Hier stelle ich eine kleine Auswahl von Büchern zusammen,
die von Heimkindern geschrieben wurden, oder auch von Journnalisten,
die aufdecken wollten, was den Heimkindern damals angetan wurde.
Heim.
Von Mirijam Günter
Kurzbeschreibung
Eine Heimkarriere in Deutschland. Authentisch, ungekünstelt und atemlos spannend erzählt.
»Unsere Welt, die Welt der Jungen und Mädchen aus den Heimen, hatte keinen Platz für Träume, sie ließ uns keine Zeit dazu. Wir lebten wie batteriebetriebene Männchen, solange die Batterie voll war, liefen wir. Wenn die Batterie leer war, waren wir tot.«
Dreizehn Jahre ist die Ich-Erzählerin, als sie in ein Heim kommt. Knapp drei Jahre und einige Heime später steht sie bereits vor den Scherben ihres jungen Lebens: Sie hat sich den Ruf eines »schwererziehbaren« Mädchens erworben, mehrere Schulen geschmissen und es sogar geschafft, bei einem Ausbruch einen Erzieher zu verletzen und mit ihrer Clique bis nach Spanien abzuhauen.
Ihre Freunde sind ihr einziger Halt, ihre Ersatzfamilie. Ihnen geht es ähnlich, sie alle tragen dieses gehetzte Lebensgefühl ins sich, das nicht selten mit Hilfe von Alkoholexzessen betäubt wird. Und dennoch schafft es die Protagonistin immer wieder mit einer verblüffenden Schlagfertigkeit und Ironie weiterzumachen, indem sie sich selbst zuspricht: »Ich bin fünfzehn Jahre alt und habe schon verdammt viel gesehen …«
Ausgezeichnet mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2003.
Preis: EUR 24,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Endstation Freistatt (Gebundene Ausgabe)
von Matthias Benad (Autor), Hans-Walter Schmuhl (Autor), Kerstin Stockhecke (Autor) Kurzbeschreibung
Die Betheler Zweiganstalt Freistatt im Diepholzer Moor galt in den 1950er und 1960er Jahren als eines der härtesten Fürsorgeerziehungsheime Deutschlands. Es herrschte eine fast militärische Disziplin, strenge Kontrollen, Briefzensur und Prügelstrafe gehörten zum Alltag, die Arbeit im Moor war außerordentlich schwer. Der Band beleuchtet die Praxis der Fürsorgeerziehung in Freistatt mit einem Blick auch auf die Betheler Zweiganstalt Eckardtsheim in der Senne , untersucht die geschichtlichen Wurzeln und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des dort herrschenden repressiven Erziehungsregimes und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Jugendlichen wie auch auf die Erzieher. Aber auch die Anfänge der grundlegenden Reform des Jugendhilfebereichs, die Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Gestalt annahm, werden mit in den Blick genommen. Die Untersuchung stützt sich auf Interviews mit ehemaligen Zöglingen und auf stichprobenartige statistische Auswertungen.

67 neu oder gebraucht verfügbar EUR 0,01
Steinzeit
Von Mariella Mehr
Kundenrezensionen
Geht unter die Haut.../http%3A%2F%2Fimages.amazon.com%2Fimages%2FG%2F01%2Fassociates%2Fnetwork%2Fstar40_tpng.png)
Mariella Mahr, eine Journalistin, setzt sich stark ein für sozial Schwache. In diesem ergreifenden Buch wird die Geschichte von Silvia - Sivana - Silvio erzählt, der Tochter einer psychisch kranken Zigeunerin, die bereits als Säugling ihrer Mutter entrissen wird und diverse Heime und Kliniken durchläuft. Ihrem unbeschreiblichen Schrecken und den Wunden, die man dabei Ihrer Kinderseele beibringt, werden hier eindringliche Worte gegeben.
Ich habe das Buch angefangen und konnte es nicht weglegen, bis ich es ganz gelesen hatte. Man erlebt ein wenig von dem, wie es sich für Silvia anfühlt, aus der Perspektive eines Kindes, den "modernen" Methoden der Medizin in aller Hilflosigkeit ausgesetzt zu sein.

Weinen in der Dunkelheit
Von Ursula Burkowski
Kurzbeschreibung
Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halbverhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren. Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnchenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangeschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, daß von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist — und sie lernt, sich zu wehren ...

