erzählt Waltraud Jörg (68), die vor 54 Jahren Waltraud Schewe hieß.

 

Näheres:

 http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Varel/Artikel/2326194/Tiefe+Wunden+der+Erinnerung.html

 

 

 

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Selbstfindung eines Heimkindes!

Geschrieben von pethens
Samstag, 15. Mai 2010
 
"Die verlorene Kindheit des Alexander H. "; ein eindrucksvolles, erschütterndes und lehrreiches Zeugnis
aus dem Jahr 1981. Der Film wurde
diese Woche bei 3Sat zur später Stunde gezeigt.
Es geht um Alexander Markus Homes,
der im Alter von 1 1/2 Jahren ins Kinderheim kam
und dort 15 Jahre verbrachte. Die Reportage von Bernd Wiegmann, der an Homes Verletzlichkeit
und Aggressivität wahrnimmt, zeigt eine Reflexion auf
diese Jahre. Homes will begreifen, "warum er sich fremd
fühlt unter anderen". Das Ergebnis
vorwegnehmend erklärt Homes, daß er erkannt habe,
"was die Heimerziehung mit mir gemacht hat".
Dann folgt eine Aufzählung:
gefühlsarm, gefühlskalt, vereinsamt. Später kommen ergänzend hinzu: Anpassungsschwierigkeiten,
Verhaltensauffälligkeiten, Außenseiterrolle, Kontaktschwierigkeiten,
Ängstlichkeit, Verklemmtheit und Suizidgefährdung.
Homes, der berichtet, daß er das Heim zunächst als
sein Zuhause begriff, daß es ihn auch später immer
wieder dorthin zog, daß geradezu eine emotionale
Abhängigkeit zu diesem Heim
bestand, macht eine Wandlung und einen
Reifungsprozeß durch und lernt dadurch das Heim erkennen
als das, was es ist, eine Einrichtung zwischen
Lebenshilfe und Beugehaft. weiter .  


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22.05.2010 

Evangelische Landeskirche sagt Missbrauchsopfern Soforthilfe zu

München (ddp-bay). Die evangelisch-lutherische Landeskirche in Bayern bietet Opfern sexuellen Missbrauchs finanzielle Unterstützung für einen Rechtsbeistand oder für Therapiesitzungen an. «Wir können das Leid nicht ungeschehen machen, das Menschen durch sexuellen Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter erlitten haben», sagte Landesbischof Johannes Friedrich am Freitag in München.

«Aber wir wollen die Opfer nicht allein lassen.»

weiter hier:

 

http://de.news.yahoo.com/17/20100521/twl-evangelische-landeskirche-sagt-missb-aea69d0_1.html


 

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Meine Meinung zu Professor Kröbers Vortrag


Dieser Bericht zieht mir die Socken aus.

Ist doch alles gar nicht wahr oder

maßlos übertrieben?

Da kommt ein Professor Kröber daher und

unterstellt der Presse Hetzkampagnen gegen die Kirche.

Der Herr Professor hat Meinungsfreiheit,

wir haben unsere eigene Meinung,

denn wir wissen es besser.

 

Herzliche Grüße,

Renate Michel


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Prof. Kröber und die Geschichte!
Geschrieben von pethens    Freitag, 21. Mai 2010
Unter dem Titel "Weinen ist kein Beweis" berichtet der Berliner Tagesspiegel


über den Vortrag von Prof. Kröber "Sexueller Mißbrauch in katholischen und anderswo; in der Nachkriegszeit und später".
Dabei attackierte er heftig die Medien. Kröber befaßt sich vornehmlich mit Sexualstraftäter unter forensischem Aspekt,
hat also mit deren Zurechnungsfähigkeit und der Bewertung
ihrer Rückfallgefahr zu tun. Auch mit der Glaubwürdigkeit der
Opfer hat er sich von Berufs wegen zu befassen.
Heftig wendet er sich gegen die "Sakralisierung" der Opfer.
Die hohe Zahl der bekannt gewordenen Fälle in Deutschland
führt Kröber auf die Kriegserfahrung und die verklemmte Moral
nach dem Krieg zurück.
Bischof Mixa sei Opfer einer Medienkampagne geworden.
So die wesentliche Argumentation von Kröber.
 
 
Mit freundlichen Gruß
Peter Henselder

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Täter betreuen, Opfer allein lassen!
Geschrieben von pethens
Dienstag, 25. Mai 2010


Therapie für Pädophile? Wer ist dagegen?
Wenn es hilft, wenn es etwas
bringt, wohl kaum einer. Und deshalb geschieht es auch. Inzwischen gibt es  eine ganze Reihe von Therapiezentren,
in denen verurteilte Pädophile in der
psychiatrischen Nachsorge ihre Neigung verstehen
und beherrschen lernen  sollen.
Die Rückfallquote beläuft sich auf etwa 15%,
ohne diese Therapie
wäre sie bedeutend höher.
Diese Zahlen sprechen für sich.


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Täter betreuen-Opfer allein lassen - MyVideo


Täter betreuen-Opfer allein lassen - MyVideo


Täter betreuen-Opfer allein lassen - MyVideo

Published by Renate.M. - in Medienberichte
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3. Mai 2010 1 03 /05 /Mai /2010 10:10
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3. Mai 2010 1 03 /05 /Mai /2010 10:07

 

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Hier stelle ich eine kleine Auswahl von Büchern zusammen,
die von Heimkindern geschrieben wurden, oder auch von Journnalisten,
die aufdecken wollten, was den Heimkindern damals angetan wurde.


 

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Heim.
Von Mirijam Günter

 

 

Kurzbeschreibung
Eine Heimkarriere in Deutschland. Authentisch, ungekünstelt und atemlos spannend erzählt.

»Unsere Welt, die Welt der Jungen und Mädchen aus den Heimen, hatte keinen Platz für Träume, sie ließ uns keine Zeit dazu. Wir lebten wie batteriebetriebene Männchen, solange die Batterie voll war, liefen wir. Wenn die Batterie leer war, waren wir tot.«

Dreizehn Jahre ist die Ich-Erzählerin, als sie in ein Heim kommt. Knapp drei Jahre und einige Heime später steht sie bereits vor den Scherben ihres jungen Lebens: Sie hat sich den Ruf eines »schwererziehbaren« Mädchens erworben, mehrere Schulen geschmissen und es sogar geschafft, bei einem Ausbruch einen Erzieher zu verletzen und mit ihrer Clique bis nach Spanien abzuhauen.

Ihre Freunde sind ihr einziger Halt, ihre Ersatzfamilie. Ihnen geht es ähnlich, sie alle tragen dieses gehetzte Lebensgefühl ins sich, das nicht selten mit Hilfe von Alkoholexzessen betäubt wird. Und dennoch schafft es die Protagonistin immer wieder mit einer verblüffenden Schlagfertigkeit und Ironie weiterzumachen, indem sie sich selbst zuspricht: »Ich bin fünfzehn Jahre alt und habe schon verdammt viel gesehen …«


Ausgezeichnet mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2003.

 

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41YUM36FduL._SL500_AA240_.jpgPreis: EUR 24,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.

Endstation Freistatt (Gebundene Ausgabe)

von Matthias Benad (Autor), Hans-Walter Schmuhl (Autor), Kerstin Stockhecke (Autor)


Kurzbeschreibung

Die Betheler Zweiganstalt Freistatt im Diepholzer Moor galt in den 1950er und 1960er Jahren als eines der härtesten Fürsorgeerziehungsheime Deutschlands. Es herrschte eine fast militärische Disziplin, strenge Kontrollen, Briefzensur und Prügelstrafe gehörten zum Alltag, die Arbeit im Moor war außerordentlich schwer. Der Band beleuchtet die Praxis der Fürsorgeerziehung in Freistatt mit einem Blick auch auf die Betheler Zweiganstalt Eckardtsheim in der Senne , untersucht die geschichtlichen Wurzeln und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des dort herrschenden repressiven Erziehungsregimes und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Jugendlichen wie auch auf die Erzieher. Aber auch die Anfänge der grundlegenden Reform des Jugendhilfebereichs, die Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Gestalt annahm, werden mit in den Blick genommen. Die Untersuchung stützt sich auf Interviews mit ehemaligen Zöglingen und auf stichprobenartige statistische Auswertungen.



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67 neu oder gebraucht verfügbar EUR 0,01

 


Steinzeit
Von Mariella Mehr

Kundenrezensionen

Geht unter die Haut...4
Mariella Mahr, eine Journalistin, setzt sich stark ein für sozial Schwache. In diesem ergreifenden Buch wird die Geschichte von Silvia - Sivana - Silvio erzählt, der Tochter einer psychisch kranken Zigeunerin, die bereits als Säugling ihrer Mutter entrissen wird und diverse Heime und Kliniken durchläuft. Ihrem unbeschreiblichen Schrecken und den Wunden, die man dabei Ihrer Kinderseele beibringt, werden hier eindringliche Worte gegeben.

Ich habe das Buch angefangen und konnte es nicht weglegen, bis ich es ganz gelesen hatte. Man erlebt ein wenig von dem, wie es sich für Silvia anfühlt, aus der Perspektive eines Kindes, den "modernen" Methoden der Medizin in aller Hilflosigkeit ausgesetzt zu sein.



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Weinen in der Dunkelheit
Von Ursula Burkowski

Kurzbeschreibung
Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halbverhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren. Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnchenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangeschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, daß von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist — und sie lernt, sich zu wehren ...

 

 

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Draußen!
Von Ursula Burkowski

 

 

Kurzbeschreibung
Nach Jahren unsäglichen Leidens in Heimen der ehemaligen DDR wird Ursula Burkowski endlich mit ihrem kleinen Sohn Timo in die Welt entlassen. Eine düstere Ostberliner Hinterhofwohnung wird ihre erste Zuflucht. Doch schon bald muß sie ihren Sohn zur Großmutter geben. Liebevoll nimmt diese den Kleinen auf. Um so größer ist Ursulas Schock, als sie erfährt, daß die Oma heimlich das Sorgerecht für Timo beantragt ...


 

 

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Es gibt kein Zurück


24 neu oder gebraucht verfügbar EUR 0,99


Es gibt kein Zurück
Von Ursula Burkowski

Kundenrezensionen

Sehr lesenswert4
Es gibt kein Zurück - sehr lesenswertes Buch!

3. und letzter Teil der Burkowski-Trilogie:Ursula will zusammen mit ihrem Mann und Kindern in den Westen ausreisen und muss erfahren,welche Schikanen ihr noch bevorstehen,bevor sie endlich aus der DDR darf.
Aber auch im Westen ist nicht alles wunderschön...
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen...

ein tolles Buch5
Ich haben alle 3 Bücher von Urula Burkowski gelesen und war auch innerhalb von wenigen Tagen damit fertig. Sie beschreibt sehr gut bzw. lesernah ihre Erlebnisse. Einfach super und sehr empfehlenswert !!!!!!!!!!

Ergreifend und ehrlich5
Ich habe alle drei Bücher gelesen und Ursula wurde mir immer sympathischer. Ich habe sie zum Schluss wie eine gute Freundin empfunden. Es ist nicht leicht, über eine schwere, traurige Kindheit zu reden oder zu schreiben. Aber in dieser Trilogie ist es wunderbar gelungen, die eigenen Gefühle weiter zugeben, und der Leser empfindet dann ebenso. Es ist spannend, den Alltag mitzuerleben und selbst in Erinnerungen zu schweben.

