
Diesen Blog hat meine Anja für mich geschrieben,
Danke Anja. Eins vorweg: Bitte unbedingt auch die Anmerkung unter diesem Text beachten!!

Jörg Zink beschreibt es in "Was bleibt, stiften die Liebenden"
wie folgt:
"Ein Gefühl ist wie ein Kind,
das in uns lebt und weint und lacht,
Hunger hat und bemerkt sein will.
Wer zu seinem Gefühl zu oft sagt:
"Sei still,
ich habe jetzt keine Zeit für dich"-
dessen inneres Kind sitzt eines Tages
in einer vergessenen Ecke und trauert,
wird krank und verkümmert.
Mit Gefühlen soll man umgehen,
wie man mit einem Kind umgeht.
Man sieht ihm freundlich zu und aufmerksam,
man hört, was es klagt,
man leidet mit ihm, wenn es leidet.
Denn Gefühle sind die lebendigsten Kräfte in uns,
und keine andere Kraft in uns
bringt so Lebendiges hervor.
Ein Kind hat auch Wünsche,
berechtigte, gute, schöne,
die nicht zu erfüllen sind.
Dann nehmen wir es auf den Arm
und sind mit ihm traurig.
Aber wir schicken es nicht weg.
Ein Kind kann verstehen,
daß es nicht alles haben kann.
Aber lieben muß man es,
ihm Mut geben und Fröhlichkeit
und Raum, seine Kräfte zu regen."
Geboren, um zu leben

Schön wär´s und wär´s gewesen!! Aber die Realität
sieht tieftraurigerweise mehr als oft genug, viel zu oft
anders aus, und welche Geschichten mehr und mehr
zutage gefördert werden, führen allzu deutlich
vor Augen,
wie unendlich grausam der Mensch
mitunter sein, was er seinesgleichen antun kann.
Alles andere als zum Lachen für Kind sowie inneres Kind.
Wird ein Kind gebrochen,
wie soll das innere Kind da nicht gebrochen sein?
So grenzt es, wenn man mich fragt, an eine Art
Wunder, meistert solch ein Betroffener sein Leben-
und hat so viel Liebe zu geben...
Hier denke ich ganz besonders an einen ganz
besonderen Menschen, dessen Leben,
kaum daß er das Licht der Welt erblickt hatte,
alles andere als auf Rosen gebettet war: Mein liebes,
goldiges Mütterlein
Sie war ein Opfer der Lieblosigkeit, die für sie
über kurz oder lang- wohl eher über kurz, demnach,
wie sie vorgefunden wurde!! - das Ende bedeutet hätte,
wäre sie nicht aus der lieblosen
Umgebung herausgerissen worden-
um früher oder später wiederum
von einer lieblosen Gegend in der anderen lieblosen
Gegend
zu landen, wo es zumindest nicht obendrein ausgesprochen
grausam zuging.
Wenigstens nicht in körperlichem Sinne...
(Anmerkung von Mutti: Körperliche Grausamkeiten
blieben mir erspart,
ich habe nur unter der Lieblosigkeit
gelitten, mit der ich behandelt wurde.)
Wer über ihre Geschichte
lesen möchte, kann das in ihrer privaten Homepage
unter Meine Heimzeit tun. Dort wird u.a. auf ihren Blog
verwiesen. Wie mit Heimkindern viele Jahrzehnte über-
entschieden zu lange Jahrzehnte über!! - verfahren wurde
und durch welche Umstände Kinder mitunter
in die Fänge der Fürsorge gerieten- welch großes Wort,
Fürsorge!! - ist auf o.g. Seiten nachzulesen. Ferner ist
über noch folgende Ausführungen zu lesen.
An dieser Stelle beachte man weitere
Quellverweise auf o.g. Seiten.
Neben Lieblosigkeit waren in unzähligen Heimen seelische
sowie körperliche Grausamkeit an der Tagesordnung.
Ein Mädchen wurde von einer Nonne nachts geweckt
und sollte ihr eigenes Grab schaufeln.
Ein Eigenes Grab schaufeln kleiner Junge wurde von einer Nonne beim Onanieren
"erwischt" und von ihr immer wieder mit dem Kopf in eine
gefüllte Badewanne getaucht, bis er kurz vorm Ersticken
stand. Kinder wurden immer wieder mit demKopf ins
Plumpsklo getaucht. Andere "Zöglinge" durften stundenlang
auf Holzscheiten knien und die Bibel in die Höhe halten und
bekamen, wobei die Verantwortlichen keineswegs zimperlich
waren, die Rute zu spüren,
wenn sie das Gleichgewicht oder irgendwann unweigerlich die
Nerven verloren. Das Essen war häufig mit reichlich lebendiger kleiner, alles andere als feiner Fleischeinlage angereichert
und durfte gar zweimal genossen werden. Pro Portion, nicht
zu vergessen! Bettnässer hatten
nach dem Aufstehen das Vergnügen, mit dem entsprechend
durchtränkten Laken auf dem Flur zu stehen, teils mit,
teils ohne Schläge zur Krönung, da war durchaus Abwechslung geboten. Sollte man tatsächlich mal dahingehend besorgt
gewesen sein, daß es ja nicht zu langweilig wurde?! Mönche und Nonnen wußten auf ihre Kosten zu kommen, wenn es darum ging,
ihren Spaß zu haben-
wozu waren denn die Zöglinge da?!
An dieser Stelle überleitend nicht speziell der Mißbrauch
zu vergessen, der bis heute (!!) von Heimen über
selbsternannteMänner und Frauen Gottes bishin
zum privaten "Zuhause"
seine Klauen ausfährt.
Sexueller Mißbrauch an Kindern
durch die Kirche
Wie könnte es anders sein, als daß die Opfer kein Gehör
finden? Sie spinnen sich etwas zurecht. Sie wollen es selbst so haben. Es ist Ehrensache, daß das "unter uns bleibt", keiner
etwas davon wissen darf, sonst wird es fürchterlich.
Andererseits gibt es so etwas "doch nicht bei uns",
da geht nichts über die rosarote Brille und die auf
Durchzug gestellten Ohren, allenfalls ein kurzer, strenger,
warnender Blick..funktioniert prächtig! Etc., etc. Es gibt
wirklich gute Gründe für den Opfern verschlossene Augen,
Ohren, Türen... Das Ergebnis: Die Seele ist gezeichnet,
das reicht für ein ganzes Leben. Mehr oder weniger lang,
je nachdem, wann der eine oder andere, der es schier nicht
mehr zu ertragen imstande ist- ist natürlich alles Spinnerei, Psychologen sind doch selbst bescheuert... -
sich zu guter Letzt selbst ausknipsen.