Draußen!
Von Ursula Burkowski
Kurzbeschreibung
Nach Jahren unsäglichen Leidens in Heimen der ehemaligen DDR wird Ursula Burkowski endlich mit ihrem kleinen Sohn Timo in die Welt entlassen. Eine düstere Ostberliner Hinterhofwohnung wird ihre erste Zuflucht. Doch schon bald muß sie ihren Sohn zur Großmutter geben. Liebevoll nimmt diese den Kleinen auf. Um so größer ist Ursulas Schock, als sie erfährt, daß die Oma heimlich das Sorgerecht für Timo beantragt ...
Kundenrezensionen
Sehr lesenswert/http%3A%2F%2Fimages.amazon.com%2Fimages%2FG%2F01%2Fassociates%2Fnetwork%2Fstar40_tpng.png)
Es gibt kein Zurück - sehr lesenswertes Buch!
3. und letzter Teil der Burkowski-Trilogie:Ursula will zusammen mit ihrem Mann und Kindern in den Westen ausreisen und muss erfahren,welche Schikanen ihr noch bevorstehen,bevor sie endlich aus der DDR darf.
Aber auch im Westen ist nicht alles wunderschön...
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen...
ein tolles Buch/http%3A%2F%2Fimages.amazon.com%2Fimages%2FG%2F01%2Fassociates%2Fnetwork%2Fstar50_tpng.png)
Ich haben alle 3 Bücher von Urula Burkowski gelesen und war auch innerhalb von wenigen Tagen damit fertig. Sie beschreibt sehr gut bzw. lesernah ihre Erlebnisse. Einfach super und sehr empfehlenswert !!!!!!!!!!
Ergreifend und ehrlich/http%3A%2F%2Fimages.amazon.com%2Fimages%2FG%2F01%2Fassociates%2Fnetwork%2Fstar50_tpng.png)
Ich habe alle drei Bücher gelesen und Ursula wurde mir immer sympathischer. Ich habe sie zum Schluss wie eine gute Freundin empfunden. Es ist nicht leicht, über eine schwere, traurige Kindheit zu reden oder zu schreiben. Aber in dieser Trilogie ist es wunderbar gelungen, die eigenen Gefühle weiter zugeben, und der Leser empfindet dann ebenso. Es ist spannend, den Alltag mitzuerleben und selbst in Erinnerungen zu schweben.

64 neu oder gebraucht verfügbar EUR 10,00
Albtraum Erziehungsheim
von Dietmar Krone
Kurzbeschreibung
Dietmar war ein ungewolltes Kind. Als der Junge knapp ein Jahr alt ist, gibt ihn die Mutter zur Oma, doch die stirbt früh. Als Dietmar wieder in der Obhut seiner Mutter ist, misshandelt diese das Kind schwer. Sie verbannt den Jungen für Jahre auf den mit Sperrmüll verstellten, dunklen Dachboden. Halb verhungert wird Dietmar in einem Kinderheim wieder aufgebaut. Als er erneut in die Obhut der Mutter gelangt, setzt diese ihre brutalen Misshandlungen fort. Ein Wechsel zwischen Krankenhaus, Verwandten und Heimen bestimmt seine frühe Jugend. Dietmar findet Anschluss an eine religiöse Gemeinde, lernt Herbert kennen, der sich liebevoll und aufopfernd um das Kind sorgt. Als die Mutter davon erfährt, denunziert sie Herbert. Dietmar kommt in eine Erziehungsanstalt. Er landet in der wahren HÖLLE. Eine wahre Geschichte. Sie zeigt, wie wehrlos ein Kind ist.
Der Verlag über das Buch
Es ist unglaublich, was in der Bundesrepublik möglich war und ist. Der Autor berichtet über seine Erfahrungen während der Kindheit und Jugend mit einem Kinderheim, aber auch mit den zuständigen Behörden.