 

 

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64 neu oder gebraucht verfügbar EUR 10,00


 

Albtraum Erziehungsheim

von Dietmar Krone


 

Kurzbeschreibung

Dietmar war ein ungewolltes Kind. Als der Junge knapp ein Jahr alt ist, gibt ihn die Mutter zur Oma, doch die stirbt früh. Als Dietmar wieder in der Obhut seiner Mutter ist, misshandelt diese das Kind schwer. Sie verbannt den Jungen für Jahre auf den mit Sperrmüll verstellten, dunklen Dachboden. Halb verhungert wird Dietmar in einem Kinderheim wieder aufgebaut. Als er erneut in die Obhut der Mutter gelangt, setzt diese ihre brutalen Misshandlungen fort. Ein Wechsel zwischen Krankenhaus, Verwandten und Heimen bestimmt seine frühe Jugend. Dietmar findet Anschluss an eine religiöse Gemeinde, lernt Herbert kennen, der sich liebevoll und aufopfernd um das Kind sorgt. Als die Mutter davon erfährt, denunziert sie Herbert. Dietmar kommt in eine Erziehungsanstalt. Er landet in der wahren HÖLLE. Eine wahre Geschichte. Sie zeigt, wie wehrlos ein Kind ist.

Der Verlag über das Buch

Es ist unglaublich, was in der Bundesrepublik möglich war und ist. Der Autor berichtet über seine Erfahrungen während der Kindheit und Jugend mit einem Kinderheim, aber auch mit den zuständigen Behörden.

 

 

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51V6S06E9VL. SL210

 

54 neu oder gebraucht verfügbar EUR 4,21

 

 

Misshandelte Zukunft: Erschütternder Erlebnisbericht eines Heimkindes im Nachkriegsdeutschland
Von Harry Graeber

 

 

Kurzbeschreibung
Der kleine Hardy (= der Autor) wird in den 50er und 60er Jahren wie vorher seine älteren Geschwister der wegen der Kriegsverletzung des Vaters alleinerziehenden Mutter weggenommen und in Heimen in Härte, Dressur und Fremdbestimmung erzogen ohne das Erlernen eigener Verantwortlichkeit, was ein Trauma und Angst vor einem späteren selbstverantwortlichen Leben erzeugt. Rücksicht auf Familienzusammengehörigkeit wird nicht genommen, so dass Hardy seine Mutter, die ihn besucht, wie alle Erwachsenen mit "Sie" anredet und seinen Bruder nicht als solchen erkennt. Er flieht wie seine Brüder und wird wie diese wieder eingefangen. Wie es dazu kommt, schildert der Autor ebenso eingehend aus Erinnerungen seiner Familie und eigenen Recherchen: Flucht der Danziger Familie 1945, Leben in Lagern und Behelfswohnungen, Flüchten zwischen BRD und DDR, Verstärkung der Wurzellosigkeit durch das Vorgehen der Bürokratie.

Über den Autor
Harry Graeber wurde 1951 in Nürnberg geboren. Er arbeitet als selbständiger Betreuer für Behinderte und Kranke.



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13 neu oder gebraucht verfügbar EUR 14,00


Der unwerte Schatz: Erzählung einer Kindheit. Gegen das Vergessen - über die Kinder-Euthanasie im NS-Staat
Von Tino Hemmann


Kunden-Rezession:Unglaublich5
Ich habe das außergewöhnliche Buch in einer Nacht gelesen. Hemmann schreibt so mitreißend, dass man nicht mehr wegkommt. Es geht um den kleinen Jungen Hugo, der vor dem 2. Weltkrieg geboren wird und hochintelligent ist. Er wird von seinem Vater misshandelt und baut als Abwehrhandlung eine zweite Person auf. Weil die Ärzte das mitbekommen, holen sie den Jungen in die Kinderklinik. Dort beschließt ein Professor, der Sache auf den Grund zu gehen, er will dem aufgeweckten Kind das Gehirn entnehmen und untersuchen, um berühmt zu werden. Ermöglicht wird ihm diese Aktion durch die angelaufene Euthanasie, bei der alle möglichen Menschen, die nicht ins Deutsche Reich passten, vernichtet wurden. Unterschwellig wird von den Menschen erzählt, die Hugo retten wollen. Außerdem ist die Beschreibung der damaligen Zeit ziemlich einleuchtend. Kaum zu glauben, dass es so etwas tatsächlich gegeben hat.
Insgesamt die sensible Beschreibung eines Kindes, der Kampf David gegen Goliath, erinnert manchmal an Filme wie Die Kinder des Monsieur Mathieu.
Absoluter Geheimtipp!


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... doch helfen mußte ich mir selbst

Von Silvia K.

Kurzbeschreibung
Silvia ist 16, als sie Opfer eines scheinbar gutbürgerlichen, begüterten, aber sadistischen Ehepaares wird. 15 Monate wird sie in einem fensterlosen Verlies gefangen gehalten und gequält. Es gelingt ihr, diesem Horror zu entfliehe. Doch ihre Leiden nehmen kein Ende: Die Polizei glaubt ihr erst nicht, die Boulevardpresse diffamiert sie und ihr neuer Ehemann verprügelt sie. Aber Silvia verzweifelt nicht, auch wenn sie sich immer selbst helfen muss ...



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Kindheit hinter Stacheldraht: Mütter mit Kindern in sowjetischen Speziallagern und DDR-Haft
Von Alexander Latotzky

Kundenrezensionen

Ein wenig beachteter Aspekt der Speziallager gut aufbereitet4
Alexander Latotzky erlebte seine eigene Kindheit im Speziallager Sachsenhausen und arbeitet heute in Berlin im ehemaligen Speziallger Hohenschönhausen.
Er beschreibt ein in der historischen Forschung bisher kaum beachtetes Thema, das vollkommen neue Aspekte bei der Beschäftigung mit den Speziallagern beleuchtet.
Latotzky führte mit mehreren Menschen, die in sowjetischen Lagern aufwuchsen, Gespräche und konzipierte darauf aufbauend eine sehr anschauliche und beeindruckende Abhandlung über die sowjetischen Lager in Deutschland.

 




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Wir Kinder aus dem JWH
Von Annett Reinboth


Kurzbeschreibung
Aus einem desolaten Elternhaus ausgerissen, nach einem erzwungenen Schwangerschaftsabbruch, findet sich Annett, heute selbst alleinerziehende Mutter von neun Kindern, in einem DDR-Jugendwerkhof wieder. Dass sie und ihre Mitbewohnerinnen dort nicht immer pädagogisch korrekt behandelt wurden, sei dahingestellt, dass man Sie - vor allem an Feiertagen - nach Hause zur verhassten Mutter schickte, führte immer wieder zum unerlaubten Entfernen. Die Flucht endete für Annett meist in DDR-Durchgangsheimen, doch eines Tages schickt man das Mädchen nach Torgau, wo es fast zerbricht.


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86 Angebote ab EUR 5,34



Aus der Amazon.de-Redaktion

"Ein Junge, der am Tage stramm gearbeitet hat, hat nach dem Feierabend keine Neigung für dumme Streiche mehr." Recht gesprochen! Und so jagten die Mitarbeiter Bethels, des "Hauses Gottes", getreu dem Motto Gustav von Bodelschwinghs, in den 50er-Jahren ihre Heimzöglinge der Diakonie Freistatt zum Torfstechen ins Moor. Schwerstarbeit, sommers wie winters. Nützliche Mitglieder der Gesellschaft sollten so wieder aus ihnen werden. Den Nutzen hatten nur die Bodelschwinghschen Anstalten. Man möchte dreinschlagen wie weiland Jesus im Tempel, angesichts all der frömmelnden Nachfahren Don Boscos, der "Guten Hirten" und "Barmherzigen Schwestern", die auf den Fotos ihre Schutzbefohlenen mit mitleidlos frommer Miene schurigeln. Ein Buch hat sie nun alle aufgescheucht. Das Medienecho ist gewaltig!

Bis weit in die 70er-Jahre war es für aufsässige Minderjährige ein leichtes, im Heim zu landen. Unstatthafte Lebensweise, "sexuelle Verwahrlosung" – jedwede soziale Auffälligkeit konnte denunzierende Lehrer, Nachbarn, Jugendbehörden, oder die mächtigen Kirchen auf den Plan rufen. Wie im Falle Gisela Nurthen, die mit fünzehn im Dortmunder "Vincenzheim" den unbarmherzigen Nonnen in die Hände fiel. 1961 ging so etwas schnell vonstatten: Frühreif. Legere Kleidung. "Negermusik". Für Nachbarn und Jugendamt eindeutige Signale zum Einschreiten. Im heutigen Mutterhaus der Vincentinerinnen will auf Befragen niemand etwas von Isolationshaft, Schlägen und drakonischen Strafen gehört haben!

Holzpritsche ohne Matratze. Blecheimer für die Notdurft. An das "Besinnungszimmer" immerhin erinnert sich der Bundesverdienstkreuzträger und "Pater der Herzen", als er mit seinem ehemaligen Zögling Gerald Hartford konfontiert wird. Ansonsten weist Hartfords ehemaliger Peiniger, der joviale Salvatorianerpater Vincens, in Berlin ein gern und häufig gesehener Talkshow-Gast, jede Schuld von sich. Nach diesem Buch hat dies keinen Sinn mehr. Tatorte und Täter sind bekannt. Die Schleusen sind geöffnet. Einige Kinder und Jugendliche, im Nachkriegsdeutschland aus nichtigem Anlass in rund 3.000 Heimen weggesperrt und zu Zwangsarbeiten degradiert, haben als Erwachsene ihre Scham überwunden und gesprochen. Es gibt noch Hunderttausende von ihnen! –Ravi Unger

 


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77 Angebote ab EUR 4,50

Das helle Licht der Sehnsucht. (Broschiert)

von Lesley Pearse (Autor), Cécile G. Lecaux (Autor)


Kurzbeschreibung

Die Schwestern Dulcie und May sind acht und fünf Jahre alt, als bei einem Streit ihrer Eltern die Mutter auf tragische Weise stirbt. Obwohl ihr Vater unschuldig ist und seine Töchter über alles liebt, kommen die Mädchen in ein Waisenhaus. Eine Zeit voller Entbehrungen und Einsamkeit beginnt. Als Dulcie und May Jahre später die Gelegenheit erhalten, nach Australien auszuwandern, ergreifen die Mädchen trotz ihrer Jugend die vermeintliche Chance. Doch bald zeigt sich, dass das Leben auf dem “neuen Kontinent” nicht nur aufregend und abenteuerlich, sondern auch entbehrungsreich und gefährlich ist ...
Ein Heimkinderschicksal, welches sehr ergriffen macht.



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Preis: EUR 22,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.