Sofern diesen Part nicht andere zumindest zu übernehmen
versuchen. Gelegentlich reicht es großzügigerweise aus,
auf der Straße zusammengeschlagen zu werden
und das sogar mit schriftlich
beigefügten lieben Grüßen von der Kirche. alles schon
dagewesen, man sage niemals "nie"! Auch nicht in Bezug auf "Familie"... Wobei den Heimkindern in der Regel im Notfall
weniger geglaubt wird. Klar, wie war das noch? Heimkinder
taugen nichts und lügen... Doch auch die Opfer, die ein
privates- sogenanntes!! - Zuhause haben,
werden zur Krönung bestraft.
Kinder sind tabu
http://www.youtube.com/watch?v=aacDn2k7cCQ

Krönung bestraft. Dagegen haben sie wenigstens die
Möglichkeit, sich außerhalb Hilfe und Beratung zu suchen.
Aber, ist man bereits im rechten Maß seelisch gestutzt,
erst mal können vor Lachen...
Da bringt es jemand Unbekanntes im Gegensatz zu Jörg Zink,
der beschreibt, wie es sein soll, im Hinblick auf innere Kinder und
ihre gezeichneten Seelen wie folgt auf den Punkt:
"Immer wieder treten
Menschen
in dein Leben,
die dich ein Stück begleiten
und dann wieder verlassen,
einige nehmen einen kleinen Teil
deines Herzens mit,
andere verschwinden so schnell,
wie sie gekommen sind,
und noch andere hinterlassen
Wunden
in deinem Herzen, diese Wunden
vernarben im Lauf der Zeit,
die Narben verblassen und
verschwinden,
dann ist dein Herz wieder frei
für neue Menschen, die
in dein Leben treten,
die dich ein Stück begleiten,
vielleicht sogar für den Rest
deines Lebens.
Aber Narben erinnern dich
immer daran,
daß die Vergangenheit
einmal Realität war."
Es ist ein Segen, daß "Zöglinge" und Co. nicht NUR solchen Erfahrungen ausgesetzt sind. Traurig genug, daß sich Menschen, die sich ursprünglich in den Dienst Gottes stellten, zur Grausamkeit hinreißen lassen und dadurch schnell ein entsprechend generalisierter Eindruck von Kirche entsteht, so daß positive Erfahrungen dabei sehr leicht übersehen werden können. Überall, ob in Kirche, Familie oder sonstwo auf dieser Erde, gibt es immer "solche und solche".