54 neu oder gebraucht verfügbar EUR 4,21
Misshandelte Zukunft: Erschütternder Erlebnisbericht eines Heimkindes im Nachkriegsdeutschland
Von Harry Graeber
Kurzbeschreibung
Der kleine Hardy (= der Autor) wird in den 50er und 60er Jahren wie vorher seine älteren Geschwister der wegen der Kriegsverletzung des Vaters alleinerziehenden Mutter weggenommen und in Heimen in Härte, Dressur und Fremdbestimmung erzogen ohne das Erlernen eigener Verantwortlichkeit, was ein Trauma und Angst vor einem späteren selbstverantwortlichen Leben erzeugt. Rücksicht auf Familienzusammengehörigkeit wird nicht genommen, so dass Hardy seine Mutter, die ihn besucht, wie alle Erwachsenen mit "Sie" anredet und seinen Bruder nicht als solchen erkennt. Er flieht wie seine Brüder und wird wie diese wieder eingefangen. Wie es dazu kommt, schildert der Autor ebenso eingehend aus Erinnerungen seiner Familie und eigenen Recherchen: Flucht der Danziger Familie 1945, Leben in Lagern und Behelfswohnungen, Flüchten zwischen BRD und DDR, Verstärkung der Wurzellosigkeit durch das Vorgehen der Bürokratie.
Über den Autor
Harry Graeber wurde 1951 in Nürnberg geboren. Er arbeitet als selbständiger Betreuer für Behinderte und Kranke.

13 neu oder gebraucht verfügbar EUR 14,00
Der unwerte Schatz: Erzählung einer Kindheit. Gegen das Vergessen - über die Kinder-Euthanasie im NS-Staat
Von Tino Hemmann
Kunden-Rezession:Unglaublich
Ich habe das außergewöhnliche Buch in einer Nacht gelesen. Hemmann schreibt so mitreißend, dass man nicht mehr wegkommt. Es geht um den kleinen Jungen Hugo, der vor dem 2. Weltkrieg geboren wird und hochintelligent ist. Er wird von seinem Vater misshandelt und baut als Abwehrhandlung eine zweite Person auf. Weil die Ärzte das mitbekommen, holen sie den Jungen in die Kinderklinik. Dort beschließt ein Professor, der Sache auf den Grund zu gehen, er will dem aufgeweckten Kind das Gehirn entnehmen und untersuchen, um berühmt zu werden. Ermöglicht wird ihm diese Aktion durch die angelaufene Euthanasie, bei der alle möglichen Menschen, die nicht ins Deutsche Reich passten, vernichtet wurden. Unterschwellig wird von den Menschen erzählt, die Hugo retten wollen. Außerdem ist die Beschreibung der damaligen Zeit ziemlich einleuchtend. Kaum zu glauben, dass es so etwas tatsächlich gegeben hat.
Insgesamt die sensible Beschreibung eines Kindes, der Kampf David gegen Goliath, erinnert manchmal an Filme wie Die Kinder des Monsieur Mathieu.
Absoluter Geheimtipp!


... doch helfen mußte ich mir selbst
Von Silvia K.
Kurzbeschreibung
Silvia ist 16, als sie Opfer eines scheinbar gutbürgerlichen, begüterten, aber sadistischen Ehepaares wird. 15 Monate wird sie in einem fensterlosen Verlies gefangen gehalten und gequält. Es gelingt ihr, diesem Horror zu entfliehe. Doch ihre Leiden nehmen kein Ende: Die Polizei glaubt ihr erst nicht, die Boulevardpresse diffamiert sie und ihr neuer Ehemann verprügelt sie. Aber Silvia verzweifelt nicht, auch wenn sie sich immer selbst helfen muss ...

Kindheit hinter Stacheldraht: Mütter mit Kindern in sowjetischen Speziallagern und DDR-Haft
Von Alexander Latotzky
Kundenrezensionen
Ein wenig beachteter Aspekt der Speziallager gut aufbereitet
Alexander Latotzky erlebte seine eigene Kindheit im Speziallager Sachsenhausen und arbeitet heute in Berlin im ehemaligen Speziallger Hohenschönhausen. Er beschreibt ein in der historischen Forschung bisher kaum beachtetes Thema, das vollkommen neue Aspekte bei der Beschäftigung mit den Speziallagern beleuchtet. Latotzky führte mit mehreren Menschen, die in sowjetischen Lagern aufwuchsen, Gespräche und konzipierte darauf aufbauend eine sehr anschauliche und beeindruckende Abhandlung über die sowjetischen Lager in Deutschland.