Heimerziehung. Lebenshilfe oder Beugehaft? (Broschiert)

Klappentext

Die in diesem Buch beschriebenen unmenschlichen Zustände legen Zeugnis dafür ab, dass die Schwarze Pädagogik immer noch Teile unseres Erziehungssystems beherrscht und nicht der Vergangenheit angehört. Sie wird oft noch unverhohlen und bewusst gegen Kinder und Jugendliche eingesetzt. Hierbei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Täter und Täterinnen aus dem konfessionellen, privaten oder staatlichen Heimbereich oder aus dem familiären Umfeld kommen: Opfer sind auch weiterhin junge Menschen, die der psychischen und physischen Gewalt, Erniedrigung, Demütigung und den hiermit verbundenen Schmerzen, Trauer, Einsamkeit und traumatischen Erlebnissen der Schwarzen Pädagogik hilflos und wehrlos ausgesetzt sind.



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41HwxzwKBNL. SL500 AA240Preis 24,80 €

Weihrauch und Bohnerwachs

von Resi Röder (Autor)


Kurzbeschreibung

Mit Zwölf abgeschoben ins Heim - Resi Röder erzählt die wahre Geschichte ihrer Kindheit. Der Alltag wird geprägt durch Arbeit, Schläge, Demütigung, Falschheit, Frömmelei und unsinnige Regeln oder Lieblosigkeit. Eingesperrt, ausgebeutet, gedemütigt ist das Heimkind der Willkür und Vorlieben von Betreuern, Behörden oder Erzieherinnen ausgeliefert. Sie durchlebt eine Jugend voller Angst und Drangsal. Doch Resi hält durch - mit dem festen Willen, eines Tages ein freier Mensch zu sein ... Ein wahrer, erschütternder und zugleich spannender Bericht.
Resi Röders Leidensweg steht beispielhaft für viele andere. Nur allmählich nimmt die Gesellschaft das Schicksal der Heimkinder zur Kenntnis. Kinderarbeit ist verboten. Dies schreibt das Kinderschutzgesetz von 1903 zwingend vor. Tatsächlich aber setzten sich viele Kinderheime - ob staatlich oder kirchlich - nicht nur in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik darüber hinweg. Aber das allgemeine Unrechtsbewusstsein bildet sich. Die Notwendigkeit von Aufarbeitung und Entschädigung steht im Raume. Historiker, die Politik und der Gesetzgeber werden tätig. Bei Vielen aber geht es gar nicht um solch amtliche Fragen: Sich endlich offen zu äußern, nicht "schuld" am eigenen Schicksal zu sein, sondern als Opfer von Unrecht und als zutiefst verletzter Mensch wahrgenommen zu werden.


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41ln9qUPwSL._SL500_AA240_.jpgPreis: EUR 12,00 Kostenlose Lieferung.

Der Schrei zum Himmel.

Kinderzwangsarbeit in Christlichen und Staatlichen Kinderheimen: Autobiographie (Broschiert)

von Richard Sucker (Autor)

Kurzbeschreibung

Richard Sucker erzählt nicht die Geschichte irgendeines erfundenen Jungen, nein, es ist seine eigene Kindheitsgeschichte. Im zarten Alter von eineinhalb Jahren wurde er der Mutter entrissen und in ein "Waisenhaus" gesperrt. Er betrat eine von Staat und Kirche unterhaltene Hölle, wurde bereits mit sechs Jahren zur Zwangsarbeit beordert, misshandelt, gedemütigt, der Kindheit und Jugend beraubt, beleidigt und einer Schulbildung entzogen. Diese Kindheit verlebte Richard keinesfalls in einem fremden, unterentwickelten Land. Er wuchs in der Bundesrepublik Deutschland auf, deren Kirche und staatlichen Institutionen die an Seinesgleichen verübten Verbrechen bis in die Gegenwart verleugnen. Das Buch ist nicht nur eine Kindheitsbiografie, es ist eine Klageschrift gegen die Schuldigen. Es ist die Forderung nach einer materiellen Wiedergutmachung, da eine psychische Wiedergutmachung mittlerweile unmöglich geworden ist.


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Lebensunwert?: Paul Wulf und Paul Brune. NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand (Broschiert)

von Paul Wulf (Herausgeber)

Kurzbeschreibung

Heimkinder, Psychiatrisierte und Zwangssterilisierte wurden von den Nazis als lebensunwert stigmatisiert. Die Gewalt, die ihnen angetan wurde, und ihre Bemühungen um Entschädigung rücken noch viel zu selten ins Blickfeld, wenn es um Erinnerungspolitik für Opfer des Nationalsozialismus geht. Zwei Betroffene stehen im Zentrum des Buches: Paul Wulf (1921-1999) wurde 1932 in eine Idiotenanstalt überstellt und 1938 zwangssterilisiert. Nach dem Krieg kämpfte er für politische Aufklärung und Entschädigung. Paul Brune (geb. 1935) wurde als gemeingefährlicher, debiler Psychopath von 1943 bis 1957 psychiatrisiert und war der Gewalt von Anstaltsleitern, Ärzten und Ordensschwestern ausgeliefert.
Bis in die 70er Jahre hinein setzten sich in den Psychiatrien und Heimen die menschenunwürdigen Zustände der NS-Zeit fast ungebrochen fort, während die Täter als Ärzte oder Gutachter schnell neue Karrieren machen konnten. Das Buch spannt den Bogen von der NS-Ideologie lebensunwerter Existenz bis hin zu ihrer aktuellen Renaissance in den Diskussionen um Menschenzucht und Sterbehilfe.


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4 gebraucht ab EUR 8,00 1 Sammlerstück(e) ab EUR 10,00

mundtot (Sondereinband)

von Jürgen Schubert (Autor)


Neue Zürcher Zeitung

Befreiung eines «Besatzerkinds»

C. W. Dem Autor, der nun in verschiedenen Regionen Deutschlands zu Lesungen eingeladen wird und auf etliche Rezensionen verweisen kann, war Debilität attestiert worden, als er mit 18 Jahren den Befreiungssprung von einem psychiatrischen Heim in eine Bäckerlehre schaffte und beim Meister Familienanschluss erhielt. Jürgen Schubert erzählt in seiner gewiss handgestrickten Publikation berührend und nicht ohne traurigen Humor von seinem Dasein als Kind und Jugendlicher, der aus heutiger Sicht fehlplaciert war oder falsch behandelt wurde. In der Anstalt im westfälischen Sauerland registrierte man etwa «Flapsigkeiten und Widerworte», «allerlei Wünsche» und die «Auffälligkeit», dass er ständig nach seiner Mutter frage. Sie stammte aus Schlesien, hatte zwischen Kriegsende und Vertreibung ein Verhältnis mit einem sowjetischen Offizier, einem Juden aus der Ukraine, und brachte 1946 das «Besatzerkind» zur Welt, gab es aber als Folge einer Vergewaltigung aus und verliess es, offenbar auf Druck ihres aus dem Dienst in der Waffen-SS zurückgekehrten Gatten, der übrigens ebenfalls als Vater in Frage kommen soll. So ist die Heim- mit einer Nachkriegsbiographie verbunden, wie es das «Verbrecherkind» zu spüren bekam. Und die mit Dokumenten und psychologischen Kommentaren ergänzten Aufzeichnungen sind insofern ein Stück zeitgeschichtlicher «Aufarbeitung» im Kleinen



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 Bambule: Fürsorge - Sorge für wen? (Taschenbuch)
von Ulrike Marie Meinhof (Autor) EUR 9,90

Kurzbeschreibung

Als Fernsehfilm von der ARD vierundzwanzig Jahre lang unterdrückt, als Buch längst zum Klassiker geworden
Wer wissen will, welche Erziehungsvorstellungen noch Ende der sechziger Jahre herrschten, sollte Bambule lesen. Das Thema ist aktuell wie je: Wie geht die Gesellschaft mit Randgruppen um, wie erzieht der Staat diejenigen, deren Fürsorge ihm übertragen wurde? Ulrike Meinhof hatte sich als Journalistin in langen Recherchen ein Bild über die Lage der Mädchen in Erziehungsheimen gemacht. In der Geschichte von Irene beschreibt sie den Alltag zwischen Hof, Schlafraum, Wäscheraum und "Bunker", die Repressalien der Erzieher und die Befreiungsversuche der Mädchen, die "Bambule" machen, weil sie leben wollen und nicht bloß sich fügen.



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Hier habe ich noch ganz viele Bücher gefunden.
Klick den folgenden Link an.

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3. Mai 2010 1 03 /05 /Mai /2010 10:01


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Die Demo Ehemaliger Heimkinder in Berlin
15.04.2010

Ehemalige Heimkinder veranstalten am 15.04.2010
eine Demo in Berlin. Mit dabei ist diese "Prügelnonne".
  Teil 2
"Jetzt reden wir" Heimkinder kommen auf der Demo (15.4.2010)
zu Wort:

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"Schwester Clara-Candida"

Interview mit Frau Monika Tschapek-Güntner

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Demo


 Demo


Zur Bühnen Abschlußveranstaltung "Jetzt reden wir"-
Demo in Berlin

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von Peter Henselder

Demo
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Livemitschnitt der Abschlußveranstaltung der Demo "Jetzt reden wir" vom
15.4.2010  (gesendet am 17.4.2010)


Die Reden der Demo "Jetzt reden wir!" stehen einzeln auf unserem Server und
können für die jeweiligen Hompages genutzt werden

1) Vorsitzende des VeH

2) Prof. Kappeler

3) Grußwort Prof. Bauer(Wien)

 

Die Demo am 15. April 2010 in Berlin

demo-nonne
und ein Link zur Demo
Hiermit ist die Berichterstattung zur Demo abgeschlossen.

Demo
Pressestimmen nach der Demo

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Demo
 
 
Auch in München war am 13.05.2010 eine Demonstration

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MÜNCHEN. (hpd) Durch den Rand des Münchener Zentrums zog am Donnerstag eine Prozession teilweise entsprechend kostümierter Teilnehmer. Überraschte und interessierte Passanten ließen sich berichten, worum es ging: Informationen zu den Forderungen der ehemaligen Heimkinder und der Trennung von Kirche und Staat.
Näheres hier:

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Hier noch zwei Video von der Demo

 
 
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*
Demo
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3. Mai 2010 1 03 /05 /Mai /2010 09:57

 

 

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Immer die neuesten Nachrichten zum Thema
Kinder in Diskussion
findet man unter dem Link:
 

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Kinder in Diskussion
Eine mindestens 14 teilige Serie über ehemalige Heimkinder


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von Peter Henselder

 


 
Kommentar zur T.O.P. TV Sendung
von Peter Henselder

 

 

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  Peter Henselder im Gespräch mit Frau Tschapek-Güntner
vom Verein ehemaliger Heimkinder.
Zwischendurch werden Texte eingeblendet, Zeugnisse von Mißhandlungen.


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05.02.2010

Radiosendung am 5.2.2010 unter
 

Thema der Sendung: Philipp Möller im Gespräch mit Peter Henselder: „Ich weiß wie die Kirche arbeitet, gerade die katholische!“ Peter Henselder, ehemaliges Heimkind und selbst Betroffener, begleitet den „Runden Tisch Heimerziehung“ und leitet das Fernsehmagazin TOP-TV. Im Gespräch berichtet er über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, seine eigene Vergangenheit und zukünftige Schritte im beschwerlichen Weg der Interessenvertretung ehemaliger Heimkinder. (13:30 Minuten)

   PhilipMoller-PeterHenselder1.jpg
   Peter Henselder                          Philip Möller
                                                  
Fotografie&copyright: Evelin Frerk www.evelinfrerk.de

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17.02.2010
Hier der erste Teil der gestrigen Fernsehsendung "Kinderheime in Diskussion" mit Frau Elfi Jantzen, MdA und familienpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und Frau Christa Schudeja, Heimkinderverband Deutschland.

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23.02.2010
Gespräche mit Herrn Professor Kappeler

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T.O.P. - TV
Top-TV Fernseh - Sendung  vom 9.3.2010, mit dem Themen: "Wir waren doch nur Kinder" und  die "Bischofskonferenz Österreich". 
 
Kardinal Schönborn kann sich nicht erinnern, dass es Misshandlungen in Heimen Österreichs gegeben hat.

 
 Fernseh-Spot "Schönborn"

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13. und 16.03.10

Die Fernsehsendung "Wir waren doch nur Kinder" aus dem Parlamentsgebäude
Wien (Heimerziehung aus Österrteich von 1950) steht online.

9_ad085c91b52470975bbba230a1caa872.jpgParlamentsgebäude in Wien

 
Teil 1 der Sendung vom 13.3. und 16.3.2010 "Wir waren doch nur Kinder"
 
Teil 2 der Sendung vom 13.3. und 16.3.2010 "Wir waren doch nur Kinder"


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Die Fernsehsendung "Behinderte in Heimen" vom 23.3.2010 steht jetzt unter
folgenden Links online:

Dr. Ulrike Winkler
 
1) Erster teil der Fernsehsendung vom 23.3.2010 "Behinderte in Heimen"  mit
der Autorin Dr. Ulrike Winkler
 
2) Zweiter Teil der Fernsehsendung vom 23.3.2010 "Behinderte in Heimen" mit
der Autorin Dr. Ulrike Winkler

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Song zur Demonstation der ehemaligen Heimkinder am 15.04.2010
in Berlin

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30.03.2010
1. Teil Pressekonferenz zur Bischofskonferenz in Wien
2. Teil Meinungen und Interview zu "Wir waren doch nur Kinder"

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06.04.2010
1. Teil Berlin, Potsdamer Platz

2. Teil Theaterstück  um sexuellen Mißbrauch
Mißbrausopfer gehen in die Offensive
Mißbrauch durch den Pfarrer im Waisenhaus Köln
(es geht um Peter Henselders Person)

Blogbild

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Die Demo Ehemaliger Heimkinder in Berlin
15.04.2010

Ehemalige Heimkinder veranstalten am 15.04.2010
eine Demo in Berlin. Mit dabei ist diese "Prügelnonne".
Die Prügelnonne, Teil 2
"Jetzt reden wir" Heimkinder kommen auf der Demo (15.4.2010)
zu Wort:
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"Schwester  Clara-Candida"


Interview mit Frau Monika Tschapek-Güntner

 

 




 
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Zur Bühnen Abschlußveranstaltung "Jetzt reden wir"-
Demo in Berlin

090-BrandenburgerTor-15-4-2010.jpg
von Peter Henselder

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P4150129.JPG
Livemitschnitt der Abschlußveranstaltung der Demo "Jetzt reden wir" vom
15.4.2010  (gesendet am 17.4.2010)


Die Reden der Demo "Jetzt reden wir!" stehen einzeln auf unserem Server und
können für die jeweiligen Hompages genutzt werden

1) Vorsitzende des VeH

2) Prof. Kappeler

3) Grußwort Prof. Bauer(Wien)

 

Die Demo am 15. April 2010 in Berlin

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und ein Link zur Demo
Hiermit ist die Berichterstattung zur Demo abgeschlossen.

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22.04.2010
Ein Fall wie staatliche Stellen mit einem Kind umgehen
das durch den Vater sexuell Missbraucht wurde:


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"Kinderheime in Diskussion" mit dem Thema "Umgang staatlicher Stellen mit Menschen in Heimen " Als Gast habe ich die Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius im Fernsehstudio. Es wird über eine Fall aus Aachen, aus Amerika und aus Wien(Livetelefonschaltung)berichtet.
Frau Bettina Herlitius
Außerdem wird die "Initiative lesbisch-schwuler Heimkinder
(IlsH)" vorgestellt.
http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/Su1LhHS-01-TopTV-19-4-2010


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01. Mai 2010

hier ist die Sendung, über die Sendereihe
"Kinderheime in Diskussion" .
UNIWUT stellt den Macher der Fernsehreihe
zu Rede und Antwort.
 

 
LG
Peter Henselder

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Ende einer priesterlichen Karriere

Geschrieben von pethens
Samstag, 8. Mai 2010

Ein langer Weg hat sein Ende gefunden. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuchvon Walter Mixa als Bischof von Augsburg an. Erzbischof Robert Zollitsch dankt "für die Impulse, die Mixa als Priester und Bischof gegeben hat, und für die Zusammenarbeit in der Deutschen Bischofskonferenz". Dies klingt wie eine Pflichtübung, und es dürfte auch eine sein. Der Blick ist nach vorne gerichtet. "Die Vorgänge der letzten Zeit haben das gesamte Bistum Augsburg
und auch die katholische Kirche in Deutschland sehr belastet.
Der Verlust der Glaubwürdigkeit wiegt schwer.

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25. März 2010 4 25 /03 /März /2010 14:29



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Nach 55 Jahren
Ein Besuch in der Gotteshütte
,
die heute ganz einfach "Hütte" genannt wird






Das Wichernhaus


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Kurzer Rückblick


Ich war gerade 12 Jahre alt geworden, als ich in die Gotteshütte kam,
in dieses Heim aus roten Backsteinen.


  



An diese Zeit kann ich mich komischerweise am wenigsten erinnern. Ich weiß nur, ich war im Wichernhaus, unten war der Aufenthaltraum, nach oben ging es in den Schlafsaal mit den 21 Betten, und an das Bettenbauen kann ich mich noch sehr gut erinnern. Überhaupt war Sauberkeit und Ornung ein ganz furchtbar wichtiges Erziehungsziel. Wir sollten ja brauchbare Mitglieder der Gesellschaft und in dieser gute Hausfrauen werden. Das Fräulein Hanke war ein rechter Putzteufel, und die Möbel des Aufenthaltsraumes standen öfter auf der Terrasse als im Aufenthaltsraum, weil da mal wieder geschrubbt werden mußte. Ich dachte aber wohl noch gar nicht dran, irgendwann Hausfrau zu sein, und so trödelte ich gerne herum und quasselte lieber mit den Mädchen, was mir dann den Spitznamen "Trödel" einbrachte, außerdem einen nicht sehr wohlwollenden Eintrag im nächsten Bericht.




Sinn und Unsinn dieser Berichte

Berichte sind Bewertungen über die gute oder weniger gute Führung, praktisch ein Führungszeugnis. Sie können das weitere Leben positiv oder negativ beeinflussen. Mein erster Bericht sagte aus, daß ich herzig und lieb bin; aber dauernd weg laufe, und es käme Trotz durch. Im nächsten stand wieder, ich liefe dauernd weg. Weitere Berichte bescheinigten mir, daß ich eine straffe Hand brauche, daß mein Mund nicht still stände. Ich wäre ein unruhiger Geist, wäre aber anhänglich und ansonsten folgsam. Den niederschmetternsten Bericht schrieb dann Schwester I.,weiter oben ist er abgebildet. Und weil es so schön vorgegeben war, der Lehrer K. gleich noch hinterher. Im nächsten Bericht wurde noch einmal alles zusammengefaßt. Ich wäre halt immer ein schwieriges Kind gewesen und hätte der straffen Führung bedurft. In meinem Blog habe ich diese Berichte abgebildet.http://www.aus-dem-leben-eines-heimkindes.de/ Dieses Muster wurde immer weiter so übernommen. Die Gotteshütte hat noch ein paar Korrekturen dazu getan, z.B. ich sei bei meinen Arbeiten trödelig (Spitzname "Trödel") und unzuverlässig, hätte einen vorlauten Mund. Die schulischen Leistungen waren zufriedenstellend. Ich wäre musisch veranlagt, spiele recht gut die F-Flöte, könne meinen Fähigkeiten nach zu urteilen mehr leisten, als ich eben leiste. Also großer Mund, faul, antriebslos, unzuverlässig......bis zum Lügen und Stehlen nur ein kleiner Schritt, das kam dann später bei den Berichten meiner Arbeitgeber noch hinzu. mal mehr, mal weniger kraß. (Wer unzuverlässig und faul ist, lügt und stiehlt ja auch bestimmt). So wurden dann diese Berichte immer "vollständiger", das Bild rundete sich ab. Der Zögling Renate Müer war abgestempelt.
 




Ein Tagesablauf, wie ich ihn erinnern kann.


Wenn 20 Mädchen gleichzeitig aufstehen, stellt man sich ein Gedrängel und Geschubse vor. Bei uns war das alles schön gesittet und ordentlich. Die Betten mußten pennibel genau gemacht werden, möglichst ohne Falten. Vor dem Bett stand ein Hocker, auf den die Wäsche abends zusammengefaltet gelegt wurde. Betten fertig? Dann runter in den Aufenthaltraum, es gab Milchsuppe und Marmeladenbrot. Immer.
In der Regel ging es dann auch nach dem Frühstück rüber in die Schule.
Die Gotteshütte hatte eine eigene Lutherschule. Wir hatten also gar keinen Kontakt zu den Schülern aus dem Dorf Kleinenbremen, wo die Gotteshütte liegt.
Dann Mittagessen und Schulaufgaben. Der Nachmittag verlief unterschiedlich. Ich wurde oft zum Kartoffelschälen eingeteilt. Da saßen dann etwa 10 Mädchen im Keller neben der Küche und schälten Kartoffeln.
In der Erntezeit mußten wir aber auch oft mit aufs Feld des heimeigenen Bauernhofes, zum Beispiel Kartoffeln aufsuchen.





Ich war musisch veranlagt, und darum war es für mich ein Segen, als eine Schwester Gerda kam, die in der Gotteshütte einen ganz hervorragenden Blockflötenchor ins Leben rief. Sie brachte auch einen Teil von uns Hüttenkindern in den Kirchenchor in Kleinenbremen. Die Kirche war uns gut bekannt, denn wir marschierten jeden Sonntag in wohlgeordneten Zweierreihen dort hin. Ich fand das in die Kirche gehen gut. Nicht, daß ich jetzt unheimlich fromm gewesen wäre; aber ich liebte das Spiel der wunderschönen Kirchenorgel, und ich schwärmte für den Organisten. Wir lernten in der Gotteshütte das halbe Gesangbuch auswendig, konnten ein paar Psalmen und Bibelstellen aufsagen. Ich wurde mit 14 Jahren konfirmiert. Eine Woche vor dem großen Tag sollte die Prüfung sein. Leider hatte ich mal wieder eine Mandelentzündug mit hohem Fieber und konnte nicht mit, um meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Katastrophe! Ich lag im Bett und heulte. Natürlich wurde ich trotzdem konfirmiert, denn man wußte, daß wir Heimkinder gut gelernt hatten. (mußten)


  



Die Schulzeit war nun also vorbei und der sogenannte Ernst des Lebens sollte beginnen. Ich wurde verlegt in das Fliednerhaus, wo die schulentlassenen Mädchen untergebracht waren. Dort sollten wir auf das Leben "draußen" vorbereitet werden. Und dort herrschte Schwester Erika mit strenger Hand; aber gerecht war sie. Wir schliefen in kleineren Gruppen, etwa mit 4 Mädchen in einem Zimmer. Ein Jahr war ich im Fliednerhaus. Während der Zeit war ich in der Nähstube, der Waschküche und in der Küche tätig. Hier ist ein Foto, wie sie heute aussieht, sie ist nicht mehr in Betrieb, weil die heutigen Gruppen sich autonom versorgen.
 