Wir Kinder aus dem JWH
Von Annett Reinboth
Kurzbeschreibung
Aus einem desolaten Elternhaus ausgerissen, nach einem erzwungenen Schwangerschaftsabbruch, findet sich Annett, heute selbst alleinerziehende Mutter von neun Kindern, in einem DDR-Jugendwerkhof wieder. Dass sie und ihre Mitbewohnerinnen dort nicht immer pädagogisch korrekt behandelt wurden, sei dahingestellt, dass man Sie - vor allem an Feiertagen - nach Hause zur verhassten Mutter schickte, führte immer wieder zum unerlaubten Entfernen. Die Flucht endete für Annett meist in DDR-Durchgangsheimen, doch eines Tages schickt man das Mädchen nach Torgau, wo es fast zerbricht.

Aus der Amazon.de-Redaktion
"Ein Junge, der am Tage stramm gearbeitet hat, hat nach dem Feierabend keine Neigung für dumme Streiche mehr." Recht gesprochen! Und so jagten die Mitarbeiter Bethels, des "Hauses Gottes", getreu dem Motto Gustav von Bodelschwinghs, in den 50er-Jahren ihre Heimzöglinge der Diakonie Freistatt zum Torfstechen ins Moor. Schwerstarbeit, sommers wie winters. Nützliche Mitglieder der Gesellschaft sollten so wieder aus ihnen werden. Den Nutzen hatten nur die Bodelschwinghschen Anstalten. Man möchte dreinschlagen wie weiland Jesus im Tempel, angesichts all der frömmelnden Nachfahren Don Boscos, der "Guten Hirten" und "Barmherzigen Schwestern", die auf den Fotos ihre Schutzbefohlenen mit mitleidlos frommer Miene schurigeln. Ein Buch hat sie nun alle aufgescheucht. Das Medienecho ist gewaltig!
Bis weit in die 70er-Jahre war es für aufsässige Minderjährige ein leichtes, im Heim zu landen. Unstatthafte Lebensweise, "sexuelle Verwahrlosung" – jedwede soziale Auffälligkeit konnte denunzierende Lehrer, Nachbarn, Jugendbehörden, oder die mächtigen Kirchen auf den Plan rufen. Wie im Falle Gisela Nurthen, die mit fünzehn im Dortmunder "Vincenzheim" den unbarmherzigen Nonnen in die Hände fiel. 1961 ging so etwas schnell vonstatten: Frühreif. Legere Kleidung. "Negermusik". Für Nachbarn und Jugendamt eindeutige Signale zum Einschreiten. Im heutigen Mutterhaus der Vincentinerinnen will auf Befragen niemand etwas von Isolationshaft, Schlägen und drakonischen Strafen gehört haben!
Holzpritsche ohne Matratze. Blecheimer für die Notdurft. An das "Besinnungszimmer" immerhin erinnert sich der Bundesverdienstkreuzträger und "Pater der Herzen", als er mit seinem ehemaligen Zögling Gerald Hartford konfontiert wird. Ansonsten weist Hartfords ehemaliger Peiniger, der joviale Salvatorianerpater Vincens, in Berlin ein gern und häufig gesehener Talkshow-Gast, jede Schuld von sich. Nach diesem Buch hat dies keinen Sinn mehr. Tatorte und Täter sind bekannt. Die Schleusen sind geöffnet. Einige Kinder und Jugendliche, im Nachkriegsdeutschland aus nichtigem Anlass in rund 3.000 Heimen weggesperrt und zu Zwangsarbeiten degradiert, haben als Erwachsene ihre Scham überwunden und gesprochen. Es gibt noch Hunderttausende von ihnen! –Ravi Unger

Das helle Licht der Sehnsucht. (Broschiert)
Kurzbeschreibung
Die Schwestern Dulcie und May sind acht und fünf Jahre alt, als bei einem Streit ihrer Eltern die Mutter auf tragische Weise stirbt. Obwohl ihr Vater unschuldig ist und seine Töchter über alles liebt, kommen die Mädchen in ein Waisenhaus. Eine Zeit voller Entbehrungen und Einsamkeit beginnt. Als Dulcie und May Jahre später die Gelegenheit erhalten, nach Australien auszuwandern, ergreifen die Mädchen trotz ihrer Jugend die vermeintliche Chance. Doch bald zeigt sich, dass das Leben auf dem “neuen Kontinent” nicht nur aufregend und abenteuerlich, sondern auch entbehrungsreich und gefährlich ist ...
Ein Heimkinderschicksal, welches sehr ergriffen macht.