 


Vorne waren noch 2 riesigeDampfkessel, in denen die morgendliche Milchsuppe gekocht wurde. Und darin wurde auch diese furchtbar gräßliche Graupensuppe fabriziert, die ich so abgrundtief haßte, daß ich bis vor Kurzem keine mehr gegessen habe. Die war nämlich so dick, daß der Löffel drin stecken blieb, wenn sie mal kalt wurde. Igittegitt......!..... "Küchenchef" war eine Diakonisse. Sie war der Meinung, man müsse zum Kochen Mut haben, weil oft etwas so heiß würde, und man müsse dann trotzdem zupacken. Oh ja, das bekam ich irgendwann zu spüren. Ich sollte eine Emaille-Kaffeekanne für mindestens 20 Personen zu den Bauarbeitern bringen, die oben den Hof bearbeiteten. Anstatt mir einen Topflappen zu nehmen, faßte ich mit bloßen Händen zu - und klatsch lag die Kanne zu meinen Füßen und der Kaffee hatte mir den einen Fuß total verbrannt. Folge: 14 Tage Fliednerhaus-Bett.




Nachdem ich dann nach der Schulentlassung noch ein Jahr lang in der Gotteshütte in Nähstube, Küche und Waschküche gearbeitet hatte, war man wohl der Ansicht, daß ich jetzt aufs Leben vorbereitet sei und vermittelte mich in eine Haushaltslehre außerhalb des Heims, aber im Dorf Kleinenbremen. Ich hatte ganz andere Berufswünsche, wollte gern Säuglingsschwester werden, oder ins Büro oder Musik studieren. Das waren natürlich "Flausen", die man mir schnell ausredete. "Solche Sachen" wurden nicht gefördert, es reichte immer nur zur Putzfrau.


 


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Der Besuch der Hütte






Wie kommt man dazu, nach 55 Jahren das Heim zu besuchen?
Das Internet hat es geschafft.
In einer Seite war ein Bericht von Porta Westfalica, der ganz gut aufgemacht war.
Ich kam an die Stelle, welche Gemeinden zu Porta Wastfalica gehörten, und las Kleinenbremen. Da war meine Neugierde geweckt. Ich habe dann einfach mal Gotteshütte eingegeben und fand die Homepage der Hütte, wie sie heute liebevoll genannt wird. Ein Gästebuch dort brachte mir dann Mailverbindung mit ein paar Ehemaligen Heimkindern. Die waren aber alle viel jünger und kannten die Gotteshütte so nicht, wie sie zu unserer Zeit war.
Klaus K. schickte mir dann die ersten Fotos von der Hütte, und ich muß sagen, es kam mir alles bekannt vor, eben der alte Kern der Gotteshütte.




Ich schrieb dann auch die Verwaltung der Hütte an und wurde sehr freundlich an den Heimleiter weiter geleitet. Er kümmert sich sehr um Ehemalige, und so kam dann auch eine Einladung zum Besuch zustande.
Vor dem Bescuh war noch etwas Sensationelles für mich: Ich bekam meine Heim-Akte. Ich hielt mein Leben in Händen, zusammengefaßt auf einen zerschlissenen und vergilbten Ordner, rosa war er ursprünglich.
Endlich fügten sich die fehlenden Mosaiksteinchen ein, ich bekam meine lückenlose
Biografie, die mich dann erst mal tagelang und sogar wochenlang beschäftigte.



 


Meine Tochter Anja und ich waren mit dem Zug bis Minden gefahren,
und von dort holte

uns der jetzige Heimleiter Herr D....mit dem Auto ab.
Ich war aufgeregt, voller Spannung.
Ich wußte ja von Bildern, wie die Hütte jetzt aussieht.
Aber alles auf Fotos sehen und in echt erleben sind doch 2 Paar Schuhe.
Die Überlegung kam mir, daß es doch merkwürdig war, jetzt unbedingt in die Hütte zu wollen, und damals sind wir Mädchen dort abgehauen. So merkwürdig war
es aber sicher auch nicht, denn ich wußte ja, daß wir hier wieder raus konnten,
wann immer wir es wollten.
Langsam fuhren wir oberhalb der Hütte die Waldstraße lang und kamen
direkt auf das riesig anmutende Fröbelh
aus zu.

 


Weiter ging es den Weg runter und dann rauf auf den Hof.
Natürlich war ich neugierig auf die Gotteshütte, ich wollte ja alles mal wieder sehen.
Da stand nun dieser Backstein-Komplex, unser Lied schoß mir durch den Kopf: Und hinter Kerkermauern, müssen wir die Zeit versauern" oder so ähnlich war eine Zeile.






Ach du liebe Güte, was ist mit der dicken Linde passiert?
Ihr Äste ragten reichlich ramponiert in die Luft.
Wenn ich mich so umsah, war der Kern dieses Heimes noch so wie vor 55 Jahren.
Die Fenster waren neu, fiel mir sofort auf, und Türen waren teilweise neu.
Leider hat es an dem Tag geregnet, und ich konnte nicht viel Fotos machen,
darum sind hier teilweise auch welche von anderen ehemaligen Hüttenkindern,
die schon zu Besuch da waren.






Die Linde in ihrer ganzen Pracht - das "zerrupfte Gestell", was da jetzt auf dem Hof stand, sorgte während des Besuchs immer wieder für Erheiterungen. Ich konnte es mir eben nicht verkneifen, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, welche schöner Baum die Linde früher war. Es war aus Sicherheitsgründen leider nötig geworden, die Äste drastisch zu stutzen, da war wohl viel morsches Geäst dran.
Aber sie ist doch wirklich ein Prachtstück, wie sie da so steht, nicht wahr?






Die heimeigene Luther - Schule, oben rechts die beiden Fenster gehörten zu unserem Klassentraum. Unten links neben der Tür war damals die Nähstube.
Links von der Linde fing das Fröbelhaus an, da waren die Jungens bis etwa 10 Jahren untergebracht, dann kamen sie in ein anderes Heim.Ich bin nie in diesem Fröbelhaus gewesen, ich hatte da nie was zu tun. Wir wsaren auch jetzt nicht dort, obwohl man einen ganz tollen Blick über den Hof auf die anderen Gebäude hat.
Wir haben überhaupt keine Kinder gesehen, und erfuhren dann, daß die Hütte,
eben dieser alte Kern überwiegend nur Schule ist.




Neue Wohnhäuser waren daneben gebaut, wir sind mal da her gefahren, damit wir uns ein Bild machen konnten.Ich habe die Bilder aus dem Netzt und bin von dieser super Einrichtung richtig begeistert.Sieht doch echt gemütlich aus.
Unsere Räume dagegen....nicht so toll.


Der Schlafsaal
Im Lindeneck




Das Wichernhaus, in dem ich untergebracht war.
Herr D, ging mit uns ins Haus. Du liebe Zeit, das war überhaupt nicht mehr "mein Wichernhaus", denn hier war nur Werkstatt. Wir kletterten in den ersten Stock, wo der Schlafsaal war,
alles umgebaut, es war nichts mehr zu erkennen. Über der weißen Tür die beiden Fenster gehörten zum Zimmer Fräulein Hankens.Ich weiß noch, daß ich damals mächtig stolz war, das putzen zu dürfen.






Das Wichernhaus, vom Verwaltungsgebäude aus gesehen.
Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, daß da hinten eine Tür und große Fenster waren, wir sind immer nur durch diese jetzt weiße Tür gegangen.Der Aufenthaltsraum unten war abgeschlossen, da konnte man nicht rein. War mir auch egal. Es hat mich irgendwie auch nicht interessiert. Das war alles so fremd, so unwirklich. Nichts hat mehr erinnert an die Zeit früher. Erinnerungen kamen keine, auch keine Emotionen, oder was man vielleicht erwartet hätte. Es war, als hätte ich einen Film gesehen. Ich war gar nicht wirklich dabei.





Der Besuch des Fliednerhauses, in dem ich ja auch untergebracht war, brachte auch keine Erinnerungen. Obwohl das klein und übersichtlich ist, konnte ich da nicht mal mehr das Zimmer finden, in dem wir geschlafen haben.
Ich habe offenbar alles abgehakt in meinem Kopf. Aus den Augen, aus dem Sinn, könnte man sagen. Ich war damals froh, da weg zu kommen, war nicht mehr so eingesperrt. Und ich kam eben "raus" aus dem Heim. Mein Hirnkastel hat wohl registriert: Fertig, hier gibt es nichts mehr zu bedenken.
Ich hatte ja bis zu meiner Heirat immer wieder mal mit der Gotteshütte zu tun, denn das Jugendamt hatte sein Hände
quasi während meiner ersten 20 Lebensjahre über mir.
Ich schließe auch dieses Kapitel nun ab. Es kann sein, daß wir die Hütte noch mal besuchen, mit dem neuen Heimleiter haben wir ein herzliches Verhältnis, so ein Heimleiter wäre damals gut gewesen.
Er wollte uns ja auch noch die Krippe zeigen, die früher in der Hütte im großen Saal stand. Heute hat sie ihren Platz
in der Dorf-Kirche in Kleinenbremen.
Wir sind auch da mal vorbei gefahren, konnten aber nicht rein, weil ein Handwerker den Schlüssel hatte, der ein eingeworfenes Fenster reparieren mußte. Im nahen Bückeburg waren wir auch, ebenso in Rinteln, was genau so nah dabei liegt.
Der Hüttenbesuch war ganz interessant, Erinnerungen braucht man wohl doch auch. Wir sind  sehr gut aufgenommen und bewirtet worden, und Herr D. hat sich sehr viel Zeit genommen für uns.    Dieses Kapitel meines Lebens kann ich nun aber getrost abschließen.

Vor Kurzem bekam ich dieses alte Foto der Gotteshütte,
es war etwa so 1940 aufgenommen worden,stand auf der Karte.





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18. März 2010 4 18 /03 /März /2010 16:58



Diesen Blog hat meine Anja für mich geschrieben,

Danke Anja.


Eins vorweg: Bitte unbedingt auch die Anmerkung unter diesem Text beachten!!




Jörg Zink beschreibt es in "Was bleibt, stiften die Liebenden"
wie folgt:


"Ein Gefühl ist wie ein Kind,
das in uns lebt und weint und lacht,
Hunger hat und bemerkt sein will.
Wer zu seinem Gefühl zu oft sagt:
"Sei still,
ich habe jetzt keine Zeit für dich"-
dessen inneres Kind sitzt eines Tages
in einer vergessenen Ecke und trauert,
wird krank und verkümmert.


Mit Gefühlen soll man umgehen,
wie man mit einem Kind umgeht.
Man sieht ihm freundlich zu und aufmerksam,
man hört, was es klagt,
man leidet mit ihm, wenn es leidet.
Denn Gefühle sind die lebendigsten Kräfte in uns,
und keine andere Kraft in uns
bringt so Lebendiges hervor.


Ein Kind hat auch Wünsche,
berechtigte, gute, schöne,
die nicht zu erfüllen sind.
Dann nehmen wir es auf den Arm
und sind mit ihm traurig.
Aber wir schicken es nicht weg.
Ein Kind kann verstehen,
daß es nicht alles haben kann.
Aber lieben muß man es,
ihm Mut geben und Fröhlichkeit
und Raum, seine Kräfte zu regen."


Geboren, um zu leben


0-copy-1.jpg

Schön wär´s und wär´s gewesen!! Aber die Realität
sieht
tieftraurigerweise mehr als oft genug, viel zu oft
anders aus, und
welche Geschichten mehr und mehr
zutage  gefördert werden,
führen allzu deutlich
vor Augen,
wie unendlich grausam der Mensch

mitunter sein, was er seinesgleichen antun kann.
Alles andere als
zum Lachen für Kind sowie inneres Kind.
Wird ein Kind gebrochen,

wie soll das innere Kind da nicht gebrochen sein?
So grenzt es,  wenn
man mich fragt, an eine Art
Wunder,  meistert solch ein Betroffener
sein Leben-
und hat so viel Liebe zu geben...


Hier denke ich ganz besonders an einen ganz
besonderen
Menschen, dessen Leben,
kaum daß er das Licht der Welt erblickt
hatte,
alles andere als auf Rosen gebettet war: Mein liebes,
goldiges Mütterlein



  Sie war ein Opfer der Lieblosigkeit, die für sie
über
kurz oder lang- wohl eher über kurz, demnach,
wie sie vorgefunden
wurde!! - das Ende bedeutet hätte,
wäre sie nicht aus der lieblosen

Umgebung herausgerissen worden-
um früher oder später wiederum

von einer lieblosen Gegend in der anderen lieblosen
Gegend
zu landen,
wo es zumindest nicht obendrein ausgesprochen
grausam zuging.

Wenigstens nicht in körperlichem Sinne...
(Anmerkung von Mutti: Körperliche Grausamkeiten
blieben mir erspart,
ich habe nur unter der Lieblosigkeit

gelitten, mit der ich behandelt wurde.)
Wer über ihre Geschichte

lesen möchte, kann das in ihrer privaten Homepage
unter
Meine Heimzeit tun. Dort wird u.a. auf ihren Blog
verwiesen. Wie mit
Heimkindern viele Jahrzehnte über-
entschieden zu lange Jahrzehnte
über!! - verfahren wurde
und durch welche Umstände Kinder mitunter

in die Fänge der Fürsorge gerieten- welch großes Wort,
Fürsorge!! -
ist auf o.g. Seiten nachzulesen. Ferner ist
über noch folgende
Ausführungen zu lesen.
An dieser Stelle beachte man weitere

Quellverweise auf o.g. Seiten.


Neben Lieblosigkeit waren in unzähligen Heimen seelische
sowie
körperliche Grausamkeit an der Tagesordnung.
Ein Mädchen wurde von
einer Nonne nachts geweckt
und sollte ihr eigenes Grab schaufeln.
Ein
Eigenes Grab schaufeln
kleiner Junge wurde von einer Nonne beim Onanieren
"erwischt" und
von ihr immer wieder mit dem Kopf in eine
gefüllte Badewanne getaucht,
bis er kurz vorm Ersticken
stand. Kinder wurden immer wieder mit dem
Kopf ins
Plumpsklo getaucht. Andere "Zöglinge" durften stundenlang
auf
Holzscheiten knien und die Bibel in die Höhe halten und
bekamen, wobei
die Verantwortlichen keineswegs zimperlich
waren, die Rute zu spüren,

wenn sie das Gleichgewicht oder irgendwann unweigerlich die
Nerven
verloren. Das Essen war häufig mit reichlich lebendiger kleiner, alles andere als feiner Fleischeinlage angereichert
und durfte gar zweimal
genossen werden. Pro Portion, nicht
zu vergessen! Bettnässer hatten

nach dem Aufstehen das Vergnügen, mit dem entsprechend

durchtränkten Laken auf dem Flur zu stehen, teils mit,
teils ohne
Schläge zur Krönung, da war durchaus Abwechslung geboten. Sollte man tatsächlich mal dahingehend besorgt
gewesen sein, daß es ja nicht
zu langweilig wurde?! Mönche und Nonnen wußten auf ihre Kosten zu kommen, wenn es darum ging,
ihren Spaß zu haben-
wozu waren denn
die Zöglinge da?!

An dieser Stelle überleitend nicht speziell der Mißbrauch
zu
vergessen, der bis heute (!!) von Heimen über
selbsternannteMänner
und Frauen Gottes bishin
zum privaten "Zuhause"
seine Klauen ausfährt.


Sexueller Mißbrauch an Kindern
durch die Kirche



waisenhaus-2

Wie könnte es anders sein, als daß die Opfer kein Gehör
finden?  Sie
spinnen sich etwas zurecht. Sie wollen es selbst so haben.  Es ist Ehrensache, daß das "unter uns bleibt", keiner
etwas  davon wissen darf,
sonst wird es fürchterlich.
Andererseits gibt es  so etwas "doch nicht
bei uns",
da geht nichts über die rosarote Brille und die auf
Durchzug
  gestellten Ohren, allenfalls ein kurzer, strenger,
warnender Blick..
funktioniert prächtig! Etc., etc. Es gibt
wirklich gute Gründe für den
Opfern verschlossene Augen,
Ohren, Türen... Das Ergebnis: Die Seele
ist gezeichnet,
das  reicht für ein ganzes Leben. Mehr oder weniger
lang,
je nachdem, wann der eine oder andere, der es schier nicht
mehr
zu ertragen imstande ist- ist natürlich alles Spinnerei, Psychologen sind
doch selbst bescheuert... -
sich zu guter Letzt selbst ausknipsen.




Sofern diesen Part nicht andere zumindest zu übernehmen
versuchen. Gelegentlich reicht es großzügigerweise aus,
auf der Straße zusammengeschlagen zu werden
und das sogar mit schriftlich
beigefügten lieben Grüßen von der Kirche. alles schon
dagewesen, man sage niemals "nie"! Auch nicht in Bezug auf "Familie"... Wobei den Heimkindern in der Regel im Notfall
weniger geglaubt wird. Klar, wie war das noch? Heimkinder
taugen nichts und lügen... Doch auch die Opfer, die ein
privates- sogenanntes!! - Zuhause haben,
werden zur
 
Krönung bestraft.

Kinder sind tabu

http://www.youtube.com/watch?v=aacDn2k7cCQ

bjvzkwe8


Krönung bestraft. Dagegen haben sie wenigstens die
Möglichkeit, sich
außerhalb Hilfe und Beratung zu suchen.
Aber, ist man bereits im
rechten Maß seelisch gestutzt,
erst mal können vor Lachen...

Da bringt es jemand Unbekanntes im Gegensatz zu Jörg Zink,
der
beschreibt, wie es sein soll, im Hinblick auf innere Kinder und
ihre gezeichneten Seelen wie folgt auf den Punkt:


"Immer wieder treten
Menschen
in dein Leben,


die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,

einige nehmen einen kleinen Teil

deines Herzens mit,

andere verschwinden so schnell,

wie sie gekommen sind,

und noch andere hinterlassen


Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Lauf der Zeit,

die Narben verblassen und


verschwinden,

dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen, die


in dein Leben treten,

die dich ein Stück begleiten,

vielleicht sogar für den Rest


deines Lebens.

Aber Narben erinnern dich

immer daran,
daß die Vergangenheit


einmal Realität war."
Es ist ein Segen, daß "Zöglinge" und Co. nicht NUR solchen Erfahrungen ausgesetzt sind. Traurig genug, daß sich Menschen, die sich ursprünglich in den Dienst Gottes stellten, zur Grausamkeit hinreißen lassen und dadurch schnell ein entsprechend generalisierter Eindruck von Kirche entsteht, so daß positive Erfahrungen dabei sehr leicht übersehen werden können. Überall, ob in Kirche, Familie oder sonstwo auf dieser Erde, gibt es immer "solche und solche".

 

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11. März 2010 4 11 /03 /März /2010 12:26

 


 



Mein Arnsberg

wie ich es sehe und liebe



 





Das ist Arnsbergs Gute Stube mit dem
Wahrzeichen, dem Glockenturm
Im Vordergrund steht der Maximiliansbrunnen,
dahinter das ehemalige Hotel "Zur Krim".

 




Die Stadtkapelle St. Georg mit dem Glockenturm









Unser Rathaus
Es paßt gut in Arnsbergs Gute Stube.


Hier gibt es Informationen über meine Heimatstadt

Als Besonderes eine Flash Animation vom Schloßberg

und Geschichtliches vom Schloß Arnsberg






Näheres Kennenlernen durch diesen Klick









 



Arnsberg und die Künstler
(Ich nenne hier nur die mir Bekannten, es sind sicherlich mehr.
)





Was für die Salzburger Bürger der Herr Mozart ist,
ist für die Arnsberger der beliebte Herr Kammersänger
Günter Wewel











Direkt durch den Glockenturm durch kommt man auf das ehemalige Haus

des Arnsberger Künstlers Udo Wollmeiner, der heute in Oeventrop lebt.
Das Foto zeigt den Künstler mit einem seiner typischen Werke.
Das Foto stammt aus seiner Homepage.
















Ich habe mal ein wenig rum gestöbert in den Homepages,
und ich bin dabei auf die HP des "Ton-Künstlers" Dieter Blefgen
gestoßen.Es ist schon Jahre her, daß ich einen Töpferkurs
besucht habe, den Herr Blefgen  in der VHS abhielt,
die damals noch in der Clemens-August-Straße war.












Ich möchte noch gern Ralf, den Zauberer erwähnen,
der durch seine Zauberkünste und Shows alt und jung begeistert.








Plateau bleu II



Hier weise ich auf den Arnsberger Metallkünstler
Rudolf (Rudi) Olm,
der am Kreisverkehr diese wunderschöne Europablume geschaffen hat.
Aus der Werkstadt des Künstlers stammt auch das
in seiner Homepage abgebildete Kunstwerk.






Diese besondere Beleuchtung steht in der Mitte eines Kreisverkehrs in Arnsberg.
Geschaffen hat die 'Europablume' der Arnsberger Metallkünstler Rudolf (Rudi) Olm.
Die 25 Lichtgloben symbolisieren die 25 Staaten der EU zum Zeitpunkt der Aufstellung 2004.










Infos zum Heimat-Museum








Das Ehmsendenkmal in Arnsberg erinnert an den Forstrat und Gründer des
 Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) Ernst Ehmsen



Das Hirschberger Tor und seine Geschichte




Hier bei Wikipedia steht mehr drüber, lies mal






Wer hier alles beim Gesundwerden hilft, erfährt man durch Klick





Infos über den Kreis gibt es hier







Die Altstadt von oben




Kommt man aus dem Tunnel raus, kommt man auf die Marienbrücke









Was hier untergebracht ist, erfährt man durch Klick




Die Bezirksregierung Arnsberg





Das Feierwehr-Museum auf dem Schloßberg


Jetzt kommen noch ein paar alte Fundsachen



































Hier gibt es Informationen



Das war Arnsbergs größter Arbeitgeber, die Feldmühle.
Heute heißt das Werk Reno Di Medici




nein, nicht etwa ein Großfeuer,
diese "feurigen" Dämpfe sind so zu sehen
von meinem Balkon aus.