Preis: EUR 22,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Heimerziehung. Lebenshilfe oder Beugehaft? (Broschiert)
Klappentext
Die in diesem Buch beschriebenen unmenschlichen Zustände legen Zeugnis dafür ab, dass die Schwarze Pädagogik immer noch Teile unseres Erziehungssystems beherrscht und nicht der Vergangenheit angehört. Sie wird oft noch unverhohlen und bewusst gegen Kinder und Jugendliche eingesetzt. Hierbei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Täter und Täterinnen aus dem konfessionellen, privaten oder staatlichen Heimbereich oder aus dem familiären Umfeld kommen: Opfer sind auch weiterhin junge Menschen, die der psychischen und physischen Gewalt, Erniedrigung, Demütigung und den hiermit verbundenen Schmerzen, Trauer, Einsamkeit und traumatischen Erlebnissen der Schwarzen Pädagogik hilflos und wehrlos ausgesetzt sind.

Preis 24,80 €
Kurzbeschreibung
Mit Zwölf abgeschoben ins Heim - Resi Röder erzählt die wahre Geschichte ihrer Kindheit. Der Alltag wird geprägt durch Arbeit, Schläge, Demütigung, Falschheit, Frömmelei und unsinnige Regeln oder Lieblosigkeit. Eingesperrt, ausgebeutet, gedemütigt ist das Heimkind der Willkür und Vorlieben von Betreuern, Behörden oder Erzieherinnen ausgeliefert. Sie durchlebt eine Jugend voller Angst und Drangsal. Doch Resi hält durch - mit dem festen Willen, eines Tages ein freier Mensch zu sein ... Ein wahrer, erschütternder und zugleich spannender Bericht.
Resi Röders Leidensweg steht beispielhaft für viele andere. Nur allmählich nimmt die Gesellschaft das Schicksal der Heimkinder zur Kenntnis. Kinderarbeit ist verboten. Dies schreibt das Kinderschutzgesetz von 1903 zwingend vor. Tatsächlich aber setzten sich viele Kinderheime - ob staatlich oder kirchlich - nicht nur in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik darüber hinweg. Aber das allgemeine Unrechtsbewusstsein bildet sich. Die Notwendigkeit von Aufarbeitung und Entschädigung steht im Raume. Historiker, die Politik und der Gesetzgeber werden tätig. Bei Vielen aber geht es gar nicht um solch amtliche Fragen: Sich endlich offen zu äußern, nicht "schuld" am eigenen Schicksal zu sein, sondern als Opfer von Unrecht und als zutiefst verletzter Mensch wahrgenommen zu werden.


Preis:
EUR 12,00 Kostenlose Lieferung. Der Schrei zum Himmel.
Kinderzwangsarbeit in Christlichen und Staatlichen Kinderheimen: Autobiographie (Broschiert)
Kurzbeschreibung
Richard Sucker erzählt nicht die Geschichte irgendeines erfundenen Jungen, nein, es ist seine eigene Kindheitsgeschichte. Im zarten Alter von eineinhalb Jahren wurde er der Mutter entrissen und in ein "Waisenhaus" gesperrt. Er betrat eine von Staat und Kirche unterhaltene Hölle, wurde bereits mit sechs Jahren zur Zwangsarbeit beordert, misshandelt, gedemütigt, der Kindheit und Jugend beraubt, beleidigt und einer Schulbildung entzogen. Diese Kindheit verlebte Richard keinesfalls in einem fremden, unterentwickelten Land. Er wuchs in der Bundesrepublik Deutschland auf, deren Kirche und staatlichen Institutionen die an Seinesgleichen verübten Verbrechen bis in die Gegenwart verleugnen. Das Buch ist nicht nur eine Kindheitsbiografie, es ist eine Klageschrift gegen die Schuldigen. Es ist die Forderung nach einer materiellen Wiedergutmachung, da eine psychische Wiedergutmachung mittlerweile unmöglich geworden ist.