Viel Interessantes über Schloß Herdringen gibt es hier

Hier noch ein Leckerchen, eine Flash Animation








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11. März 2010 4 11 /03 /März /2010 11:43
Ich stelle mich vor
renate-m









geboren bin ich am 16.Februar 1940
in Arnsberg im schönen Sauerland




Ich habe 2 Kinder
Sohn Thomas, geb. 18.05. 1960, Tochter Anja, geb. 14.11. 1967



 

 

Zu uns gehört auch seit Ende 2006 der liebe Jochen,





Meine Vorlieben und Hobbys


Lieblingsessen sind Nudeln in allen Variationen
Bratwurst und Schinkenbrötchen




Ich trinke gern Kaffee, Bier und Mineralwasser

    

Ich handarbeite gern, am liebsten stricke ich Socken


     







Ich bin Fan von "Kölsche Radio"



Kölsche Radio




Näheres von mir erfahrt Ihr auch noch
hier in der Homepage

http://www.repage3.de/member/renate-m3


Hier eine kleine Kostprobe



Ich bin eine fröhliche Rentnerin, vertrage mich mit den Nachbarn,
liebe meine Kinder, trenne meinen Müll, hasse lange Schlangen im

Supermarkt, gabe meine Mandeln und den Blinddarm noch, bin

noch
nie von einem Hund gebissen worden, liebe Nudeln i
n allen Variationen,
freue mich über sonniges Wetter, ich kann schlecht
laufen, habe darum einen Rollator und
trinke abends gern mal ein Bierchen.
Ich bin eine Kämpfernatur, ich kämpfe ständig gegen mein Übergewicht. 

Zu viel Futter??? Kann sein.
Etwas muß der Mensch ja zum Freuen haben.
Ich möchte gern mal nach New York, habe keinen Führerschein, liebe

die
Nordsee und vor allen Dingen liebe ich Köln, sitze viel zu lange vor
dem Computer, also ganz normal.



Ich bin nicht sehr gut zu Fuß,
darum fahre ich mit dem Rollator

Links mein Traummodell, rechts "mein Rolls in bleu"


      























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8. Januar 2010 5 08 /01 /Januar /2010 13:37

18891-gbpicseu.gif

Beim Schreiben kommen immer mehr Erinnerungen

Messenger.JPG 
Man sagt, der Mensch erinnert sich ab etwa 4 Jahren an seine Kindheit zurück.
Ich begebe mich jetzt mal auf die Suche nach mir selbst.


Meine erste Kindheitserinnerung führt mich auf einen Balkon, wo ich mit mehreren Kindern war und wo eine Frau Schuhe putzte. Ich weiß, daß ich fror und rein wollte.
Vermutlich war das in Schweicheln, denn dort war ich öfter mal zwischendurch, wenn dieses "Paketchen Renate" wieder irgendwo anders hingeschickt wurde.
Wenn das mit dem Erinnerungsvermögen ab 4 Jhren stimmt,
kam ich bald an die beste Adresse, die ich im Leben hatte.

Zu meiner "Mutti" nach Bünde/Habighorst

Meine-Tante-Friede.jpg.jpgSie war der liebste Mensch, den ich im Leben kennen lernen durfte.


1Ich erinnere mich ganz schwach, daß mich 2 Frauen von irgendwo mit dem Fahrrad abholten. Sie erzählten so nett und ich hatte Zutrauen zu ihnen. Es war meine "Mutti" Elfriede und ihre Schwester Hanna, für mich dann Tante Hanna. Tante Hanna hatte blonde Haare und einen Aquamarinring am Finger. Sie nannte mich Jahre später immer Butterfresser, weil ich einmal in großer Hitze ein Päckchen Butter vom Tante-Emma-Laden (die Frau hieß wirklich Emma und der Mann hieß August) holte, die mir dann in der Hand zu fließen begann, und leckte das immer fleißig ab. So war ich dann der   Butterfresser, was ich gar nicht so lustig fand.
Bevor ich zu meiner Mutti kam, lebte ich bei einer Familie in Bielefeld-Gadderbaum.
Dort bin ich immer weg gelaufen und zur Strafe haben sie mich in den Ziegenstall gesperrt. Das weiß ich zwar nicht mehr; aber meine Mutti hat mir mal erzählt, daß ich das anfänglich bei ihr immer ganz vorwufsvoll beklagte.
Ziegen hatte Mutti nicht; aber Kaninchen, die hießen alle Muckelchen.
Schwein1KaninchenUnd dann das Schwein, was immer Hansi hieß.  Hansi mußte im Winter sein Leben lassen, damit wir immer Fleisch und Wurst und Schinken zu essen hatten, was zu der Zeit um 1944 ja nicht so selbstverständlich war. Hansi lebte im Keller, und man konnte es schon am feinen Duft erkennen, wenn man ins Haus kam.

Noch einen anderen Duft hatten in der Zeit fast alle Häuser der Nachbarschaft:
Hier wurden in Heimarbeit Zigarren gefertigt, meine Mutti stellte die auch her.
So ähnlich sah auch Muttis Klavier aus.

_MAIL__Tabak_rdax_444x292_90.JPG
Zur Veranschaulichung gebe ich hier einen Artikel über die Zigarrenstadt Bünde rein.
Das wunderschöne Bild vermittelt einen Eindruck vom Zigarrenmachen in den Familien.


Das Klavier
Das war ein "Klavier für 4 Hände"
Der Arbeitsplatz der Zigarrenmacher wurde Klavier genannt.

Bünde - Zigarrenmetropole in Ostwestfalen


Als man Zigarre noch mit C schrieb, entwickelte sich die kleine ostwestfälische Stadt Bünde zur Metropole der deutschen Tabakverarbeitung. 1880 gab es dort 18 Zigarrenfabriken und vier große Herstellungsbetriebe für hölzerne Zigarrenkistchen. Neben den vielen festen Beschäftigten in den Betrieben standen auch noch jede Menge Heimarbeiter in Lohn und Brot der Tabakindustrie, die zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Kleinstadt wurde. Auch heute ist Bünde noch eine Top-Adresse in Sachen Zigarre.

 

90000942.jpg

 

 

Von meiner Zeit in Habighorst weiß ich eigentlich noch recht viel, im Gegensatz zu späteren Aufenthalten.

 

Tante Friedes Haus 2


Dieses Haus war während fast 6 glücklicher Kinderjahre mein Zuhause.


Nebenan wohnte Tante Lene (die Nachbarn  hießen damals alle Tante und Onkel, das war zu der Zeit so.) Tante Lene hatte den furchtbaren Günter, der noch mit 4 Jahren in die Hosen machte und oft genug von uns anderen Kindern nach Hause geschickt wurde, weil er möffelte. Und einen schrecklichen Giftzwockel von Hahn hatte sie auch. Wenn wir Kinder ihr auf dem Hof zu laut wurden, ließ sie den kurzerhand aus dem Stall, und weg waren wir. Auf dem schönen langen Hof hatten wir uns dann mal eine Schlinderbahn

(Rutschbahn auf Eis)gemacht.  Herrlich, in einem Zug die ganze Strecke lang zu kommen. Am nächsten Morgen war dann unsere schöne Schlinderbahn zur Aschenbahn geworden, Tante Lenes Rache. Rundherum wohnten Kinder, und weil die Eltern Zigarren machten,

spielten die Kinder meistens draußen auf dem Hof, mal bei dem, mal bei dem.


puppen 44

Liebend gern ging ich zu den beiden Mädchen ein paar Häuser weiter.

Sie hatte so wunderschöne große Puppen mit einem richtigen Puppenwagen.Aber als sie meiner Bitte, diese Puppen mal auf den Arm nehmen zu dürfen, nicht nachkamen, waren es "diese blöden Ziegen mit ihren blöden Puppen". So ähnlich sahen die Puppen aus.

Schöne große Käthe Kruse, das Echtheitsschild machten ihre Mütter nie ab,

denn es sollte ja jeder sehen, daß die Puppen gut und teuer waren.

 

 

Der Ernst des Lebens begann


Irgendwann war die "nur-Spielen-Zeit" vorbei und ich wurde eingeschult. Ich war wohl ein schrecklich unruhiger Geist und war äußerst mitteilungsbedürftig. Das störte natürlich, denn in der Klasse wurden alle Schuljahre gleichzeitig unterrichtet. Immer eine Klasse, die anderen mußten sich beschäftigen mit Schreiben oder Rechenaufgaben machen. Es wurde also ernsthaft gearbeitet, Und wer ein bißchen clever war, konnte schon etliches aufschnappen, was bei den Größeren gerade dran genommen wurde.

Ich war ja während des Krieges bei meiner Mutti. Es gab nichts, und schon gar nicht Leder-Schuhe, nicht mal für Geld und gute Worte. Wir Kinder trugen Klotschen, auch zur Schule. Mutti hatte einmal für mich braune Schnürschuhe ergattern können, und ich sehe es noch, als wäre es gestern gewesen: Die Kostbarkeiten paßten nicht

und Mutti brach in Tränen aus.

 

Dies war unsere Schule, 1 Klassenraum für alle

 

Meine-Schule.jpg      H schuh Klein Das waren die Klotschen, die im Klassenraum einen höllischen Lärm verursachten.

Es war angesagt, dicke Socken da drin zu tragen. Diese strickte Oma Meyer, die Mutter meiner Mutti. Oma Meyer trug den seltenen Namen Ilsabein, und ich konnte mich vor Lachen  nicht wieder einkriegen, als ich ihn das erste Mal hörte. Bei Meyers wurden keine Zigarren gedreht, denn Meyers hatten einen kleinen Bauerhof. Bauerhof und schlechte Zeit? Ja richtig, auch dieser Hof sorgte mit für meine Verpflegung.


Es war nicht so sehr weit von Mutti zu Oma Meyer. Und in den Ferien war ich oft tagelang dort, nur zum Schlafen wollte ich ums Verrecken nicht da bleiben.

Auch während der Schulzeit hatten wir Kinder immer noch genug Zeit zum Spielen. Wenn die "blöden Ziegen" keine Lust hatten, ging ich oberhalb unseres Hauses zu Ilsemarie, deren Vater Apotheker mit eigener Apotheke in Bünde war. Wir bauten uns Hütten im nahen Wald, suchten uns Konservendosen und rührten aus Möttke einen Teig. Möttke nannte man die Lehmerde, und Wasser hatten wir aus einem Bach, der praktischerweise dort am Rande durch floß. Das zusammen verrührt war dann Möttke, und wir waren stolz, wenn unsere Möttke richtig schön glatt war. Illa und ich stritten wirklich sehr selten. Wenn es doch mal vorkam, daß ich beleidigt nach Hause ging, dauerte es nicht lange, bis der Ruf ertönte: "Renaaaaaaaaate, kommste spielen?"


Illa-Lindenbergs-Haus.JPG


In diesem Haus habe ich so manche schöne Stunde verbracht. So manches Mal habe ich dort mit essen dürfen, denn das war schon was Besonderes. Illa war meine beste Freundin, und sie hat mir von den Nachbarskindern auch am meisten gefehlt, als ich mit fast 10 Jahren aus Habighorst weg mußte.