Lebensunwert?: Paul Wulf und Paul Brune. NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand (Broschiert)
Kurzbeschreibung
Heimkinder, Psychiatrisierte und Zwangssterilisierte wurden von den Nazis als lebensunwert stigmatisiert. Die Gewalt, die ihnen angetan wurde, und ihre Bemühungen um Entschädigung rücken noch viel zu selten ins Blickfeld, wenn es um Erinnerungspolitik für Opfer des Nationalsozialismus geht. Zwei Betroffene stehen im Zentrum des Buches: Paul Wulf (1921-1999) wurde 1932 in eine Idiotenanstalt überstellt und 1938 zwangssterilisiert. Nach dem Krieg kämpfte er für politische Aufklärung und Entschädigung. Paul Brune (geb. 1935) wurde als gemeingefährlicher, debiler Psychopath von 1943 bis 1957 psychiatrisiert und war der Gewalt von Anstaltsleitern, Ärzten und Ordensschwestern ausgeliefert.
Bis in die 70er Jahre hinein setzten sich in den Psychiatrien und Heimen die menschenunwürdigen Zustände der NS-Zeit fast ungebrochen fort, während die Täter als Ärzte oder Gutachter schnell neue Karrieren machen konnten. Das Buch spannt den Bogen von der NS-Ideologie lebensunwerter Existenz bis hin zu ihrer aktuellen Renaissance in den Diskussionen um Menschenzucht und Sterbehilfe.


mundtot (Sondereinband)
von Jürgen Schubert (Autor)
Neue Zürcher Zeitung
Befreiung eines «Besatzerkinds» C. W. Dem Autor, der nun in verschiedenen Regionen Deutschlands zu Lesungen eingeladen wird und auf etliche Rezensionen verweisen kann, war Debilität attestiert worden, als er mit 18 Jahren den Befreiungssprung von einem psychiatrischen Heim in eine Bäckerlehre schaffte und beim Meister Familienanschluss erhielt. Jürgen Schubert erzählt in seiner gewiss handgestrickten Publikation berührend und nicht ohne traurigen Humor von seinem Dasein als Kind und Jugendlicher, der aus heutiger Sicht fehlplaciert war oder falsch behandelt wurde. In der Anstalt im westfälischen Sauerland registrierte man etwa «Flapsigkeiten und Widerworte», «allerlei Wünsche» und die «Auffälligkeit», dass er ständig nach seiner Mutter frage. Sie stammte aus Schlesien, hatte zwischen Kriegsende und Vertreibung ein Verhältnis mit einem sowjetischen Offizier, einem Juden aus der Ukraine, und brachte 1946 das «Besatzerkind» zur Welt, gab es aber als Folge einer Vergewaltigung aus und verliess es, offenbar auf Druck ihres aus dem Dienst in der Waffen-SS zurückgekehrten Gatten, der übrigens ebenfalls als Vater in Frage kommen soll. So ist die Heim- mit einer Nachkriegsbiographie verbunden, wie es das «Verbrecherkind» zu spüren bekam. Und die mit Dokumenten und psychologischen Kommentaren ergänzten Aufzeichnungen sind insofern ein Stück zeitgeschichtlicher «Aufarbeitung» im Kleinen


Bambule: Fürsorge - Sorge für wen? (Taschenbuch)
von Ulrike Marie Meinhof (Autor) EUR 9,90
Kurzbeschreibung
Als Fernsehfilm von der ARD vierundzwanzig Jahre lang unterdrückt, als Buch längst zum Klassiker geworden
Wer wissen will, welche Erziehungsvorstellungen noch Ende der sechziger Jahre herrschten, sollte Bambule lesen. Das Thema ist aktuell wie je: Wie geht die Gesellschaft mit Randgruppen um, wie erzieht der Staat diejenigen, deren Fürsorge ihm übertragen wurde? Ulrike Meinhof hatte sich als Journalistin in langen Recherchen ein Bild über die Lage der Mädchen in Erziehungsheimen gemacht. In der Geschichte von Irene beschreibt sie den Alltag zwischen Hof, Schlafraum, Wäscheraum und "Bunker", die Repressalien der Erzieher und die Befreiungsversuche der Mädchen, die "Bambule" machen, weil sie leben wollen und nicht bloß sich fügen.
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