18891-gbpicseu.gif



Gegenüber von Illa wohnten -- ich nenne sie mal Krügers.

Frau Krüger war Schneiderin, sie hat glaube ich für das ganze Dorf schon Kleider genäht. Wenn Tante Krüger kam, nistete sie sich für etwa eine Woche bei uns ein. Muttis Nähmaschine wurde in die Mitte des Zimmers gestellt und dann wurde der Kleiderschrenk durchsucht nach Kleidern, die nicht mehr so gut waren. Von 2 Mutti-Kleidern nähte Tante Krüger dann 1 Renate-Kleid. Sie war äußerst geschickt, die Kleider waren wirklich sehr schön, und so hatte ich dann auch mal was, was die "blöden Ziegen" nicht hatten.

Tante Krügers Mann war Heilpraktiker und hatte das erste Auto in Habighorst, einen 

schwarzen DKW mit roten Türen, soweit ich mich erinnere.    

 


N-maschine.jpg

So eine Nähmaschine stand in Muttis Wohnzimmer.


 

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An Regentagen war ich natürlich meistens im Haus bei Mutti. Wenn sie auch Zigarren drehen mußte; aber sie war da und konnte sich um mich kümmern.

Sie sang mit Vorliebe beim Zigarren drehen diese alten Küchenlieder,

so ist mir dieses am meisten in Erinnerung, was ich jetzt im Internet wieder fand:

 

1. Ein Kind von sieben Jahr,
Das eine Waise war,
Das Kind, es war so klug,
Nach seiner Mutter frug.


Ach lieber Vater mein,
Wo ist mein Mütterlein? -
Dein Mütterlein schläft fest,
Sich nimmer wecken läßt.


Da lief das arme Kind
Zum Friedhof hin geschwind
Und grub mit den Fingern ein Loch,

Ach Mutter, schläfst Du noch?


Ach liebe Mutter mein,
Ach könnt ich bei dir sein,
Die andre schlägt mich so sehr,
Vergönnt mir das Leben nicht mehr.

 

Ach gutes Kind, kehr heim,

eine andere Mutter ist dein.

Eine andere Mutter hab ich,

aber ach, sie liebet mich nicht.


Und gibt sie mir das Brot,
So wünscht sie mir den Tod;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Gabst Butter und Honig dazu.


Und kämmt sie mir das Haar,
So blutets immerdar;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Gabst bunte Schleifen dazu.


Und wäscht sie mir das Hemd,
So nimmt das Fluchen kein End;
Doch du, lieb Mütterlein, ja du
Sangst schöne Lieder dazu.


Und bringt sie mich zur Ruh,
Schlägt sie die Türe zu;
Doch du, liebs Mütterlein, ja du
Gabst mir den Segen dazu.


Am nächsten Morgenrot
Da war das Kind auch schon tot;
Am nächsten Morgenrot, ja Rot
Da war das Kind auch schon tot;


Am Abend weht der Wind
Übers Grab von Mutter und Kind
Am Abend weht der Wind, ja Wind
Übers Grab von Mutter und Kind



Ich habe mir dieses arme kleine Mädchen dann immer vorgestellt und eines Tages weinte ich dann bitterlich. Mutti lachte nur und sagte:

"Es ist doch nur ein Lied."

  n3oa68f2

 

Und hier gleich noch eines:





18891-gbpicseu.gif



 

Winter = Schnee


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gujo10e7uge.gif

 


Und Winter ist Schlittenfahren, naß gewordene Wollstrümpfe

und so mancher blauer Fleck.

 

29.gif


Man kann es sich kaum vorstellen, wie wir damals nach dem Krieg angezogen waren.

Da gab es keine Strumpfhosen, schön weich und warm.

Es gab auch noch nicht diese tollen Thermo-Hosen, die unsere Kinder heute tragen.

Mich graust noch heute, wenn ich an die kratzigen Wollstrümpfe denke, überhaupt,

wenn sie frisch gewachen waren. 

Die Biester kratzten und wir waren andauernd beschäftigt, uns wiederum zu kratzen.

Mutti gab den Tip, die Strümpfe mit ins Bett zu nehmen, wo sie bei Körpertemperatur

weicher wurden und nicht mehr so kratzten. Sie wurden auch dann gerieben wie beim Waschen ohne Wasser.

Ich überlege gerade, wo denn in Muttis Klavierzimmer der Ofen stand, an dem ich mich

nach dem Schnee-Vergnügen aufwärmen konnte. Vor allen Dingen mußten die Klamotten wieder trocknen.

Ja, auch die vermaledeiten Strümpfe, die dann an die Stange gehängt wurden, die rund um den Herd herum lief.

Ob Oma Meyer die Wollenen auch gestrickt hatte? Ich kann mich nicht mehr dran erinnern.

 

 

 

 18891-gbpicseu.gif

 


Der Sommer war und ist unvergleichlich schöner

 

 

 

Zinkbadewanne2.JPG


SOMMER, das war Barfußlaufen, Erfrischung in der Zinkwanne, in der es auch das

samstägliche Badevergnügen gab. Diese Wanne wurde morgens draußen in die Sonne gestellt, und bis nachmittags war das Wasser zum Plantschen warm genug.


 

2aiofx5.jpg


Ich könnte hier jetzt ein ganzes Erinnerungs-Buch schreiben.

Es sind unzählige Begebenheiten, die ich erzählen könnte.

Ich glaube aber, daß diese reichen, um zu erkennen, daß ich während dieser Jahre eine unbeschwerte Kindheit verbringen durfte. Ich war eingebettet in Liebe und Verstehen.

Ich hatte Vertrauen in meine Mutti und ihre ganze große Familie.

Ich war geborgen. Ich bekam so viel Liebe, daß es für mein Leben gereicht hat

und ich konnte viel davon weitergeben und bekomme sie noch immer tausendfach zurück.

Danke Mutti.

 


 

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Aus dieser Geborgenheit wurde ich dann jäh heraus gerissen, weil meine leibliche Mutter

alles dran gesetzt hat, mich nach Hause zu ihr zu bekommen. Sie, die uns Kinder bei Fliegeralarm allein in den Betten gelassen hat, um sich herum zu treiben, hat ihr Mutterrecht geltend gemacht und sie hat es durchgesetzt.

Sie hat damit einen nicht wieder gut zu machenden Schaden angerichtet.

Wäre sie nicht so verbohrt gewesen, hätte mein Leben ganz sicher einen anderen Verlauf genommen. Es wären ganz andere Vorraussetzungen da gewesen.

Hätte und Wenn und Aber nützt mir jetzt nichts, es ist anders gekommen.

Ich habe Mutti dann ja etwa 5 Jahre später "wieder gefunden", wie man hier im Blog an anderer Stelle lesen kann. Wir wohnten in Bünde, als wir geheiratet hatten. Samstags waren wir immer in Habighorst, das gehörte zu unserem Leben.

 

Mutti ist seit 1981 tot.

Sie war noch Gast bei der Konfirmation meiner Tochter Anja,

hat sich zu Hause ins Bett gelegt und ist friedlich eingeschlafen.

Meine Mutti, Tante Friede....

"wo sie war, war Fiede"

hat der Pastor bei ihrer Beerdigung gesagt.


 

18891-gbpicseu.gif

 

 

 

 

 

 



 


 


 




 


 

 

 

 

 

 




Published by Renate.M. - in Rückblicke
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Das Leben

Das Leben

22-copy-1.gif

Immer wieder treten

Menschen
in dein Leben,
die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,
einige nehmen einen kleinen Teil
deines Herzens mit,
andere verschwinden so schnell
wie sie gekommen sind,

und noch andere hinterlassen

Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Laufe der Zeit,
die Narben verblassen und

verschwinden,
dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen,die

in dein Leben treten,
die dich ein Stück begleiten,
vielleicht sogar für den Rest

deines Lebens.
Aber Narben erinnern dich

immer daran,
das die Vergangenheit

einmal Realität war

 

Quelle unbekannt

Wunderschöner Regenbogen

Ein wunderschöner

Regenbogen

 

regenbogen.gif 

 


Ein wunderschöner Regenbogen,
dem grauem Wolkenmeer

entsprungen,
war grad am Himmel aufgezogen,

als mit den Tränen ich gerungen.


Er strahlte heiter durch den Tag
mit seinem bunten Farbenkleid,
der alle Tränen trocknen mag -
ein Leuchtturm in der
Dunkelheit.

Sein Farbspiel hielt soviel bereit:
Blau, wie der Meere kühles Naß;
Grün, wie der Pflanzen

Blätterkleid;
Gelb, wie ein volles
Honigfaß.

Und Rot, der ew'gen Liebe

Zeichen,
die schönste Farbe ohne Frage -
wird stets direkt mein Herz

erreichen
und lindern Kummer, Schmerz

und Plage.

Für einen kurzen Augenblick,
den man kaum beschreiben kann,
enpfand ich allerhöchstes Glück,
hielt
staunend meinen Atem an.

Als er schon längst

entschwunden war,
dacht' ich noch voller

Dankbarkeit
an den Regenbogen klar
und sein buntes

Farbenkleid...

 

  Blog


 

Balsam für deine Seele

Ein liebes Wort ist wie ein Licht
das in den Alltag scheint,
es ist wie Balsam für das Herz,
das manchmal heimlich weint


Ein liebes Wort zur rechten Zeit,
ist Trost und Kraft zu gleich,
es ist des Herzen Dialog
und macht uns froh und reich

Ein liebes Wort
ist schnell gesagt,
doch fällt es oft so schwer,
es scheint als ob die Ignoranz
in uns einfacher wär


Ein liebes Wort verändert,
bringt Friede in die Welt,
es ist ein Regenbogenlicht
das in deine Seele fällt.

 

Copyright Monika Schudel, Schweiz, http://www.mschudel.ch

Originaltitel: Ein liebes Wort

 

  Blog

Ich weiß
.dass ich nicht ernst genommen werde,
weil meine Einstellung zum Leben
anders ist, als die,
der allermeisten Menschen.


Ich weiß
...dass ich ausgelacht werde,
weil ich Menschen und Tieren helfe
und viele sagen,
ich sei ein Typ zum

"ausnützen".

Ich weiß
...dass schlecht über mich

geredet wird,
weil ich mich für

Gerechtigkeit
und die Schwachen einsetze
und das Viele nicht verstehen.


Ich weiß,
dass sie über mich lachen,
weil ich behaupte,
dass jedes Lebewesen,
unseren Schutz und Respekt

verdient.

Ich weiß...
...dass ich als altmodisch

gelte,
weil die Familie für mich
als Urzelle der Gesellschaft
einen sehr hohen Stellenwert

einnimmt.

Ich weiß...

dass ich angegriffen werde,
weil Liebe, für mich etwas

anderes bedeutet,
als in Film, Fernsehen und

Medien
dargestellt wird.


Ich weiß

dass ich als unrealistisch

hingestellt werde,
weil ich trotz allem

an das Gute glaube.

Ich weiß
...aber auch,
dass ich das alles

verkraften kann,
weil mich EINER schützt

und trägt
und mir die Kraft dazu

verleiht.

...und außerdem weiß ich,
dass ich keine Marionette
der Gesellschaft sein will,
sondern –


MIR SELBST TREU BLEIBEN !


 

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